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Zwölf Lieder von Goethe, Fouqué, Hebel, Tieck und Uhland für eine, zwei und drei Singstimmen mit Begleitung des Pianoforte

Word count: 1307

Song Cycle by Wilhelmine Schwertzell

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1. Lied der Vöglein [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Von Zweig zu Zweige hüpfen,
Durch Wies' und Busch zu schlüpfen,
Zu ruhn in weichen Grases Schooß:
Das ist das Loos 
Der kleinen bunten Sänger,
Je länger 
Je lieber süßes Loos! 

Schwebt nieder, laue Lüfte! 
O kommt, ihr Wiesendüfte! 
Ihr Schmetterlinge tummelt euch
Von Zweig zu Zweig,
Mit unsrer Schaar zu spielen 
Im kühlen, 
Im säuselnden Gesträuch! 

Im grünen Dämmerscheine,
Im Labyrinth der Haine
Erbau'n wir uns ein blühend Dach;
Der klare Bach
Uns zuzuhorchen, zaudert 
Und plaudert
Dann unsre Lieder nach.

Und wenn der Tag geschieden,
Dann eilen wir zufrieden 
Zurück zu unsrer Mutter Schooß.
Das ist das Loos 
Der kleinen bunten Sänger,
Je länger
Je lieber süßes Loos!


Submitted by Emily Ezust

2. Jägerlied [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Der Jäger:
 Es lohnet mich heute
 Mit doppelter Beute
 Ein gutes Geschick.
 Der redliche Diener
 Bringt Hasen und Hühner
 Beladen zurück.
 Hier find ich gefangen
 Auch Vögel noch hangen.
 Es lebe der Jäger,
 Es lebe sein Glück!


Submitted by Emily Ezust

3. Geistliches Abendlied

Language: German (Deutsch)

Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

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Mein Vater, ich will schlafen gehn
 . . . . . . . . . .

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4. Abschied [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG FRE

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Emily Ezust) , "Departure", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Adieux", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission


Was [klinget und singet]1 die Strass' herauf?
Ihr Jungfern, machet die Fenster auf!
Es ziehet der Bursch in die Weite,
Sie geben ihm das Geleite.

Wohl jauchzen die andern und schwingen die Hüt',
Viel Bänder darauf und viel edle Blüt',
Doch dem Burschen gefällt nicht die Sitte,
Geht still und bleich in der Mitte.

Wohl klingen die Kannen, wohl funkelt der Wein;
"Trink' aus und trink' wieder, lieb Bruder mein!"
"Mit dem Abschiedsweine nur fliehet,
Der da innen mir brennet und glühet!"

Und draussen am allerletzten Haus,
Da gucket ein Mägdlein zum Fenster heraus,
Sie möcht' ihre Tränen verdecken
Mit Gelbveiglein und Rosenstöcken.

Und draussen am allerletzten Haus,
Da schlägt der Bursche die Augen auf
Und schlägt sie nieder mit Schmerze
Und leget die Hand aufs Herze.

"Herr Bruder, und hast du noch keinen Strauß,
Dort winken und wanken viel Blumen heraus.
Wohlauf, du Schönste von allen,
Laß ein Sträusslein herunterfallen!"

"Ihr Brüder, was sollte das Sträusslein mir?
Ich hab' ja kein liebes Liebchen wie ihr;
An der Sonne würd' es vergehen,
Der Wind, der würd' es verwehen."
 
Und weiter, ja weiter mit Sang und mit Klang,
Und das Mägdlein lauschet und horchet noch lang':
"0 weh'! er ziehet, der Knabe,
Den ich stille geliebet habe.  

Da steh' ich, ach, mit der Liebe mein,
Mit Rosen und mit Gelbveigelein;
Dem ich alles gäbe so gerne,
Der ist nun in der Ferne."


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1 Schwertzell: "singet und klinget"; further changes may exist not noted above.

Submitted by Jakob Kellner

5. Wächteruf [ sung text not verified ]

Language: Alemannic (Swabian)

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    [Loset]1, was i euch will sage!
D'Glocke het Zehni gschlage.
Jez betet, und jez göhnt ins Bett,
und wer e rüeihig Gwisse het,
schlof sanft und wohl! Im Himmel wacht
e heiter Aug die ganzi Nacht.

    Loset, was i euch will sage!
D'Glocke het ßlfi gschlage.
Und wer no an der Arbet schwitzt,
und wer no bi de Charte sitzt,
dem bieti jez zum leztemol, --
's isch hochi Zit -- und schlofet wohl!

