by Otto Roquette (1824 - 1896)

Nun ist mein' beste Zeit vorbei
Language: German (Deutsch) 
[Nun ist mein' beste Zeit vorbei]1,
Nun ist mir Alles einerlei
Wohin ich wandern soll.
Verlassen muß ich meine Lust,
Mein ganzes Herz ist in der Brust
Von Thränen, von Thränen voll!

Durch die alten Gassen hab ich zuletzt
Heut Nacht meinen Wanderstab gesetzt,
Mit manchem Gesellen gut.
Sie drückten mir alle die Bruderhand:
Und denk' an uns im fremden Land,
Halt' uns in treuer Hut!

Noch Einmal von der Neckarbrück'
Schau ich in's weite Thal zurück,
Die Wasser rauschten daher,
Sie rauschten stets, ich merkt' es kaum,
Sie rauschen und singen mir alten Traum,
Und machen das Herz mir schwer.

Ich sah nach jedem Giebeldach,
Mir war's, als riefen sie mir nach:
Fahr wohl, Gesell, fahr wohl!
Und mit dem Abschied war's vorbei,
Nun ist mir Alles einerlei
Wohin ich wandern soll!

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1 This poem seems to have several versions. Another version looks exactly the same except the first line is "Nun ist die beste Zeit vorbei" (used by W. Berger and Jensen); another has the first line "Ach Gott, nun ist mein Zeit vorbei" (used by Kücken, Stöbel), although that version has not yet been found to confirm changes. Further changes to each setting may also exist, not noted above.

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

This text was added to the website: 2010-03-04
Line count: 24
Word count: 133