by Friedrich von Schlegel (1772 - 1829)
Im Walde
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Language: German (Deutsch)
Windes Rauschen, Gottes Flügel, Tief in kühler Waldesnacht; Wie der Held in Rosses Bügel, Schwingt sich des Gedankens Macht. Wie die alten Tannen sausen, Hört man Geistes Wogen brausen. Herrlich ist der Flamme Leuchten In des Morgenglanzes Roth, Oder die das Feld befeuchten, Blitze, schwanger oft von Tod. Rasch die Flamme zuckt und lodert, Wie zu Gott hinaufgefodert. Ewig's Rauschen sanfter Quellen Zaubert Blumen aus dem Schmerz, Trauer doch in linden Wellen Schlägt uns lockend an das Herz; Fernab hin der Geist gezogen, Die uns locken, durch die Wogen. Drang des Lebens aus der Hülle, Kampf der starken Triebe wild, Wird zur schönsten Liebesfülle, Durch des Geistes Hauch gestillt. Schöpferischer Lüfte Wehen Fühlt man durch die Seele gehen. Windes Rauschen, Gottes Flügel, Tief in dunkler Waldesnacht, Frei gegeben alle Zügel Schwingt sich des Gedankens Macht, Hört in Lüften ohne Grausen Den Gesang der Geister brausen.
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Confirmed with Dichter-Garten. Erster Gang. Violen. Herausgegeben von Rostorf. Würzburg, bei Joseph Stahel, 1807, pages 3-4; and with Friedrich Schlegels sämmtliche Werke. Erster Band. Gedichte. Berlin, bei Julius Eduard Hitzig, 1809, pages 292-293.
Note: There is a posthumous version of an alternative text, an adaption by Ludwig Stark.
Note for Schubert's song, stanza 5, line 2, word 3: in the final repetition, the word "kühler" reverts to the original "dunkler"
Text Authorship:
- by Friedrich von Schlegel (1772 - 1829), "Im Walde", first published 1807 [author's text checked 2 times against a primary source]
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This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
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