German (Deutsch) translations of 6 Lieder für 1 Singstimme und Pianoforte, opus 33
by Theobald Kretschmann (1850 - 1919)
Zwitschert nicht [vor]1 meinem Fenster, Liebe Vögelein! Sucht euch eine and're Stelle, Liebe Vögelein! Setzt euch nicht auf Kerkergitter, Liebe Vögelein! In der Seele des Gefang'nen Weckend Sehnsuchtspein. Setzt euch nicht auf Grabeshügel Liebe Vögelein, Höhnend mit der Lenzeskunde Frierendes Gebein. Singet nicht dem Ungeliebten, Der so ganz allein: Zwitschert nicht vor meinem Fenster, Liebe Vögelein!
Text Authorship:
- by Robert Hamerling (1830 - 1889), "An die Vögel", appears in Sinnen und Minnen: Ein Jugendleben in Liedern, in Lieder, first published 1870
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View text without footnotes1 Lassen: "an"; further changes may exist not noted above.
Mein Lieb, das ist ein Röslein rot
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Text Authorship:
- by Anonymous / Unidentified Author
Based on:
- a text in Scottish (Scots) by Robert Burns (1759 - 1796)
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Note: Hofmeister gives the first line for the settings by R. Buck, Jámbor, and J. Wolff as "Mein Lieb' das ist ein Röslein rund"; the rest are given as "Mein Lieb' das ist ein Röslein roth"Es zittert durch die Luft ein Klang Und hallt im Herzen nach; Ob eine Aeolsharfe sprang, Ob wo ein Glöcklein brach? Hoch um die Alpenhörner fliegt Ein heller Morgentraum, Und auf dem See, gleich Schwänen, wiegt Sich weißer Sege Saum. O wüßt' ich doch, wie mir zu Muth! Zerfließen möcht' ich ganz, Vergehen in der Berge Gluth, In Abendduft und Glanz! Die Arme breit' ich sehnend aus Und rufe rings herum: Nur eine Hand, ein Herz, ein Haus! - Vergebens! - Alles stumm!
Text Authorship:
- by Franz Ferdinand, Freiherr von Dingelstedt (1814 - 1881), "Kein Echo"
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In die Ferne geht mein Sehnen, Zu den Wolken dringt mein Blick, Aus [dem Auge rinnen]1 Thränen, Um das längst [vergang'ne]2 Glück. Lüfte, die ihr in den Bäumen Leise flüsternd weiter eilt; Wißt ihr wohl von jenen Räumen, Wo die Allerschönste weilt? Weiden weinen an den Bächen, Quellen an der Felsenwand, Klagend scheinen sie zu sprechen Von dem wunderbaren [Land]3. Doch mein Leid, wer kann es theilen? Luft und Welle darf entflieh'n, Über Erd' und Himmel eilen; Ich nur langsam weiter zieh'n.
Text Authorship:
- by Julius Mosen (1803 - 1867), "In die Ferne", appears in Georg Venlot, chapter 14
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View text without footnotesConfirmed with Sämmtliche Werke von Julius Mosen, Erster Band, Oldenburg Verlag von Ferdinand Schmidt, 1863, page 127.
Note for stanza 2, line 2, word 4: in the score for Zoege von Mannteuffel's song, this word is "eilet" instead of "eilt", but as it is marked under a single note and the rhyming partner "weilt" two lines later is left untouched, it is presumed a typo.
2 Zoege von Mannteuffel: "vergangen"
3 Zoege von Mannteuffel: "Band"
Sie ist schön und falsch
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Wenn ich in deine Augen [seh']1, So schwindet [all' mein Leid]2 und Weh; Doch wenn ich küße deinen Mund, So werd' ich ganz und gar gesund. Wenn ich mich lehn' an deine Brust, Kommt's über mich wie Himmelslust; Doch wenn du sprichst: ich liebe dich! [So]3 muß ich weinen bitterlich.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 4
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View text without footnotesConfirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 114.
1 Hensel: "sehe"2 Franz, Dresel: "alles Leid"
3 Wolf: "Dann"