3 Lieder

Song Cycle by Hans Heinrich Tittmann

Word count: 243

1. Requiem [sung text not yet checked]

Bei der Abendsonne Wandern,
Wann ein Dorf den Strahl verlor,
Klagt sein Dunkeln es den andern
Mit vertrauten Tönen vor.

„Viele Schläge, viele Schläge
Thut an einem Tag das Herz,
Wenig Schläge, wenig Schläge
Thut im Dämmerlicht das Erz!“

Noch ein Glöcklein hat geschwiegen
Auf der Höhe bis zuletzt.
Nun beginnt es sich zu wiegen,
Horch, mein Kilchberg läutet jetzt!

Authorship

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Confirmed with Gedichte von Conrad Ferdinand Meyer, Verlag von H. Haessel, Leipzig, 1882, page 55.


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Caroline Diehl , Peter Rastl [Guest Editor]

2. Unter'm Machandelbaum [sung text not yet checked]

Unter'm [Machandelbaum]1
   Da ist ein Platz, --
Susala -- Dusala --
   Da sitzt mein Schatz.
[Sitzt auf dem grünen Gras]2, 
   Sitzt auf dem grünen Klee.
Hast ja die Augen naß?
   Bist ja wie Milch und Schnee?
Susala -- Dusala --
    Wo tut's denn weh?
Kommst du so spät zurück?
   Nun ist's zu spät fürs Glück.
Kenne dich gar nicht mehr.
   Mir ist das Herz verquer,
Susala -- Dusala --
   Wollt', tot ich wär'!
Schwarz ist das Grabeloch,
   Leb' doch ein Weilchen noch;
[Wart']3 noch bis Sankt Kathrein,
   Da will ich um dich frei'n.
Wart' noch bis Sankt Martein,
   Da soll die Hochzeit sein!
Susala -- Dusala --
   Gib dich darein!

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Ernst von Wildenbruch, Gesammelte Werke, Zweite Reihe, Dramen, Neunter Band, Berlin: G. Grotesche Verlagsbuchhandlung, 1914, pages 183-184

1 Héritte-Viardot: "Machendelbaum"
2 omitted by Héritte-Viardot
3 Héritte-Viardot: "Wart's"

Research team for this text: Peter Donderwinkel , Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Strampelchen [sung text not yet checked]

Still, wie [so]1 still 's ist Mitternacht schon,
Drunten [beim Fenster]2 duftet der Mohn,
Duftet so leise, [du merkst]3 es kaum,
Schläfert [mein Kind in tiefen Traum!]4

Liese, kleine Liese, thu's Beinchen hinein,
[Guckt]5 durch das Fenster der Mondenschein,
Sagt es den [Bäumen]6, die draußen stehn,
Daß er dein [nacktes]7 Beinchen gesehn.

Früh, wenn der Wind kommt, schwatzen sie's aus,
Hört es der Spatz und die Katz' aus dem Haus;
Lachen die Blumen [all' so]8 sehr,
[Daß]9 uns're Liese ein Strampelchen wär'.

Authorship

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1 omitted by Baldamus, Hermann, and Hildach; further changes may exist for Hermann not shown above.
2 omitted by Reger.
3 Baldamus: "man merkt"
4 Reger: "das Kind in Traum."
5 Baldamus: "Kuckt" (typo?)
6 Reger: "Blumen"
7 Reger: "nackendes"
8 Baldamus: "allesamt"; Reger: "alle so"
9 Baldamus, Reger: "Weil"

Researcher for this text: Harry Joelson