Ein Sommertag

Song Cycle by Johannes Pache (1857 - 1897)

Word count: 442

1. Wohlauf, es ruft der Sonnenschein [sung text not yet checked]

Wohlauf! es ruft der Sonnenschein
hinaus in Gottes Welt!
geht munter in die Welt hinein
und wandelt übers Feld!

Es bleibt der Strom nicht ruhig stehn
gar lustig rauscht er fort.
Hörst Du des Windes muntres Wehn?
Es braust von Ort zu Ort

Es reist der Mond wohl hin und her
die Sonne ab und auf,
guckt über'n Berg und geht ins Meer
nie matt in ihrem Lauf

Und Mensch, du sitzest stets daheim
und sehnst dich nach der Fern':
sei frisch und wandle durch den Hain
und sieh die Fremde gern!

Wer weiss, wo dir dein Glücke noch blüht:
so geh und such es nur!
der Abend kommt, der Morgen flieht
betrete bald die Spur!

Lass Sorgen sein und Bangigkeit
ist doch der Himmel blau!
Es wechselt Freude stets mit Leid:
dem Glück nur vertrau!

Soweit dich schliesst der Himmel ein
gerät der Liebe Frucht,
und jedes Herz wird glücklich sein
und finden, was es sucht

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2. Will ruhen unter den Bäumen hier [sung text not yet checked]

Will ruhen unter den Bäumen hier,
Die Vögelein hör' ich so gerne.
Wie singet ihr so zum Herzen mir!
Von unsrer Liebe was wisset ihr
In dieser weiten Ferne?

Will ruhen hier an des Baches Rand,
Wo duftige Blümlein sprießen.
Wer hat euch Blümlein, [hieher]1 gesandt?
Seid ihr ein herzliches Liebespfand
Aus der Ferne von meiner Süßen?

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Far away", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Au loin", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Lontano", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

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1 some editions: "hierher" (used by Brahms)

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3. Reigen [sung text not yet checked]

Es grünet die Heide,
Es laubt sich der Wald,
Ihr stolzen Maide,
Kommet ihr bald? 
Die Quellen springen,
Die Bäche sprühn,
Die Vöglein singen,
Die Blumen blühn,
Und Alles locket im Freien,
Daß Knaben und Maide sich reien.

Es stehen zwölf Linden
In einem Kranz,
Da könnt ihr mich finden,
Da spiel ich zum Tanz.
Ich habe geladen 
Den lustigen Mai,
Auf sonnigen Pfaden
Kommt er herbei.
Mit seinen fröhlichen Gaben
Will er uns letzen und laben.

Zwei Burschen führen 
Ein Mägdelein,
Zwei Jungfern küren
Sich Einen allein.
So wandelt zu Dreien
Ihr wohlgemuth,
Und Blüthen schneien
Auf Schapel und Hut
Im Baumgang von den Zweigen
Bis hin zu des Waldes Schweigen.

Da wartet am Saume 
Der Spielmann schon 
Und lehnet am Baume 
Und stimmet den Ton.
Nun singet und springet,
Vortänzer voran! 
Ihr Mädchen umschlinget
Den liebsten Mann,
Nur rath' ich euch in Güte,
Daß Jed' ihr Kränzlein hüte!

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4. Die Abendglocken läuten [sung text not yet checked]

Die [Abendglocken]1 läuten
Den müden Tag zur Ruh';
Die Blumen auf den Haiden
Thun schläfrig die Augen zu. 

Die Vöglein in den Bäumen, 
Sie schweigen alle still,
Ein jedes heimlich träumen
Vom goldnen Morgen will. 

Die Schiffe ruhn in Hafen,
Keine Welle regt sich mehr.
So geh' auch du nun schlafen
Und bange nicht so sehr!

Und laß den Vater sorgen,
Der über den Sternen wacht:
Er segnet mit Freuden den Morgen,
Er segnet mit Frieden der Nacht!

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Confirmed with Gottes-Blumen aus dem deutschen Dichtergarten: Ein Festgabe religiöser Lieder und Betrachtungen, zweite vermehrte Auflage, erster Band, ed. by A. Hungari, Frankfurt am Main: J. D. Sauerländer's Verlag, 1856, pages 100 - 101.

1 Hengesbach: "Abendglöckchen"; further changes may exist not shown above.

Researcher for this text: Melanie Trumbull