Erungen-Ersungen. Cyklus von Liedern und Gesängen für 1 Singstimme mit Pianofortebegleitung

Song Cycle by Fritz Steinbach (1855 - 1916)

Word count: 530

1. Aus der Ferne [sung text not yet checked]

Aus der Ferne, holdes Liebchen
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

2. Die Abschiedsthräne [sung text not yet checked]

Es lag im Thal der Sonnenschein
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

3. Glockenblumen, was läutet ihr [sung text not yet checked]

Glockenblumen, was läutet ihr?
Wer ist im Walde gestorben?
Oder wißt ihr, daß heimlich hier
Liebe um Liebe geworben?

Wißt ihr's, wohin auf dem einsamen [Gang]1
Schritt und Gedanken mir streben?
[Glocken]2, ich höre nicht euren Klang,
Seh' euch nur schwingen und schweben.

Lauschenden Blättern denn läutet es aus,
Klinget wie Harfen und Psalmen,
Meldet's im Grünen von Haus zu Haus
Bäumen und Büschen und Halmen.

Liebe macht selig wie nichts in der Welt,
Lachen [könnt']3 ich und weinen,
Glücklichste ich unterm Himmelszelt,
Blumen, -- ich liebe Einen!

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Der wilde Jäger. Eine Waidmannsmär von Julius Wolff, Berlin: G. Grote’sche Verlagsbuchhandlung, 1889, page 67.

1 Greger: "Pfad"
2 Greger: "Blumen"
3 Greger: "möcht'"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

4. Ich und du [sung text not yet checked]

Wir träumten voneinander
Und sind davon erwacht,
Wir leben, um uns zu lieben,
Und sinken zurück in die Nacht.

Du tratst aus meinem Traume,
Aus deinem trat ich hervor.
Wir sterben, wenn sich eines
Im andern ganz verlor.

Auf einer Lilie zittern
Zwei Tropfen, rein und rund,
Zerfließen in eins und rollen
Hinab in des Kelches Grund.

Authorship

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  • ENG English (Emily Ezust) , "I and you", copyright ©
  • ENG English (Leon Malinofsky) , "You and I", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Gary Bachlund) , "I and You", written 2011, copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Toi et moi", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Jakob Kellner

5. Rosenzeit [sung text not yet checked]

Am Rain und in den Hecken blüht's
roth und weiss zu Hauf
und Vogellieder wecken stets 
neue Knospen auf.
All'üb'rall blüht's:'sist Rosenzeit!
Mit süssen Düften weit und breit
mischt sich der Nachtigall Getön.
Die Welt ist doch wunderschön!

Den Klang von Hochzeitsglocken 
verweht zu uns der Wind.
Du mit den gold'nen Locken,
hörst du's geliebtes Kind?
Dort blüht ein Glück: 'sist Rosenzeit!
Mit süssen Düften weit und breit
mischt sich der Nachtigall Getön.
Die Welt ist doch wunderschön!

Mahnt dich der Glocken Schallen,
dass wir noch fern vom Ziel?
Dem Glück entgegen wallen 
ist auch schon Wonne viel!
All'üb'rall blüht's:'sist Rosenzeit!
Mit süssen Düften weit und breit
mischt sich der Nachtigall Getön.
Die Welt ist doch wunderschön!

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  • ENG English [singable] (Anonymous/Unidentified Artist) , "Spring's awakening"

Researcher for this text: Andrew Schneider [Guest Editor]

6. Spielmanns Lied [sung text not yet checked]

Und legt ihr zwischen [mich]1 und sie
Auch Strom und Thal und Hügel,
Gestrenge Herrn, ihr trennt uns nie,
Das Lied, das Lied hat Flügel.
Ich bin ein Spielmann wohlbekannt,
Ich mache mich auf die Reise,
Und sing' hinfort durchs ganze Land
Nur noch die eine Weise:
    Ich habe dich lieb, du Süße,
    Du meine Lust und Qual,
    Ich habe dich lieb und grüße
    Dich tausend, tausendmal!

Und wandr' ich durch den laubgen Wald,
Wo Fink und Amsel schweifen:
Mein Lied erlauscht das Völkchen bald,
Und hebt es an zu pfeifen.
Und auf der Heide hört's der Wind,
Der spannt die Flügel heiter,
Und trägt es über den Strom geschwind,
Und über den Berg, und weiter:
    Ich habe dich lieb, du Süße,
    Du meine Lust und Qual,
    Ich habe dich lieb und grüße
    Dich tausend, tausendmal!

Durch Stadt und Dorf, durch Wies' und Korn
Spiel' ich's auf meinen Zügen,
Da singen's bald zu Nacht am Born
Die Mägde mit den Krügen,
Der Jäger summt es vor sich her,
Spürt er im Buchenhage;
Der Fischer wirft sein Netz ins Meer
Und singt's zum Ruderschlage:
    Ich habe dich lieb, du Süße,
    Du meine Lust und Qual,
    Ich habe dich lieb und grüße
    Dich tausend, tausendmal!

Und frischer Wind und Waldvöglein,
Und Fischer, Mägd' und Jäger,
Die müssen alle Boten sein
Und meiner Liebe Träger.
So kommt's im Ernst, so kommt's im Scherz
Zu deinem Ohr am Ende;
Und wenn du's hörst, da pocht dein Herz,
Du spürst es, wer es sende:
    Ich habe dich lieb, du Süße,
    Du meine Lust und Qual,
    Ich habe dich lieb und grüße
    Dich tausend, tausendmal!

Authorship

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Gedichte von Emanuel Geibel, Neununddreißigste Auflage, Berlin: Verlag von Alexander Duncker, 1855, pages 33-34.

Note: the refrain of this poem is quoted by Hermann Grieben in his poem Fliederlied.

1 Nicolai: "mir"; further changes may exist not shown above.

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]