Drei Gedichte von H. C. Andersen

Song Cycle by Niels Wilhelm Gade (1817 - 1890)

Word count: 339

1. Mein Vögelchen [sung text not yet checked]

Mein Vögelchen, was fliegst in Hast 
durch Büsche du im Haine?
denkst du an mich so ohne Rast?
Mein Herz es will zerspringen fast!
O Gott, wie bin ich alleine!

Du sagtest mir, du meinst es gut,
wie Keiner mit mir meine;
doch wenn mein Kummer weh dir thut,
sing doch in meine Seele Muth
dann säß' ich nicht so alleine!

Mein Vögelchen, erhebst du dich 
nicht aus dem Busch im Haine?
still wandle meine Pfade ich -
Ach, so wie ich liebt Niemand dich!
O Gott, wie bin ich alleine.

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2. Märzveilchen [sung text checked 1 time]

Der Himmel wölbt sich [rein]1 und blau,
Der Reif stellt Blumen [aus]2 zur Schau.

Am Fenster [prangt ein flimmernder Flor]3.
Ein Jüngling [steht, ihn betrachtend, davor]4.

Und hinter den Blumen [blühet]5 noch gar
Ein blaues, ein lächelndes Augenpaar.

Märzveilchen, [wie jener noch keine gesehn!
Der Reif wird angehaucht zergehn]6.

Eisblumen fangen zu schmelzen an,
[Und]7 Gott sei gnädig dem jungen Mann!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Maartse viooltjes", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "March violets", copyright ©

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1 Gade: "so rein"
2 Gade: "von Eis"
3 Gade: "pranget der Winterflor"
4 Gade: "steht und sinnt davor"
5 Gade: "blüht"
6 Gade: "wie sie da blühend stehn,/ so hat man Veilchen noch nie gesehn."
7 omitted by Gade.

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3. Die Schneekönigin [sung text checked 1 time]

Hell schimmert der Schnee auf der weiten Flur,
ein einsames Licht blinkt im Hüttchen nur,
dort harrt das Mädchen beim Lampenschein
des Geliebten sein.

Still ist's in der Mühle, das Treibrad steht,
Nun glättet der Knappe sein Haar und geht;
drauf hüpfet er lustig hin, eins, zwei, drei,
an dem Teich vorbei.

Froh singet er laut in den scharfen Wind,
von dem ihm die Wangen geröthet sind,
Schneekönigin fährt über Wald und Au
auf den Wolken grau.

Wie schön bist du doch bei Schneelichtes Schein,
ich wähle dich zum Herzlichsten mein.
Komm, folg mir auf schwimmenden Wolken von Schnee
über Berg und See!

Die Schneeflocken fallen so groß und dicht:
Mein Blumennetz fängt dich; o flieh mich nicht!
Mein Brautbette harret so schimmernd und fein,
komm, o Trauter, komm! komm und schlummre bei mir ein!

Nicht mehr blinkt im Hüttchen des Lichtes Schein,
weiß wirbeln die Flocken in Wirbelreihn.
Ein Sternlein hell schießt aus den Wolken heraus.
Jetzt löschen sie's aus.

Hell scheinet die Sonne auf Feld und Wald,
erschlummert im Brautbett so eisig kalt,
dem Mädchen wird bange, zur Mühle sie geht,
das Treibrad es steht!

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