Trinklieder

Song Cycle by Günter Friedrichs (b. 1935)

1. Auf die Rose [sung text not yet checked]

Laßt die Rose, Eros' Blume,
Zu Lyäen sich gesellen;
Mit der Rose Zier die Schläfe
Kränzend, lasset uns den Becher
Leeren unter milden Scherzen!

Rose heißt die schönste Blume,
Rose heißt des Lenzes Schoßkind,
Rosen flicht der Sohn Kytheres
Um die gelben Ringelhaare,
Mit den Chariten zu tanzen.

Kränze, Bakchos, mich mit Rosen,
Und ich will, die Laute rührend,
Mit dem zierlichsten der Mädchen,
Deinen Kranz auf meinem Haupte,
Froh bei deinem Tempel tanzen.

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Sur la rose", copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Peter Palmer

2. Wechsellied beim Weine [sung text not yet checked]

Trink ich ihn, den Saft der Reben,
gleich erwarmet meine Seele
und beginnt in hellen Tönen
einen Preisgesang der Musen.

Trink ich ihn, den Saft der Reben,
alsbald streu ich meinen Kummer,
all mein Zweifeln, all mein Sorgen
in den Braus der Meereswinde.

Trink ich ihn, den Saft der Reben,
läßt mich Bakchos, der des Schmerzes
Bande löset, Blumen atmend
süßberauscht im Tanze schwanken.

Trink ich ihn, den Saft der Reben,
wind ich Blumen mir zu Kränzen,
schmücke meine Stirne, singe
von des Lebens stillem Glücke.

Trink ich ihn, den Saft der Reben,
mag ich, schön von Salben duftend
und im Arm das Mädchen haltend
gerne von Kythere singen.

Trink ich ihn, den Saft der Reben,
wie entzückt ein Kreis von Mädchen
mich, wo volle, tiefe Becher
erst mir Geist und Sinn erweitern.

Trink ich ihn, den Saft der Reben,
mir von Tausenden gewinn ich,
was ich scheidend mit mir nehme;
doch den Tod teil ich mit allen.

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3. Beim Weine [sung text not yet checked]

Gebt mir des Homeros Leier,
Aber ohne blutge Saiten!
Gebt den Becher, um gehörig
Nach dem Trinkgesetz zu mischen;
Daß ich trunken möge tanzen
Und, noch klug genug im Taumel,
Zu dem Barbiton ein Trinklied
Mit gewaltger Stimme singen.
Gebt mir des Homeros Leier,
Aber ohne blutge Saiten!

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Sur le vin", copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Peter Palmer

4. Rechtfertigung [sung text not yet checked]

Die schwarze Erde trinket;
So trinken sie, die Bäume;
Es trinkt das Meer die Ströme;
Die Sonne trinkt die Meere;
Der Mond sogar die Sonne:
Was wollt ihr doch, o Freunde,
Das Trinken mir verbieten?

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Researcher for this text: Peter Palmer

5. Seliger Rausch [sung text not yet checked]

Wenn Bakchos erst mich heimsucht,
Dann schlummern meine Sorgen,
Reich bin ich dann, wie Krösos,
Und singe süße Weisen.

Bekränzt mit Efeu lieg ich,
Im Über mute tret ich
Verachtend alles nieder.
- Schenk ein! es gilt zu trinken!

          *      *     *

Reich mir den Becher, Knabe!
Viel besser ist es trunken,
Als tot am Boden liegen.

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