4 Gesänge

Song Cycle by Fr. Conr. Schwiening

Word count: 378

1. Siehst du am Abend die Wolken zieh'n  [sung text not yet checked]

Siehst du am Abend die Wolken zieh'n,
Siehst du die Spitzen der Berge glüh'n;
Mit ewigem Schnee die Gipfel umglänzt,
Mit grünenden Wäldern die Täler umkränzt[?] 
Ach, in die Ferne sehnt sich mein Herz!

Ach, in den Wäldern, so ewig grün,
Kann still und heimlich die Liebe glühn.
[Nur]1 der Morgen sieht sie, der Abendschein,
Und die Lieb' ist mit Liebe so selig allein.
Ach, in die Ferne sehnt sich mein Herz!

Am starren Felsen bricht sich der Nord,
Sanft wehen Lüftchen im Tale fort;
Durch die Wälder schimmert der Mond einher,
Und ferne, da rauschet und brauset das Meer. 
Ach, in die Ferne sehnt sich mein Herz! 

O könnt ich ziehen im Morgenrot,
O hauchte Abend mir Liebestod[!] 
Es schwindet das Leben, du weißt es kaum,
O ewige Liebe, O ewiger Traum!
Ach, in die Ferne sehnt sich mein Herz!

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  • ENG English (Sharon Krebs) (Harald Krebs) , "Into the distance", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

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1 omitted by Lang

Researcher for this text: John H. Campbell

2. Fern im Süd das schöne Spanien  [sung text not yet checked]

Fern im Süd das schöne Spanien,
Spanien ist mein Heimatland,
Wo die schattigen Kastanien
Rauschen an des Ebro Strand,
Wo die Mandeln rötlich blühen,
Wo die süße Traube winkt
Und die Rosen schöner glühen
Und das Mondlich gold'ner blinkt.

Lang schon wandr' ich mit der Laute
Traurig hier von Haus zu Haus,
Doch kein helles Auge schaute
Freundlich noch nach mir heraus.
Spärlich reicht man mir die Gaben,
Mürrisch heißet man mich gehn;
Ach den armen braunen Knaben
Will kein einziger verstehn.

Dieser Nebel drückt mich nieder,
Der die Sonne mir entfernt,
Und die alten lust'gen Lieder
Hab ich alle schon verlernt.
Ach, in alle Melodien
Schleicht der eine Klang sich ein:
In die Heimat möcht ich ziehen,
In das Land voll Sonnenschein!

Als beim letzten Erntefeste
Man den großen Reigen hielt,
Hab ich jüngst das allerbeste
Meiner Lieder aufgespielt.
Doch, wie sich die Paare schwangen
In der Abendsonne Gold,
Sind auf meine dunkeln Wangen
Heiße Tränen hingerollt.

Ach, ich dachte bei dem Tanze
An des Vaterlandes Lust,
Wo im duft'gen Mondenglanze
Freier atmet jede Brust,
Wo sich bei der Zither Tönen
Jeder Fuß beflügelt schwingt
Und der Knabe mit der Schönen
Glühend den Fandango schlingt.

Nein! des Herzens sehnend Schlagen
Länger halt ich's nicht zurück;
Will ja jeder Lust entsagen,
Laßt mir nur der Heimat Glück!
Fort zum Süden, fort nach Spanien!
In das Land voll Sonnenschein!
Unterm Schatten der Kastanien
Muß ich einst begraben sein!

Authorship

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  • ENG English (Anja Bunzel) , "The Spanish zither player", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission

alternate title: "Der Zigeunerbube im Norden"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Ein schöner Traum  [sung text not yet checked]

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4. Von eines Glöckleins Schalle  [sung text not yet checked]

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