    Loset, was i euch will sage!
D'Glocke het Zwölfi gschlage.
Und wo no in der Mitternacht
e Gmüet in Schmerz und Chummer wacht,
se geb der Gott e rüeihigi Stund,
und mach di wieder froh und gsund!

    Loset, was i euch will sage!
D'Glocke het Eis gschlage.
Und wo mit Satans Gheiß und Not,
e Dieb uf dunkle Pfade goht,
-- i will's nit hoffen, aber gschieht's --
gang heim! Der himmlisch Richter sieht's.

    Loset, was i euch will sage!
D'Glocke het Zwei gschlage.
Und wem scho wieder, eb's no tagt,
die schweri Sorg am Herze nagt,
du arme Tropf, di Schlof isch hi!
Gott sorgt! Es wär nit nötig gsi.

    Loset, was i euch will sage!
D'Glocke het Drü gschlage.
Die Morgestund am Himmel schwebt,
und wer im Friede der Tag erlebt,
dank Gott, und faß e frohe Muet,
und gang ans Gschäft, und -- halt di guet!


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1 Schwertzell: "Hört"; further changes may exist not noted above.

Submitted by Harry Joelson

6. Aus (Die) Fischerin

Language: German (Deutsch)

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Wer soll die Braut sein
 . . . . . . . . . .

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7. Herbstlied [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Feldeinwärts flog ein Vögelein
Und sang im muntern Sonnenschein
Mit süßem, wunderbaren Ton:
Ade, ich fliege nun davon,
      Weit! Weit!
  [Reis']1 ich noch heut!

Ich horchte auf den Feldgesang,
Mir ward so wohl und doch so bang,
Mit frohem Schmerz, mit trüber Lust
Stieg wechselnd bald und sang die Brust,
      Herz! Herz!
  Brichst du vor Wonn' oder Schmerz?

Doch als ich die Blätter fallen sah,
Da dacht ich: Ach, der Herbst ist [da]2!
Der Sommergast, die Schwalbe zieht
Vielleicht so Lieb' und Sehnsucht flieht,
      Weit! weit!
  Rasch mit der Zeit!

Doch rückwärts kam der Sonnenschein,
Dicht hinter drauf das Vögelein,
Es sah mit tränend Angesicht
Und sang: die Liebe wintert nicht,
      Nein! Nein.
  Ist und bleibt Frühlingsschein!


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1 Draeseke: "Flieg"
2 Draeseke: "nah"

Submitted by Ferdinando Albeggiani and Sharon Krebs

8. Einkehr [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG FRE

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Stopping at an inn", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Halte", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission


Bei einem Wirte, wundermild,
Da war ich [jüngst zu Gaste]1,
Ein gold'ner Apfel war sein Schild
An einem [langen]2 Aste.

Es war der gute Apfelbaum,
Bei dem ich eingekehret,
Mit [süsser]3 Kost und frischem Schaum
Hat er mich wohl genähret.

Es kamen in sein grünes Haus
Viel leichtbeschwingte Gäste;
Sie sprangen frei und hielten Schmaus
Und sangen auf das Beste.

Ich fand ein Bett zu süsser Ruh
Auf weichen grünen Matten;
Der Wirt, er deckte selbst mir zu
Mit seinem [kühlen]2 Schatten.

Nun fragt' ich nach der Schuldigkeit,
Da schüttelt' er den Wipfel.
Gesegnet sei er allezeit
Von der Wurzel bis zum Gipfel.


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1 Burgmüller: "einst zu Gast"
2 R. Strauss, 1871: "grünen" [corrected by his father on the manuscript]
3 R. Strauss, 1871: "frischer" [corrected by his father on the manuscript]

Submitted by Peter Donderwinkel

9. Aus Genoveva [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

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Dicht von Felsen eingeschlossen
Wo die stillen Bächlein gehn, 
Wo die dunkeln Weiden sprossen --
Wünsch ich bald mein Grab zu sehn.
[Dort im kühlen abgelegnen Thal]1
Such ich Ruh für meines Herzens Quaal.

Hat sie dich ja doch verstossen
Und sie war so süß [und]2 schön,
Tausend Tränen sind geflossen
Und sie durfte [dich]3 verschmähn.
Suche Ruh für [deines]4 Herzens Quaal
Hier ein Grab im einsam grünen Thal.

Hoffend und ich [ward]5 verstossen
Bitten zeugten nur Verschmähn.
Dicht von Felsen eingeschlossen,
Wo die stillen Bächlein gehn,
Hier im stillen einsam grünen Thal
[Such zum Troste dir ein Grab zumal]6.


