Nyolc dal R. M. Rilke verseire = Eight Songs to Poems by R. M. Rilke

Song Cycle by József Soproni (b. 1930)

1. Pietà [sung text not yet checked]

Jetzt wird mein Elend voll, und namenlos
erfüllt es mich. Ich starre wie des Steins
Inneres starrt.
Hart wie ich bin, weiß ich nur Eins:
Du wurdest groß -
... und wurdest groß,
um als zu großer Schmerz
ganz über meines Herzens Fassung
hinauszustehn.
Jetzt liegst du quer durch meinen [Schooß,
jetzt kann]1 ich dich nicht mehr
gebären.

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  • FRE French (Français) (Stéphane Goldet) (Pierre de Rosamel) , "Pieta", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Pietà", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

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1 Burghardt: "Schoß. / Jetzt kann"

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2. Widmung 

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3. Weisst du [sung text not yet checked]

Weisst du, ich will mich schleichen
leise aus lautem Kreis,
wenn ich erst die bleichen
Sterne über den Eichen
blühen weiß.

Wege will ich erkiesen,
die selten wer betritt
in blassen Abendwiesen -
und keinen Traum, als diesen:
Du gehst mit.

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  • ENG English [singable] (Bertram Kottmann) , "Advent", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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4. Spiegelbild 

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5. Fortschritt [sung text not yet checked]

Und wieder rauscht mein tiefes Leben lauter, 
als ob es jetzt in breitern Ufern ginge. 
Immer verwandter werden mir die Dinge 
und alle Bilder immer angeschauter. 
Dem Namenlosen fühl ich mich vertrauter: 
Mit meinen Sinnen, wie mit Vögeln, reiche 
ich in die windigen Himmel aus der Eiche, 
und in den abgebrochnen Tag der Teiche 
sinkt, wie auf Fischen stehend, mein Gefühl.

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  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Progresso", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

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6. Heb mich 

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7. Eine Furche 

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8. Archaischer Torso Apollos [sung text not yet checked]

Wir kannten nicht sein unerhörtes Haupt,
darin die Augenäpfel reiften. Aber
sein Torso glüht noch wie ein Kandelaber,
in dem sein Schauen, nur zurückgeschraubt, 

sich hält und glänzt. Sonst könnte nicht der Bug 
der Brust dich blenden, und im leisen Drehen
der Lenden könnte nicht ein Lächeln gehen
zu jener Mitte, die die Zeugung trug. 

Sonst stünde dieser Stein entstellt und kurz
unter der Schultern durchsichtigem Sturz
und flimmerte nicht so wie Raubtierfelle; 

und bräche nicht aus allen seinen Rändern
aus wie ein Stern: denn da ist keine Stelle,
die dich nicht sieht. Du musst dein Leben ändern.

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