Translation © by Christakis Poumbouris

Viola
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): CAT DUT ENG FRE GRE ITA
Schneeglöcklein, o Schneeglöcklein!
In den Auen läutest du,
Läutest in dem stillen Hain,
Läute immer, läute zu!

Denn du kündest frohe Zeit,
Frühling naht, der Bräutigam,
Kommt mit Sieg vom Winterstreit,
Dem er seine Eiswehr nahm.

Darum schwingt der goldne Stift,
Daß dein Silberhelm erschallt,
Und dein liebliches Gedüft
Leis', wie Schmeichelruf entwallt:

Daß die Blumen in der Erd
Steigen aus dem düstern Nest
Und des Bräutigams sich werth
Schmücken zu dem [Hochzeitsfest]1. -

Schneeglöcklein, o Schneeglöcklein!
In den Auen läutest du,
Läutest in dem stillen Hain,
Läut' die Blumen aus der Ruh!

Du Viola, zartes Kind,
Hörst zuerst den Wonnelaut,
Und sie stehet auf geschwind,
Schmücket sorglich sich als Braut.

Hüllet sich ins grüne Kleid,
Nimmt den Mantel sammetblau,
Nimmt das güldene Geschmeid,
Und den [Diamantenthau]2.

Eilt dann fort mit [ems'gem]3 Schritt,
Nur den Freund im treuen Sinn,
Ganz von [Liebesglück]4 durchglüht,
Sieht nicht her und sieht nicht hin.

Doch ein ängstliches Gefühl
Ihre kleine Brust durchwallt,
Denn es ist noch rings so still
Und die Lüfte wehn [noch]5 kalt.

Und sie hemmt den schnellen Lauf,
Schon bestrahlt von Sonnenschein,
Doch mit Schrecken blickt sie auf -
Denn sie stehet ganz allein.

Schwestern nicht - nicht Bräutigam -
Zugedrungen! und verschmäht! -
Da durchschauert sie die Schaam,
Fliehet wie vom Sturm geweht,

Fliehet an den fernsten Ort,
Wo sie Gras und Schatten deckt,
Späht und lauschet immerfort:
Ob was rauschet und sich regt.

Und gekränket und getäuscht
Sitzet sie und schluchzt und weint;
Von der tiefsten Angst zerfleischt,
Ob kein Nahender [erscheint]6. -

Schneeglöcklein, o Schneeglöcklein!
In den Auen läutest du,
Läutest in dem stillen Hain,
Läut die Schwestern ihr herzu! -

Rose nahet, Lilie schwankt,
Tulp und Hyacinthe schwellt,
Windling kommt daher gerankt,
Und Narciß hat sich gesellt.

[Als]7 der Frühling nun erscheint
Und das frohe Fest beginnt,
Sieht er alle die vereint,
Und vermißt sein liebstes Kind.

Alle schickt er suchend fort
Um die Eine, die ihm werth.
Und sie kommen an den Ort,
Wo sie einsam sich verzehrt. -

Doch es sitzt das liebe Herz
Stumm und bleich, das Haupt gebückt -
Ach! der Lieb und Sehnsucht Schmerz
Hat die Zärtliche erdrückt.

Schneeglöcklein, o Schneeglöcklein!
In den Auen läutest du,
Läutest in dem stillen Hain,
Läut, Viola, sanfte Ruh!

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Confirmed with Gedichte von Franz von Schober. Stuttgart und Tübingen. J. G. Cotta'scher Verlag. 1842, pages 12-15; and with Gedichte von Franz von Schober. Zweite, vermehrte Auflage. Leipzig Verlagsbuchhandlung von J. J. Weber. 1865, pages 12-15.

1 Schubert: "Hochzeitfest"
2 Schubert: "Brilliantenthau"
3 Schubert: "mächt'gem"
4 Schubert: "Liebesgluth"
5 Schubert: "so"
6 Schubert: "sich zeigt"
7 Schubert (Alte Gesamtausgabe): "Da"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Viola", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Viooltje", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , "Viola", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Violette", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • GRE Greek (Ελληνικά) [singable] (Christakis Poumbouris) , "Βιόλα", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Paolo Pupillo) (Claretta Manara) , "Viola", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission


Research team for this text: Richard Morris , Peter Rastl [Guest Editor]

This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 76
Word count: 373

Vióla
Language: Greek (Ελληνικά)  after the German (Deutsch) 
Gálanthe, sto chióni antheís,
Sta leivádia antīcheís
Kai stoy dásoys tī sigī́,
Ktýpa pánta, dynatá, astamátīta!
 
Eísai ággelos charás,
Ánoixī, gamprós gia mas,
Nikītī́s tīs pagōniás
Kai tīs varycheimōniás.
 
Péra dṓthe o míschos pá’,
Argyrī́ kampána īcheí
Kai glykiá eyōdiá skorpá,
Kolakeytiká kaleí:
 
Vgaínoyn t’ ánthī ap’ tī gī,
Tī fōliá sta skoteiná,
Toy gamproý na ’n’ áxia
Gia toy gámoy tī giortī́.
 
Kampanoý-la, prṓimī,
Sta leivádia antīcheís
Kai stoy dásoys tī sigī́,
Vgále t’ ánthī ap’ tī gī!
 
Prṓtī ī vióla, tryferī́,
Paírnei prósklīsī īdonī́s
Kai xypnáei me spoydī́,
Nýfī amésōs na geneí.
 
Prásinī ’nai ī stolī́,
Veloydénio to paltó,
Sta chrysá tha stolisteí
Kai me páchnī diamantiṓn.
 
Me gorgó vī́ma tha vgei,
To gampró pistī́ na vrei
Ap’ agápī flogerī́,
Ma den eínai dō kai kei.
 
Éna fóvoy aísthīma
Mes sta stī́thia eischōreí,
Gýrō ’n’ óla ī́rema
Ki oi agéres pageroí.

Pnígei to vīmatismó, / kánei vī́ma pio argó,
Mia liachtída tha tīn vrei,
Kai koitá, ti tromeró,
Óti eínai monachī́.
 
Mī gamprós, mī ki adelfī́,
Ópoy pī́ge, ápragī!
San tīn zṓnei ī ntropī́,
Feýgei m’ ánemoy ormī́.
 
Ōs ta pérata tīs gīs
Chlóīs skios tha vrei na mpei,
Stī́nei máti, aytí na vrei,
Ti saleýei, ti laleí.
 
Gelasménī ’chei thigeí,
Vgaínoyn kláma kai lygmoí,
Ágchos tīn madá vathý,
Ánthos állo an den faneí.
 
Gálanthe, kampána esý,
Sta leivádia antīcheís
Kai stoy dásoys tī sigī́,
Mīn tīs leípsei mia adelfī́!
 
Ródo, krínos mpaínoyn mpros,
Foýskōs’ o yákinthos,
To chōnáki san kissós,
Arachtós ki o nárkissos.
 
San ī Ánoixī faneí
Ki archiná charás giortī́,
Ósoys mázōxe tha dei,
’xon ap’ to glykó paidí.
 
Xapostélnei gia na vroyn
Tī chaménī, m’ akrivī́,
Kai tī vióla synantoýn
Kei poy fthínei monachī́.
 
Káthetai ī latreytī́,
Álalī, chlōmī́, skyftī́,
Ach! Stoy póthoy tīn plīgī́
Liṓnei ī dólia ki ámoirī.
 
Gálanthe, sto chióni antheís,
Kai s’ agroýs kai dásī īcheís,
Ópōs óla īremeís,
Dṓs’ stī vióla agnī́ sigī́.

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