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Neue Gesänge für den Männerchor, Heft 1

by Ferdinand Kamm (1845 - 1897)

1. Mein Ländchen  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Im Ländchen, da ich wohne, 
Steigt himmelhoch die Firn; 
Mit einer Silberkrone 
Ist blank geziert die Stirn! 
Es ist so schön, es ist so hehr, 
Mein Ländchen lass' ich nimmermehr!  

Im Ländchen, da ich wohne, 
Die Freiheit ist zu Haus; 
Sie winkt vom Felsenthrone 
Weit in die Welt hinaus!  
Hier bin ich froh, hier weil' ich gern, 
Hier strahlet mir mein guter Stern!  

Das Ländchen, da ich wohne,
Soll mir so eigen sein 
Als wie dem Schweizersohne 
Sein trautes Mütterlein! 
Es ist so traut, es ist so gut; 
Ich opf're ihm mein Herz und Blut!

Text Authorship:

  • by Emil Zschokke (1808 - 1889), "Mein Ländchen"

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "My dear country", copyright © 2026, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Schweizerische Nationalbibliothek, vierzehntes Bändchen, ed. by Robert Weber, Aarau: H. R. Sauerländer, 1886, pages 27 - 28. Appears in III. 4. Emil Zschokke.


Researcher for this page: Melanie Trumbull

2. Sängerlust  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Hinaus in das Grün, hinaus in das Feld! 
Es athmet in Gottes geräumiger Welt 
Weit freier die kräftige Brust. 
Wie die Sternlein glänzen am Himmelsraum, 
Wie die Röslein lächeln mit purpurnem Saum, 
So lacht uns im Herzen die Lust. 

Die [Mütze bekränzt mit der Eichen]1 Grün, 
Das Auge so [klar, die]2 Stirne so kühn, 
So schreiten wir [Sänger]3 dahin. 
Rings hauchen die Lüfte des Willkomms Kuß, 
Wir schwingen die [Mütze]4 mit freundlichem Gruß 
Und schwärmen mit heiterem Sinn.

Fort Sorgen und Müh'n, fort Bangen und Schmerz! 
Noch umspielt ja die Jugend der rosige Scherz, 
Noch duften die Fluren so hold. 
Die Liebe, sie webt uns den farbigsten Kranz, 
Auf der Stirne malt sich ein himmlischer Glanz, 
Es strahlet das Auge von Gold.  

Nur frisch in [das Leben, nur frisch in den Tag]5! 
So lang uns noch grüßet der [Lerchenschlag]6, 
Tönt's voll aus dem Herzen und laut. 
Wie sonnig [der Lenz die Blumen umhüllt]7, 
Sei [sonnig das Herz]8 mit Jubel erfüllt, 
Sei Frohsinn die liebliche Braut!

Text Authorship:

  • by (Konrad Johann) Reinherz Kromm (1828 - 1901), "Sängerlust"

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Singers' joy", copyright © 2026, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Hessiches Dichterbuch, ed. by Dr. J. Marbach, Friedberg: C. Scriba's Buchhandlung, 1857, pages 289 - 290.

1 Kamm: "Hüte bekränzt mit eichlaub'nem"
2 Kamm: "klar und die"
3 Kamm: "Alle"
4 Kamm: "Hüte"
5 Kamm: "die Welt mit Sang und mit Klang"
6 Kamm: "Vögel Gesang"
7 Kamm: "Lenz doch die Blumen hüllt "
8 Kamm: "wonnig Herz und"

Research team for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor], Melanie Trumbull

3. Alpenleben  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Dort hoch auf [der Alpe]1 da ist meine Welt,
Da wo's mir auf Erden am Besten gefällt:
Da duften die Kräuter, da murmelt der Quell,
Da klingen die Glöcklein so lustig und hell,
     juchhe! so lustig und hell.

