Sechs deutsche Lieder, zwey davon mit Variazionen am Forte Piano zu singen von Vincent Righini, Königl. Preussischen Capellmeister

Song Cycle by Vincenzo Righini (1756 - 1812)

1. Ich denke dein [sung text not yet checked]

Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer
[Vom Meere]1 strahlt;
Ich denke dein, wenn [sich]2 des Mondes [Flimmer]3
In Quellen mahlt.

Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
Der Staub sich hebt;
In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen [Stege]4
Der Wandrer bebt.5

Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen
Die Welle steigt.
Im [stillen]6 [Haine]7 geh' ich oft [zu]8 lauschen,
Wenn alles schweigt.

Ich bin bei dir, du seyst auch noch so ferne,
Du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, [bald]9 leuchten mir die Sterne.
O wärst du da!

Authorship:

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Nabijheid van de beminde", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , no title, copyright ©
  • ENG English [singable] (Shula Keller) , "Nearness to the Beloved", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Edgar Alfred Bowring) , appears in The Poems of Goethe, first published 1853
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Proximité du bien-aimé", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • IRI Irish (Gaelic) [singable] (Gabriel Rosenstock) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Presenza della persona amata", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • POR Portuguese (Português) (Margarida Moreno) , "Penso em ti", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Erster Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cottaschen Buchhandlung, 1827, page 65, and with Musen-Almanach für das Jahr 1796, herausgegeben von Schiller. Neustrelitz, bei dem Hofbuchhändler Michaelis, page 5.

1 Beethoven: "Von Meeren"
2 Wilhelmj: "dich" (typo?)
3 Schubert (Neue Gesamtausgabe): "Schimmer"
4 Schubert: "Wege"
5 Backer-Grøndahl inserts "Ich sehe dich."
6 Lang: "dunklen"
7 Schubert: "Hain, da"
8 Lang: "um zu"
9 Schubert (Neue Gesamtausgabe): "es"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor] , Peter Rastl [Guest Editor] , Johann Winkler

2. Schön Suschen war ein Bürgerskind [sung text checked 1 time]

Schön Suschen war ein Bürgers Kind, 
Kaum sechzehn Sommer alt, 
Voll Unschuld, wie die Engel sind, 
Ein Engel an Gestalt. 
Auch liebte sie mancher 
Im stillen schon, 
Vor allen ein Junker 
So reizend wie Adon. 
Er hatte oft bei Mondenschein 
Ein Ständchen ihr gebracht: 
Dich lieb' ich, Mädchen, dich allein; 
Schön Suschen!  Gute Nacht!  

Schön Suschen dacht im eitlen Sinn: 
Bald bin ich Gnäd'ge Frau, 
Sie stellte oft am Fenster hin, 
Dem Junker sich zum Schau; 
Dann schlichen sich Briefchen 
Aus Hand in Hand, 
Dann setzen die Briefchen 
Schön Suschens Herz in Brand. 
Um Mitternacht bei Mondenschein 
War Suschen schlecht bewacht, 
Man stellte sich am Fenster ein: 
Schön Suschen!  Gute Nacht!  

Der Junker sprach ihr täglich viel 
Von seiner Liebe vor, 
Sie hatte da das ihr gefiel, 
Dafür ein off'nes Ohr, 
Sie schmiegte so traulich 
Sich an ihn an, 
Und nannte den Junker 
Schon zärtlich ihren Mann. 
Doch dies war nicht des Junkers Sinn, 
Er nützt der Liebe Macht; 
Er nimmt des Mädchens Ruhe hin 
Und sagt ihr:  Gute Nacht!  

Verlassen sieht nun auf einmal 
Schön Suschen sich und weint, 
Weg ist Geliebter und Gemahl, 
Da sie's so ernstlich meint. 
Nichts bleibt nun der Armen 
Als Spott und Hohn, 
Der schöne Adonis 
Er ist ihr nun entfloh'n. 
Ihr Mädchen, denkt bei Mondenschein 
Was Suschen nicht bedacht!  
Dringt Liebe schon durchs Fenster ein, 
Dann, Treue, gute Nacht! 