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1 Harder: "Hier im kühlen abgelegnen Thal"; L. Reichardt: "Hier im stillen einsam grünen Thal"
2 L. Reichardt: "so"
3 Harder: "mich"
4 Harder: "meines"
5 Harder: "werd"
6 Harder: "Such ich Ruh für meines Herzens Quaal"

Submitted by Emily Ezust

10. Trost [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Bertram Kottmann) , "Words of consolation", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission


Wenn alles eben käme, wie du gewollt es hast,
und Gott dir gar nichts nähme und gäb dir keine Last,
wie wär's da um dein Sterben, du Menschenkind bestellt?
Du müsstest fast verderben, so lieb wär dir die Welt!

Nun fällt, eins nach dem andern, manch süßes Band dir ab,
und heiter kannst du wandern gen Himmel durch das Grab,
dein Zagen ist gebrochen, und deine Seele hofft;
dies ward schon oft gesprochen, doch spricht man's nie zu oft.


Submitted by Emily Ezust

11. Bundeslied [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): CAT DUT ENG FRE

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Cançó de germanor", copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Lied van verbondenheid", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Comrade's Song", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Chant d'union", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission


In allen guten Stunden,
Erhöht von Lieb' und Wein,
Soll dieses Lied verbunden
Von uns gesungen seyn!
[Uns hält der Gott zusammen,
Der uns hierher gebracht.
Erneuert unsre Flammen,
Er hat sie angefacht.]1

So glühet fröhlich heute,
Seid recht von Herzen eins!
Auf, trinkt erneuter Freude
Dieß Glas des echten Weins!
Auf, in der holden Stunde
Stoßt an, und küsset treu,
Bei jedem neuen Bunde,
Die alten wieder neu!

Wer lebt in unserm Kreise,
Und lebt nicht selig drin?
Genießt die freie Weise
Und treuen Brudersinn!
So bleibt durch alle Zeiten
Herz Herzen zugekehrt;
Von keinen Kleinigkeiten
Wird unser Bund gestört. 

Uns hat ein Gott gesegnet
Mit freiem Lebensblick,
Und alles, was begegnet,
Erneuert unser Glück. 
Durch Grillen nicht gedränget,
Verknickt sich keine Lust;
Durch Zieren nicht geenget,
Schlägt freier unsre Brust.

Mit jedem Schritt wird weiter
Die rasche Lebensbahn,
Und heiter, immer heiter
Steigt unser Blick hinan.
Uns wird es nimmer bange,
Wenn alles steigt und fällt,
Und bleiben lange, lange!
Auf ewig so gesellt.


View original text (without footnotes)

Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Erster Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cottaschen Buchhandlung, 1827, pages 130-131.

Note: this is a later version of Bundeslied.

1 omitted by Nägeli.

Submitted by Emily Ezust and Melanie Trumbull and Peter Rastl

12. An den Mond [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): CAT DUT ENG FRE ITA

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Authorship


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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Aan de maan", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "You fill bush and valley again", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Alla luna", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission


Füllest wieder Busch und Thal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz;

Breitest über mein Gefild
Lindernd deinen Blick,
Wie des Freundes Auge mild
Ueber mein Geschick.

Jeden Nachklang fühlt mein Herz
Froh- und trüber Zeit,
Wandle zwischen Freud' und Schmerz
In der Einsamkeit.

Fließe, fließe, lieber Fluß!
Nimmer werd' ich froh,
So verrauschte Scherz und Kuß,
Und die Treue so.

Ich besaß es doch einmal,
Was so köstlich ist!
Daß man doch zu seiner Qual
Nimmer es vergißt!

Rausche, Fluß, das Thal entlang,
Ohne Rast und Ruh,
Rausche, flüstre meinem Sang
Melodien zu,

Wenn du in der Winternacht
Wüthend überschwillst,
Oder um die Frühlingspracht
Junger Knospen quillst.

Selig, wer sich vor der Welt
Ohne Haß verschließt,
Einen Freund am Busen hält
Und mit dem genießt,

Was, von Menschen nicht gewußt
Oder nicht bedacht,
Durch das Labyrinth der Brust
Wandelt in der Nacht.


Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Erster Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cotta'schen Buchhandlung, 1827, pages 111-112; and with Goethe's Schriften, Achter Band, Leipzig, bey Georg Joachim Göschen, 1789, pages 153-154.

Note: The initial version of this poem, sent to Charlotte von Stein in March 1778, has not been published by Goethe (see below).


Submitted by Richard Morris and Peter Rastl

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     - Emily Ezust

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