Da schau' ich die Dörfer in Nebel und Rauch,
Und athme der Bergesluft stärkenden Hauch;
Da weiß ich von keinem Gelärm' und Geschrei,
Und spiel' einen Ländler auf meiner Schalmei,
     juchhe! auf meiner Schalmei.

Und treibt mich der Winter hinunter ins Thal,
Dann denk' ich: der Sommer kommt wieder einmal!
Der Sommer der bringt mich zur Alpe zurück:
Da droben ist Alles, mein Leben, mein Glück,
     juchhe! mein Leben, mein Glück.

Text Authorship:

  • by August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874), "Der Alpenhirt", written 1848, appears in Kinderlieder

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Hoffmann's von Fallersleben Gesammelte Werke, Herausgegeben von Dr. Heinrich Gerstenberg, Zweiter Band: Lyrische Gedichte: Kinderleben, Die vier Jahreszeiten, Berlin: F. Fontane, 1891, page 189.

1 Kamm: "den Alpen" more changes may exist not noted above.

Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Senior Associate Editor]

4. O Schweiz, wie bist du schön  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
  Die Matten grünen, die Alpen glühn,
Die Wälder rauschen, die Reben blühn,
Zu den Wolken steigen die Bergeshöhn.
O Schweiz, o Schweiz[,] wie bist Du schön!

  Auf Firnen der helle demantne Schnee[,]
Im Thale der blaue krystallne See!
Es stürzt die Caskade, es braust der Föhn[;]
O Schweiz, o Schweiz, wie bist Du schön!

  Das Heerdengeläute, wie klingt es so weit,
Du Sennenbube, du Sennenmaid! 
Fort trägt euern Reigen der Winde Wehn!
O Schweiz, o Schweiz, wie bist Du schön!

  Die Menschen umschlinget ein Liebesband,
Sie reichen sich alle die Bruderhand;
Wie die Alpen so fest und treu sie stehn;
O Schweiz, o Schweiz, wie bist Du schön!

Text Authorship:

  • by (Carl Friedrich) Julius Altmann (1814 - 1873), "O Schweiz, wie bist du schön"

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Oh Switzerland, how beautiful you are!", copyright © 2026, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Die Alpenpost. Blätter zur Förderung des Touristenverkehrs, zur Hebung der Curanstalten und der montanen Industrien und speziell zur Hege und Pflege der alpinen Wissenschaft , Band I. (Glarus, 17. Dezember 1871), Nro. 29, page 425.


Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]

5. Heimkehr  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Es war ein Knabe gezogen
Wohl in die Welt hinaus,
Und ob ihm sein Schatz auch gewogen,
Das Glück, das Glück war aus.
    Und er wanderte weit
    In der Sommerzeit,
Wenn am Walde die Rosen blüh'n.

Wärst du so hoch nicht geboren
Und ich nicht ein armer Knab',
Die Liebe, die Lieb' ist verloren,
Die Welt ist leer wie ein Grab.
    Doch was soll mir mein Leid
    In der Sommerzeit,
Wenn am Walde, die Rosen blüh'n.

Das Mägdlein barg seine Klagen
Im stillen Kämmerlein,
Sie durfte es niemandem sagen,
Sie hofft' jahraus und jahrein.
    Und sah über die Heid'
    In der Sommerzeit,
Wenn am Walde die Rosen blüh'n.

Es kam ein Reiter geflogen,
Die Locken, sie wehten im Wind,
Hei! bist du mir heut' noch gewogen,
Herzallerliebstes Kind?
    Und da lachten sie beid'
    In der Sommerzeit,
Wenn am Walde, die Rosen blüh'n.

Er hielt sie in seinen Armen,
Das Herz ihm vor Wonne schlug,
Und hatte die Welt nicht Erbarmen,
Die Liebe, die Lieb' war stark genug!
    Und da küßten sich beid'
    In der Sommerzeit,
Wenn am Walde die Rosen blüh'n.

