Die Jahreszeiten

Song Cycle by Hermann Reutter (1900 - 1985)

Word count: 297

1. Der Frühling [sung text not yet checked]

Wenn auf Gefilden neues Entzücken keimt
Und sich die Ansicht wieder verschönt und sich
An Bergen, wo die Bäume grünen,
Hellere Lüfte, Gewölke zeigen,

O! welche Freude haben die Menschen! froh
Gehn an Gestaden Einsame, Ruh' und Lust
Und Wonne der Gesundheit blühet,
Freundliches Lachen ist auch nicht ferne.

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  • ENG English (John Glenn Paton) , "Spring", copyright © 1994, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Le printemps", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Michael Komma

2. Der Sommer [sung text checked 1 time]

Noch ist die Zeit des Jahrs zu sehn, und die Gefilde 
Des Sommers stehn in ihrem Glanz, in ihrer Milde; 
Des Feldes Grün ist prächtig ausgebreitet,
Allwo der Bach hinab mit Wellen gleitet. 
So zieht der Tag hinaus durch Berg und Tale, 
Mit seiner Unaufhaltsamkeit und seinem Strahle, 
Und Wolken ziehn in Ruh', in hohen Räumen,
Es scheint das Jahr mit Herrlichkeit zu säumen.

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  • ENG English (John Glenn Paton) , "Summer", copyright © 1994, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "L'été", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: John Glenn Paton [Guest Editor]

3. Der Herbst [sung text checked 1 time]

Die Sagen, die der Erde sich entfernen,
Vom Geiste, der gewesen ist und wiederkehret,
Sie kehren von der Menschheit sich, und vieles lernen 
Wir aus der Zeit, die eilends sich verzehret. 
 
Die Bilder der Vergangenheit sind nicht verlassen 
Von der Natur, als wie die Tag' verblassen
Im hohen Sommer, kehrt der Herbst zur Erde nieder, 
Der Geist der Schauer findet sich am Himmel wieder 
 
In kurzer Zeit hat vieles sich geendet, 
Der Landmann, der am Pfluge sich gezeiget, 
Er siehet, wie das Jahr sich frohem Ende neiget, 
In solchen Bildern ist des Menschen Tag vollendet. 
 
Der Erde Rund mit Felsen ausgezieret, 
Ist wie die Wolke nicht, die Abends sich verlieret, 
Es zeiget sich mit einem goldnen Tage, 
Und die Vollkommenheit ist ohne Klage.

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  • ENG English (John Glenn Paton) , "Autumn", copyright © 1994, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Walter A. Aue) , "Autumn", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Der Winter [sung text checked 1 time]

Wenn ungesehn und nun vorüber sind die Bilder 
Der Jahreszeit, so kommt des Winters Dauer, 
Das Feld ist leer, die Ansicht scheinet milder,  
Und Stürme wehn umher und Regenschauer. 
 
Als wie ein Ruhetag, so ist des Jahres Ende, 
Wie einer Frage Ton, daß dieser sich vollende, 
Alsdann erscheint des Frühlings neues Werden, 
So glänzet die Natur mit ihrer Pracht auf Erden.

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  • ENG English (John Glenn Paton) , "Winter", copyright © 1994, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Walter A. Aue) , "Winter", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]