Authorship:

Researcher for this text: Melanie Trumbull

3. Betrogen und verlassen 

Betrogen und verlassen
 . . . . . . . . . .

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Authorship:

  • by Anonymous / Unidentified Author

4. Das Grab ist tief und stille [sung text not yet checked]

Das Grab ist tief und stille,
Und schauderhaft sein Rand.
Es deckt mit schwarzer Hülle
Ein unbekanntes Land.

Das Lied der Nachtigallen
Tönt nicht in seinem Schooß.
Der [Freundschaft]1 Rosen fallen
Nur auf des Hügels Moos.

Verlaßne Bräute ringen
Umsonst die Hände wund;
Der [Waise]2 Klagen dringen
Nicht in der Tiefe Grund.

Doch sonst an keinem Orte
Wohnt die ersehnte Ruh;
Nur durch die [dunkle]3 Pforte
Geht [man]4 der Heimat zu. 

Das arme Herz, hienieden
Von manchem Sturm bewegt,
Erlangt den wahren Frieden
Nur [wo]5 es nicht mehr schlägt.

Authorship:

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

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Confirmed with Gedichte von J. G. von Salis. Gesammelt durch seinen Freund Friedrich Matthisson. Zürich, bey Orell, Gessner, Füssli und Compagnie. 1793, pages 35-36; and with Gedichte von J. G. von Salis. Neueste Auflage. Wien 1815. Bey B. Ph. Bauer, pages 36-37.

First published in a different version in Göttinger Musenalmanach 1788, see below.

1 Reichardt: "Liebe"
2 Schubert (D.643A), Randhartinger: "Waisen"
3 Westenholz: "enge"
4 Reichardt: "wir"
5 Westenholz: "wenn"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Peter Rastl [Guest Editor]

5. Liebe schwärmt auf allen Wegen [sung text not yet checked]

Liebe schwärmt auf allen Wegen;
Treue wohnt für sich allein.
Liebe kommt euch rasch entgegen;
Aufgesucht will Treue seyn.

Authorship:

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Liefde zwerft op alle wegen", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (T. P. (Peter) Perrin) , "Passion throngs all lanes and byways", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Shula Keller) , "Love roams wild", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "L'amour voltige sur tous les chemins", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • GRE Greek (Ελληνικά) [singable] (Christakis Poumbouris) , "Η αγάπη", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "L'amore se ne va dappertutto", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Lewis Grenville) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe lezter Hand, Zehnter Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cotta'schen Buchhandlung, 1827, page 217.


Research team for this text: Richard Morris , Peter Rastl [Guest Editor]

6. Gesang verschönt das Leben [sung text checked 1 time]

Gesang verschönt das Leben, 
Denn Freude liebt Gesang. 
Er weiht den Saft der Reben
Zum reinen Göttertrank,
Er wiegt in bangen Herzen,
Den Geist des Grams zur Ruh;
Er singt in muntern Scherzen
Uns heit're Weisheit zu.  

Uns lehrt den Reiz der Lieder
Die Sprache der Natur.
Kaum kehrt der Frühling wieder,
So füllt Gesang die Flur,
Dann schluchzet Philomele
Ihr Lied am Wiesenbach,
Und jedes Hörers Seele
Hallt ihre Klagen nach. 

Der Zauber süßer Töne
Veredelt das Gefühl;
Den zarten Sinn fürs Schöne
Weckt Lied und Saitenspiel,
Ihr Ton weckt mild're Triebe
Für fremdes Mißgeschick,
Gesang nährt Menschenliebe
Und fördert Menschenglück. 

Hier in der Freundschaft Kreise,
Der Tugend zugesellt,
Hier ist Gesang, für Weise
Ein Ruf aus bess'rer Welt.
Hier, wo er manche Bürde
Der Menschheit leichter macht;
Ja, hier sei seiner Würde
Dies Festlied dargebracht.

Authorship:

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Confirmed with Liederbuch der Freunde des Gesanges in Reval, zweyte sehr vermehrte Auflage, Reval: gedrückt bey Lindfors Erben, 1834. pages 93 - 94.


Researcher for this text: Melanie Trumbull
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