by Johann Georg Fischer (1816 - 1897)
Geweihte Stätte
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Language: German (Deutsch)
Wo Zweie sich küssen zum ersten Mal, Bleibt nach auf Erden ein Duft und Stral; Es leuchtet der Platz, es wärmt der Weg, Von seligem Zittern bebt der Steg; Und der Baum geht früher in Blüth und Blatt, Wenn ein Sonnenregen geregnet hat. Die Erde wimmelt von Klang und Licht, Wie Feiertag ist's, und ist doch nicht. Wär auch die Sonne am Untergehn, Auf Erden ist's eben wie Auferstehn. Und naht eine Mutter, sie hält entzückt In die Arme tiefer ihr Kind gedrückt; Denn Alles ist Seele und Sonnenstral, Wo Zwei sich küßten zum ersten Mal.
V. Herbert sets stanzas 1-3, 7, 4-7
Confirmed with Geschichte der neuesten deutschen Literatur von 1830 bis auf die Gegenwart, 4th edition, ed. by Heinrich Kurz, Leipzig, Teubner, 1881, page 296.
Text Authorship:
- by Johann Georg Fischer (1816 - 1897), "Geweihte Stätte" [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website: 2009-10-03
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