Neues Buch der Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte

by Otto Georg Alexander Kockert (1865 - 1941)

Word count: 467

1. Herbstgedanken [sung text not yet checked]

Müder Glanz der Sonne!
Blasses Himmelblau!
Von verklungner Wonne
Träumet still die Au.

An der letzten Rose
Löset lebenssatt
Sich das letzte lose,
Bleiche Blumenblatt.

Goldenes Entfärben
Schleicht sich durch den Hain;
Auch Vergehn'n und Sterben
Däucht mir süß zu sein.

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "Autumnal Feeling", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Palmblätter von Karl Gerok, Stuttgart: E. Greiner's Verlags, Leipzig: Amelang's Verlag, F. Volckmar, 1873, pages 214.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Sommermittag [sung text not yet checked]

Nun ist es still um Hof und Scheuer,
Und in der Mühle ruht der Stein;
Der Birnenbaum mit blanken Blättern
Steht regungslos im Sonnenschein.

[Die Bienen summen so verschlafen]1;
Und in der offnen Bodenluk',
Benebelt von dem Duft des Heues,
Im grauen Röcklein nickt der Puk.

Der Müller schnarcht und das Gesinde,
Und nur die Tochter wacht im Haus;
Die lachet still und zieht sich heimlich
Fürsichtig die Pantoffeln aus.

Sie geht und weckt den Müllerburschen,
Der kaum den schweren Augen traut:
"Nun küsse mich, verliebter Junge;
Doch sauber, sauber! nicht zu laut."

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "Summer's noon", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "À midi l'été", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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1 in Storm's first version this was "Die Bienen summen wie im Dusel"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Ich möchte es so gerne wissen [sung text not yet checked]

Ich möchte es so gerne wissen
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  • by Anonymous / Unidentified Author

4. Weisst du noch, wie ich am Felsen [sung text not yet checked]

Weißt du noch, wie ich am [Felsen]1
Bei den Veilchen dich belauschte?
Weißt du noch den Fliederstrauch,
Wo der Strom vorüber rauschte?
Weißt du noch den Bergespfad,
Wo ich um den Strauß dich bat,
  Weißt du noch?

Ach, es war ein süßes Bild,
Als du da errötend standest
Und zur Erde all die Blumen
Fielen, die zum Strauß du [wandest]2!
Deine liebe kleine Hand
Spielte mit dem blauen Band,
  Weißt du noch?

Und es sahen Fels und Strom
Dein Erröten und dein Beben,
Sahen auch den ersten Kuß,
Halb genommen, halb gegeben!
Und des Himmels goldner Strahl
Ueberflog Gebirg und Thal;
  Weißt du noch?

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  • ENG English [singable] (Gwendolen Gore) , "Remember"
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Otto Roquette, Liederbuch, Stuttgart und Tübingen: J.G. Cotta’scher Verlag, 1852, pages 57-58

1 Abt, Fischer, Fischhof, Lammers, Pauls: "Fels" (according to Hofmeister) ; further changes may exist not shown above.
2 Blumenthal: "bandest"

Research team for this text: Alberto Pedrotti , Sharon Krebs [Guest Editor]

5. Wiegenlied [sung text not yet checked]

Die Ähren nur noch nicken,
Das Haupt ist ihnen schwer;
Die müden Blumen blicken,
Nur schüchtern noch umher.

Da kommen Abendwinde,
Still wie die Engelein,
Und wiegen sanft und linde
Die Halm' und [Blumen]1 ein.

Und wie die Blumen blicken,
So schüchtern blickst du nun,
Und wie die Ähren nicken
Will auch dein Häuptlein ruh'n.

Und Abendklänge schwingen
Still wie die Engelein
Sich um die Wieg', und singen
Mein Kind in Schlummer ein.

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Kinderlieder von Hoffmann von Fallersleben. Erste vollständige Ausgabe besorgt durch Dr. Lionel von Donop, Zweite Auflage, Berlin, G. Grote'sche Verlagsbuchhandlung, 1878, page 183.

Note: in many older editions, the spelling of the word "Ähren" becomes "Aehren", but as can be seen in how "über" becomes "Ueber" when capitalized, this is due to the printing process and not to rules of orthography, so we use "Ähren".

1 Kiel: "Büsche"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

6. Winterliche Spatzen-Bitte [sung text not yet checked]

Insonders, hochverehrter Mensch
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  • by Anonymous / Unidentified Author

7. Abendlied [sung text not yet checked]

Nun schlafen die Vöglein im Neste,
Nun schlummern die Blüthen am Strauch,
Und unter dem Himmel die Weste,
Horch, horch! sie ruhen nun auch.

Nur droben, da wachen die Sterne
Und singen ihr ewiges Lied,
Das, hallend [aus]1 endloser Ferne,
Leis über die Erde noch zieht.

Und der da von Anbeginn lenket
Das ganze [schimmernde]2 Heer,
Auch deiner liebend gedenket,
Du giltst ihm ja noch viel mehr.

Der segnet die Vöglein und Blüthen,
Und leitet der Winde Hauch,
Der wird auch dich wohl behüten,
So [ruh' im]3 Frieden nun auch!

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "Evening song", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874, mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 105-106

1 Kienzl: "in"
2 Kienzl: "schlummernde"
3 Kienzl: "ruhe in"

Research team for this text: John Versmoren , Sharon Krebs [Guest Editor]

8. Täuschung [sung text not yet checked]

Seht ihr dort die beiden Berge
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  • by Anonymous / Unidentified Author

9. Vögleins holde Wunderklänge [sung text not yet checked]

Vögleins holde Wunderklänge
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  • by Anonymous / Unidentified Author

10. Die Liebe [sung text not yet checked]

Die Liebe kommt wie die Diebe
So sacht, so sacht, so sacht.
Wie Frühling kommt die Liebe
Über Nacht, über Nacht, über Nacht.

Die Liebe glüht sie die Sonne
So heiß, so heiß, so heiß.'
Daß sich das Herz vor Wonne
Kaum recht zu fassen weiß.

Sie ist wie Veilchen im Märzen
So süß, so süß, so süß.
Und bringt dem jungem Herzen
Ein seliges Paradies.

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]