The text shown is a variant of another text. [ View differences ]
It is based on

  • a text in German (Deutsch) by Otto Roquette (1824 - 1896), no title, appears in Hans Haidekuckuck, in 7. Die Nachbarsgärten, Berlin: Verlag von Heinrich Schindler, first published 1855
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Homecoming", copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission

Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Senior Associate Editor]

6. Sommermorgen  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Zur Mette ruft der Glocke Ton,
  Im Wald die Vöglein singen;
Die junge Sonne nahet schon,
  Den Tag heraufzubringen.
O Morgenhauch, so frisch und rein, 
Dich athmen alle Blumen ein!

Der Brunnen rauscht voll Lebenssaft,
  Der Mäher wetzt das Eisen,
Die Lerche singt mit neuer Kraft
  In ätherblauen Kreisen --
Und mich ergreift es sanft und still,
Ich weiß nicht was es werden will.

Die Welt so groß und ich so klein!
  Mein Morgen längst vorüber!
Ich hoffte so beglückt zu sein,
  Nun wird es immer trüber.
Der jungen Tage Lenzesglück
Bringt uns kein Sommer mehr zurück.

Text Authorship:

  • by Gall Morel, Pater (1803 - 1872), "Sommermorgen", appears in Gedichte. Zweite Sammlung, in Vermischte Gedichte

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Summer morning", copyright © 2026, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Gedichte von Pater Gall Morel. Zweite Sammlung, Einsiedeln und New York: Druck und Verlag von Gebr. Karl und Nikolaus Benziger, 1859, page 226.


Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]

7. Heimweh  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
  Sterne! die ihr niederschaut 
Fern auch auf den grünen See, 
Euch dort oben sei vertraut 
In der Fremde hier mein Weh! 
  Mächtig wohl erbraust das Meer, 
Doch die Firnen seh' ich nicht, 
Die so hold, ach! und so hehr 
Schimmerten im Abendlicht!

  Winde! die vom Heimathland 
Ihr so frisch herüberweht, 
Euch, am schönen, üppgen Strand, 
Sei's geklagt, wie's mir ergeht! 
  Reicher wohl blüht Alles hier, 
Doch die Matten seh' ich nicht, 
Strahlend wie mit goldner Zier 
Traut im letzten Abendlicht! 

  Vögel! die ihr heimwärts fliegt, 
Hört, o höret meinen Gruß! 
Wenn ihr fern im Tann euch wiegt, 
Klagt's ihm, was ich leiden muß! 
  Ach! den grünen, grünen Wald 
Meiner Heimath seh' ich nicht, 
Und mein Seufzer nur verhallt 
Wehmuthsvoll im Abendlicht! 

Text Authorship:

  • by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Heimweh", appears in Liederbuch, in 4. Vaterlandslieder, no. 307

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Homesickness", copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 276-277.


Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]

8. Morgenwanderung  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Wie blitzt so hell im Morgenstrahl
Und lacht mich an das grüne Thal,
Und winkt mir durch's Gesträuch der Bach:
Heraus, heraus! und wall mir nach!
  Heraus, heraus! durch Feld und Wald!
  Der Maien ist vorbei gar bald!

Wie schmettern, horch! die Vögel all
Und rufen mir mit Sang und Schall,
Und winken in der blauen Luft
Die Blüthenzweige voller Duft:
  Heraus, heraus! durch Feld und Wald!
  Der Maien ist vorbei gar bald! 

Grüß Gott, grüß Gott! da bin ich schon
Und jauchze drein mit frischem Ton!
Nur nicht so [trutzig]1, wilder Bach!
Was gilt's, was gilt's?  ich [komm dir]2 nach!
  Ja sing dir zu vom Felsen bald,
  Daß weit es klingt durch Feld und Wald!

Text Authorship:

  • by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Morgenwanderung", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 71

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, page 63.

1 Kamm: "trotzig"
2 Kamm: "komme"

Research team for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor], Melanie Trumbull
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