by Eduard Mörike (1804 - 1875)

Wer sich die Musik erkiest
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG
Wer sich die Musik erkiest,
Hat ein himmlisch Gut bekommen,
Denn ihr erster Ursprung ist
Von dem Himmel selbst genommen,
weil die Engel insgemein
Selbsten Musikanten sein.

Wenn einst in der letzten Zeit
Alle Ding' wie Rauch [verwehen]1,
Bleibet in der Ewigkeit 
Doch die Musik noch bestehen,
Weil die Engel insgemein
Selbsten Musikanten sein.

Weil ihr erster Ursprung ist
Von dem Himmel selbst genommen;
Wer die Musik sich erkiest,
Hat ein himmlisch Gut bekommen.

Wer die Musik hier nicht acht',
Hat sein besten Trost verloren,
Denn ihr himmlisch Klingen macht 
Unsre Herzen neu geboren.

Da Gott in der ersten Zeit
Sein Geschöpf zum Leben weckte
Und dem schwachen Menschenkind
Seine Hand entgegenstreckte,
Sangen alle Seraphim,
Klang Gesang der Cherubim;

Denn ihr himmlisch Singen macht
Unsre Herzen neu geboren;
Wer die Musik hier nicht acht',
Hat sein besten Trost verloren.

H. Distler sets stanzas 1-2

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1 Distler: "vergehen"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

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  • ENG English (Emily Ezust) , "He who chooses music", copyright ©


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

Text added to the website between May 1995 and September 2003.
Last modified: 2014-06-16 10:01:42
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