Drei Lieder aus Tausend und ein Tag im Orient

Song Cycle by Louis [Ludwig] Spohr (1784 - 1859)

Word count: 0

1. Zuleikha [sung text checked 1 time]

Nicht mit [Engeln im]1 blauem Himmelszelt,
Nicht mit Rosen [auf]2 duftigem Blumenfeld,
Selbst mit [dem ewigen Sonnenlicht]3,
[Vergleiche]4 ich Zuleikha, mein Mädchen nicht!

Denn der Engel Busen ist [liebesleer]5,
Unter Rosen drohen die Dornen her,
Und die Sonne verhüllt des Nachts ihr Licht,
Sie alle gleichen Zuleikha nicht.

Nichts finden, so weit das Weltall reicht,
Die Blicke, was meiner Zuleikha gleicht!
Schön, dornlos, voll ewigem Liebes-Schein!
Kann sie mit sich selbst nur verglichen sein!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English [singable] (Constance Bache) (William Stigand, né Stigant) , "Not e'en Angels"
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)
1 Grünberger: "den Engeln, im"; further changes may exist not shown above.
2 Rubinstein: "im"
3 Bronsart, Mandyczewski: "der ewigen Sonne Licht"
4 Bronsart, Mandyczewski: "Vergleich' "
5 Bronsart, Mandyczewski, Rubinstein: "liebeleer"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Trinklied [sung text checked 1 time]

Füllt mir das Trinkhorn! 
  Reicht es herum!
Trinken macht weise, 
  Fasten macht dumm! 

Was ist das Atmen? 
  Ein Trinken von Luft --
Was ist das Riechen? 
  Ein Trinken von Duft!

Was ist ein Kuss, als 
  Ein doppelter Trank!
Trinken macht selig,
  Fasten macht krank! 

Was ist das Sehen?
  Ein Trinken des Scheins --
Klingt's auch verschieden,
  Bleibt es doch Eins!

Füllt mir das Trinkhorn! 
  Reicht es herum!
Trinken macht weise, 
  Fasten macht dumm!

Authorship

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Researcher for this text: Michael Leinert

3. Fatima beim Saitenspiel [sung text checked 1 time]

Deine Finger rühren die Saiten,
und die Saiten mein Herz,
dich gerührt zu begleiten
erdenab, himmelwärts.
Auf dringt es,
dich umschwingt es,
sich um dein Herz zu ranken,
dich preist es,
dich umkreist es
in lust-trunkenem Schwanken,
du Gedanke meines Geistes!
Geist meiner Gedanken!
Wirr, geblendet steh' ich vor dir,
deinem Glanze,
und es ist mir,
als seh' ich das Weltall, das ganze,
als ob's uns umtanze
in trunkener Weise,
rund um uns im Kreise;
ich taumle um dich her,
und das Weltall um mich her,
so Erde und Himmel,
in buntem Gewimmel,
durch den Klang deiner Kehle
umtaumeln uns Beide,
du Freude meiner Seele,
du Seele meiner Freude! 

Authorship

Researcher for this text: Michael Leinert