Vier Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte

Song Cycle by Ādams Ore (1855 - 1927)

Word count: 0

1. An Mignon [sung text not yet checked]

Über [Thal und Fluß]1 getragen,
Ziehet rein der Sonne Wagen.
Ach, sie regt in ihrem Lauf,
So wie deine, meine Schmerzen,
Tief im Herzen,
Immer morgens wieder auf.

Kaum will mir die Nacht noch frommen,
Denn die Träume selber kommen
Nun in trauriger Gestalt,
Und ich fühle dieser Schmerzen,
Still im Herzen,
Heimlich bildende Gewalt.

Schon seit manchen schönen Jahren
Seh' ich unten Schiffe fahren;
Jedes kommt an seinen Ort;
Aber ach, die steten Schmerzen,
Fest im Herzen,
Schwimmen nicht im Strome fort.

Schön in Kleidern muß ich kommen,
Aus dem Schrank sind sie genommen,
Weil es heute Festtag ist;
Niemand [ahnet]2, daß von Schmerzen
Herz im Herzen
Grimmig mir zerrissen ist. 

Heimlich muß ich immer weinen,
Aber freundlich kann ich scheinen
Und sogar gesund und roth;
Wären tödtlich diese Schmerzen
Meinem Herzen,
Ach, schon lange wär ich todt.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "A Mignon", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Aan Mignon", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "To Mignon", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "À Mignon", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Erster Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cottaschen Buchhandlung, 1827, pages 101-102, and with Musen-Almanach für das Jahr 1798, herausgegeben von Schiller. Tübingen, in der J.G.Cottaischen Buchhandlung, pages 179-180.

1 Ore: "Fluß und Thal"; further changes may exist not shown above.
2 Goethe (in all prints prior to 1812): "ahndet"

Research team for this text: Richard Morris , Peter Rastl [Guest Editor]

2. Winter [sung text not yet checked]

Die Tage sind so dunkel,
Die Nächte sind so kalt,
Doch übet Sterngefunkel
Noch über uns Gewalt!

Und sehen wir es scheinen
Aus weiter, weiter Fern',
So denken wir, die Seinen,
Der Zukunft unsres Herrn!

Er war einmal erschienen
In ferner sel'ger Zeit.
Da waren ihm zu dienen
Die Weisen gleich bereit!

Der Lenz ist fortgezogen,
Der Sommer ist entflohn,
Doch fliessen warme Wogen,
Doch klingt ein Liebeston!

Er dringt aus Jesu Herzen,
Er dringt aus Jesu Mund,
Ein Quell der Lust und Schmerzen,
Wie damals noch zur Stund'!

Wir wollen nach dir blicken,
O Licht, das ewig brennt!
Wir wollen uns beschicken
Zum seligen Advent!

Authorship

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Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Weine nicht [sung text not yet checked]

Wenn, aus dem Elternhause scheidend
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

4. Mädchens Wunsch [sung text not yet checked]

Könnt' ich als Sonne hoch am Himmel schweben,
nur für dich wollt' ich meine Strahlen geben;
nicht für die Wälder, 
nicht für die Felder,
dort wo du dein kleines Fenster: 
dort hinein würd' ich meine Strahlen geben, 
könnt' ich als Sonne hoch am Himmel schweben.

Wär ich ein Vöglein, herrlich wollt ich singen,
dass dir mein Liedchen sollt' in deine Seele dringen,
säng' nicht in Wäldern,
nicht in den Feldern,
dort wo dein kleines Fenster:
wär' ich ein Vöglein, dort nur wollt' ich singen, dir sollt'
mein Liedchen in die Seele dringen.

Authorship

Based on

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]