German (Deutsch) translations of Deutsche Lieder : Buch II für Gesang und Klavier, opus 68
by Caspar René Hirschfeld (b. 1965)
Du liegst mir so gern im Arme, Du liegst mir am Herzen so gern! Ich bin dein ganzer Himmel, Du bist mein liebster Stern. Tief unter uns da wimmelt Das närrische Menschengeschlecht; Sie schreien und wüten und schelten, Und haben Alle Recht. Sie klingeln mit ihren Kappen Und zanken ohne Grund; Mit ihren Kolben schlagen Sie sich die Köpfe wund. Wie glücklich sind wir beide Daß wir von ihnen so fern - Du birgst in deinem Himmel Das Haupt, mein liebster Stern!
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Neue Gedichte, in Verschiedene, in Katharina, no. 4
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Aus meinen großen Schmerzen Mach' ich die kleinen Lieder; Die heben ihr klingend Gefieder Und flattern nach ihrem Herzen. Sie fanden den Weg zur Trauten, Doch kommen sie wieder und klagen, Und klagen, und wollen nicht sagen, Was sie im Herzen schauten.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 36
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Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 139.
Gekommen ist der [Maye]1, Die Blumen und Bäume blühn, Und durch [die Himmelsbläue]2 Die [rosigen]3 Wolken ziehn. Die [Nachtigallen]4 singen Herab aus [der laubigen]5 Höh, Die weißen Lämmer springen Im weichen grünen Klee. [Ich kann nicht singen und springen]6, Ich liege krank im Gras; Ich höre fernes Klingen, Mir träumt, ich weiß nicht was.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, written 1822, appears in Neue Gedichte, in Neuer Frühling, no. 5, first published 1822
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View original text (without footnotes)Confirmed with Heinrich Heine, Historisch-kritische Gesamtausgabe der Werke, herausgegeben von Manfred Windfuhr, Band 2, Neue Gedichte, bearbeitet von Elisabeth Genton, Hamburg: Hoffmann und Campe, 1983, pages 13-14.
1 Curschmann, Marek: "Maie"2 Franz: "des Himmels Bläue"
3 Curschmann: "ros'gen"
4 Curschmann: "lust'gen Vöglein"
5 Curschmann: "luftiger"
6 Curschmann: "Doch ich kann nicht springen und singen"
Der Tod, das ist die kühle Nacht, Das Leben ist der schwüle Tag. Es dunkelt schon, mich schläfert, Der Tag hat mich müd gemacht. Über mein Bett erhebt sich ein Baum, Drin singt die junge Nachtigall; Sie singt von lauter Liebe - Ich hör es sogar im Traum.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), appears in Buch der Lieder, in Die Heimkehr, no. 87, first published 1826/7
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Güldne Sternlein schauen nieder, Mit der Liebe Sehnsuchtwehe; Bunte Blümlein nicken wieder, Schauen schmachtend in die Höhe. Zärtlich blickt der Mond herunter, Spiegelt sich in Bächleins Fluten, Und vor Liebe taucht er unter, Kühlt im Wasser seine Gluten. Wollustatmend, in der Schwüle, Schnäbeln weiße Turteltäubchen; Flimmernd, wie zum Liebesspiele, Fliegt der Glühwurm nach dem Weibchen. Lüftlein schauern wundersüße, Ziehen feiernd durch die Bäume, Werfen Kuß und Liebesgrüße Nach den Schatten weicher Träume. Blümlein hüpfet, Bächlein springet, Sternlein kommt herabgeschossen, Alles wacht und lacht und singet - Liebe hat ihr Reich erschlossen.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), appears in Almansor: Eine Tragödie, first published 1821
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Das Fräulein stand am Meere Und seufzte lang und bang, Es rührte sie so sehre Der Sonnenuntergang. Mein Fräulein! sein Sie munter, Das ist ein altes Stück; Hier vorne geht sie unter Und kehrt von hinten zurück.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Neue Gedichte, in Verschiedene, in Seraphine, no. 10
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Diesen liebenswürd'gen Jüngling Kann man nicht genug verehren; Oft traktiert er mich mit Austern, Und mit Rheinwein und Likören. Zierlich sitzt ihm Rock und Höschen, Doch noch zierlicher die Binde, Und so kommt er jeden Morgen, Fragt, ob ich mich wohl befinde; Spricht von meinem weiten Ruhme, Meiner Anmut, meinen Witzen; Eifrig und geschäftig ist er, Mir zu dienen, mir zu nützen. Und des Abends, in Gesellschaft, Mit begeistertem Gesichte, Deklamiert er vor den Damen Meine göttlichen Gedichte. Oh, wie ist es hoch erfreulich, Solchen Jüngling noch zu finden, Jetzt in unsrer Zeit, wo täglich Mehr und mehr die Bessern schwinden.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Die Heimkehr, no. 65
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Ich wollte, meine Lieder Das wären Blümelein: Ich schickte sie zu riechen Der Herzallerliebsten mein. Ich wollte, meine Lieder Das wären Küsse fein: Ich schickt sie heimlich alle Nach Liebchens Wängelein. Ich wollte, meine Lieder Das wären Erbsen klein: Ich kocht eine Erbsensuppe, Die sollte köstlich sein.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), appears in Nachgelesene Gedichte 1812-1827, no. 46
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Ich glaub nicht an den Himmel, Wovon das Pfäfflein spricht; Ich glaub nur an dein Auge, Das ist mein Himmelslicht. Ich glaub nicht an den Herrgott, Wovon das Pfäfflein spricht; Ich glaub nur an dein Herze, 'nen andern Gott hab ich nicht. Ich glaub nicht an den Bösen, An Höll und Höllenschmerz; Ich glaub nur an dein Auge, Und an dein böses Herz.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Nachgelesene Gedichte 1812-1827, no. 41
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Hat man viel, so wird man bald Noch viel mehr dazu bekommen. Wer nur wenig hat, dem wird Auch das Wenige genommen. Wenn du aber gar nichts hast, Ach, so lasse dich begraben -- Denn ein Recht zum Leben, Lump, Haben nur, die etwas haben.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), "Weltlauf", appears in Romanzero, in 2. Zweites Buch, in Lazarus, no. 1
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