Die Jahreszeiten. Vier Gesänge für Mezzo-Sopran mit Pianoforte

Song Cycle by Algernon Bennet Langton Ashton (1859 - 1937)

Word count: 0

1. Frühlingswandern [sung text not yet checked]

Vom Berg ergeht ein Rufen,
Und Antwort schallt im Thal,
Da springen von grünen Stufen
Die Quellen allzumal.
Und Eines ruft's dem Andern,
Das klinget fern und nah:
Die rechte Zeit zum Wandern,
Die Frühlingszeit ist da!

O du holdselig Weben
In Wald und Thal und Höhn!
Nun athmet Alles Leben
Und findet's gut und schön.
Nun mit der Lerche steige,
Mein Wandersang, empor
Und schmücke dich, und zeige
So frisch dich wie zuvor!

Durch all die Frühlingswellen,
Durch all die schöne Zeit
Nun wandern, wie die Quellen,
Will ich mit Freudigkeit.
Wie jene rieselnd schweifen
Durch Schlucht und Halden viel,
Verirren sich und streifen,
Sie kommen doch an's Ziel.

Wählst du dir zum Begleiter
Den schönen Lebensmut,
Wie findest du so heiter
Die Welt, wie schön und gut.
Und wagst du kühn zu irren,
So drückst du einst mit Lust,
Mag auch der Weg sich wirren,
Erfüllung an die Brust.

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Otto Roquette, Liederbuch, Stuttgart und Tübingen: J.G. Cotta’scher Verlag, 1852, pages 5-6


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

2. Im Sommer [sung text not yet checked]

Durch des Kornes enge Gassen 
Langsam zieh' ich wol einher, 
Wenn die Aehrn all' erblassen 
Von verborg'nem Segen schwer; 
Und so wandl' ich hin und sinne, 
Und weiß nicht, was ich beginne.

Und der blaue Himmel webet 
Sich herunter licht und warm, 
Und die ganze Erde schwebet 
Bräutlich still in seinem Arm; 
Ach, inbrünstig süßes Neigen, 
Innig Sehnen, glühend Schweigen!

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Herbstgefühl [sung text not yet checked]

O wär' es bloß der Wange Pracht, 
Die mit den Jahren flieht! 
Doch das ist's, was mich traurig macht, 
Dass auch das Herz verblüht;

Dass, wie der Jugend Ruf verhallt
Und wie der Blick sich trübt, 
Die Brust, die einst so heiß gewallt, 
Vergisst, wie sie geliebt.

Ob von der Lippe dann auch kühn 
Sich Witz und Scherz ergießt, 
's ist nur ein heuchlerisches Grün, 
Das über Gräbern sprießt.

Die Nacht kommt, mit der Nacht der Schmerz 
Der eitle Flimmer bricht; 
Nach Tränen sehnt sich unser Herz 
Und findet Tränen nicht.

Wir sind so arm, wir sind so müd', 
Warum, wir wissen's kaum; 
Wir fühlen nur, das Herz verblüht, 
Und alles Glück ist Traum.

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4. Winterlied [sung text not yet checked]

  Mir träumt', ich ruhte wieder
Vor meines Vaters Haus
Und schaute fröhlich nieder
Ins alte Thal hinaus,
Die Luft mit lindem Spielen
Ging durch das Frühlingslaub,
Und Blütenflocken fielen
Mir über Brust und Haupt.

  Als ich erwacht, da schimmert
Der Mond vom Waldesrand,
Im falben Scheine flimmert
Um mich ein fremdes Land,
Und wie ich ringsher sehe:
Die Flocken waren Eis,
Die Gegend war vom Schnee,
Mein Haar vom Alter weiß.

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Joseph Freiherrn von Eichedorffs sämtliche poetische Werke, Dritte Auflage, Erster Band. Gedichte, Leipzig: C.F. Amelang’s Verlag, 1883, page 239.


Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]