Lieder-Album

by Heinrich Esser (1818 - 1872)

Word count: 647

1. Wie ist die Erde so schön [sung text not yet checked]

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Authorship

2. Liebessegen [sung text not yet checked]

Horch, mit leisen Flügelschlagen
Flüsternd naht die Musen sich: 
Liebe, ja, das ist dein Segen,
Deine Schwingen fächeln mich!
Aus des Lebens niedern Kreisen,
Wo das Herz sich selbst verlor,
In melodisch süßen Weisen
Tragen sie mich sanft empor.

Flattert, flattert, liebe Lieder,
Meiner Küsse goldne Saat!
Fallt wie Blütenschnee hernieder
Auf der heißgeliebten Pfad!
Rasch, mit zärtlichem Erglühen,
Zieht sie euch ans Herz herauf;
Aus des Liebes Knospe blühen
Sel'ge Wirklichkeiten auf!

Authorship

Confirmed with Aus der Heimat: Neue Gedichte von Robert Prutz, Leipzig: F. A. Brockhaus, 1858. Appears in Zweite Liebe, page 137.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

3. Im Walde [sung text not yet checked]

Welch wunderbare Pracht
In grüner Waldesnacht,  
Hörst du von allen Zweigen
Sie musiziren
Und jubeliren. 

Des Jägers Horn schallt drein
Im kühlen Buchenhain,
So rauscht es durch das Dickicht
Die Thierlein da sich regen,
Die in der Ruh gelegen. 

Der Abendglocken Klang
Tönt her zum Waldgesang
Vom weit entleg'nen Dorfe,
Dann neigt sich bald die Sonne,
Mir ihr des Tages Wonne.  

Welch wunderbare Pracht
Hörst du in Waldesnacht, 
Dann noch von allen Zweigen 
Sie musiziren
Und jubeliren.

Authorship

Confirmed with Dichtungen von Franz G. Pocci, Schaffhausen: Verlag der Hurter'schen Buchhandlung, 1843. Appears in Waldlieder, pages 203 - 204.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

4. Sängers Trost [sung text not yet checked]

Weint auch einst [kein Liebchen]1
Tränen auf mein Grab,
Träufeln doch die Blumen
Milden Tau hinab;

Weilt an ihm kein Wandrer
Im [Vorüberziehn]2,
Blickt auf seiner Reise
Doch der Mond [auf ihn]3.

Denkt auf diesen Fluren
Bald kein Erdner mein,
Denkt doch mein die Aue
Und der stille Hain.

Blumen, Hain und Aue,
Stern und Mondenlicht,
Die ich sang, vergessen
Ihres Sängers nicht.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Troost voor de zanger", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) (Harald Krebs) , "Singer's [Poet's] comfort", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Anonymous/Unidentified Artist) , "Minstrel's Consolation"
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Consolation du barde", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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1 Bohm: "ein Lieber"; further changes may exist not noted above.
2 Ashton, Dessauer, Fibich, Frisch, Platz, Schumann, Voegely-Nünlist: "Vorüberlauf"
3 Ashton, Baldamus, Dessauer, Fibich, Platz, Schumann, Voegely-Nünlist: "darauf"; Zumsteeg: "nach ihm"; Frisch and Schneider: "dahin"

Researcher for this text: Ted Perry

5. Keine Antwort [sung text not yet checked]

Wenn in dem Frühling die Erd' erwacht,
Wie mag's ihr zu Muthe wohl sein?
Und tritt ein Bächlein aus dunklem Schacht,
Was fällt ihm da wohl ein?

Der Rose, die sich über Nacht
Erschloß, was fällt ihr wohl ein?
Und wenn ein Mädchen zur Lieb' erwacht,
Wie mag's ihr um's Herze sein? -- --

Ich fragte den Bach, die Rose dann,
Ich fragte die Erde drum;
Sie alle lachten mich selig an,
Und blieben doch alle stumm.

Und als mein Liebchen ich auch gefragt,
Die sonst so Vieles weiß,
Da hat auch sie lein Wort gesagt,
Und küßte mich still und heiß.

Ein Thränlein rann ihr die Wangen hin,
Selig schaute sie drein. --
Nun denk ich so in meinem Sinn:
Soll das eine Antwort sein? 

Authorship

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

6. Veilchen vom Berge [sung text not yet checked]

Veilchen vom Berg, woran mahnest du mich?
Hoch auf den Bergen, da pflückt' ich dich.
Wolken tief unten, Adler hoch oben,
vor uns am Abhang die Gemse stoben.
Veilchen vom Berge, wohin ist die Zeit?
Weit, weit dahinten, ach ewig weit.

Veilchen vom Berg, woran mahnest du mich?
Jubelnde Liebe, die pflückte dich.
Herzen voll Sehen, Blicke voll Bangen,
Suchen und Finden, glühende Wangen.
Veilchen vom Berge, wohin ist die Zeit?
Weit, weit dahinten, ach ewig weit.

Veilchen vom Berg, woran mahnest du mich?
Hab' ich von allem nun nichts, als dich!
Mußte das Glück so schnell zerstieben,
fern sind die Berge, ferner das Lieben.
Veilchen vom Berge, wohin ist die Zeit?
Weit, weit dahinten, ach ewig weit.

Authorship

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Researcher for this text: Peter Donderwinkel

7. Ständchen [sung text not yet checked]

Sterne dort oben in leuchtender Pracht,
Quellen tief unten im dämmernden Schacht!
Wolken ihr fernen, verschwimmend im Blau,
Blumen ihr nahen auf grünender Au!
  Alle der Süßen
  Neigt euch mit Grüßen,
Neigt euch der holden, der herrlichen Frau!

Nacht du erhab'ne auf funkelndem Thron
Kühle die Stim ihr mit duftigem Mohn!
Daß sie kein Traumbild, kein banges, erschreckt,
Halt' wie mit Fittigen sanft sie bedeckt:
  Bis daß am Morgen,
  Still und verborgen,
Flammender Kuß des Geliebten sie weckt!

Authorship

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

8. Und hast du je einmal geliebt [sung text not yet checked]

Und hast du je einmal geliebt,
Und weißt du, was für Seligkeiten
Die Liebe ihren Treuen giebt,
Bist du beglückt für alle Zeiten.

Es kann das Dornenreis der Pflicht
Die müden Schläfen dir zerwühlen,
Unglücklich aber kannst du nicht,
Nicht ganz verlassen je dich fühlen.

Von jedem Kummer, jeder Pein
Läßt dich Erinnerung genesen,
Und kannst du nicht mehr glücklich sein,
So weißt du doch, du bist's gewesen.

Wie tief im Wald ein Vogel singt,
Tönt dir ein tröstend Lied im Herzen,
Und was die Zeit nun immer bringt,
Mit Lächeln kannst du es verschmerzen:

Seitdem der Liebe Lust und Qual
Dein bebend Herz zuerst verspürte,
Seit ihres Heil'genscheines Strahl
Zuerst dein junges Haupt berührte. 

Authorship

Confirmed with Robert Prutz, Buch der Liebe, Leipzig, Verlag von Ernst Keil, 1869, pages 31-32.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]