by Eduard Mörike (1804 - 1875)

Die Liebe, sagt man, steht am Pfahl...
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG FRE
Die Liebe, sagt man, steht am Pfahl gebunden, 
Geht endlich arm, zerrüttet, unbeschuht;
Dieß edle Haupt hat nicht mehr, wo es ruht,
Mit Thränen netzet sie der Füße Wunden.

Ach, Peregrinen hab' ich so gefunden!
Schön war ihr Wahnsinn, ihrer Wange Gluth, 
Noch scherzend in der Frühlingsstürme Wuth,
Und wilde Kränze in das Haar gewunden.

War's möglich, solche Schönheit zu verlassen? 
-- So kehrt nur reizender das alte Glück!
O komm, in diese Arme dich zu fassen!

Doch weh! o weh! was soll mir dieser Blick?
Sie küsst mich zwischen Lieben noch und Hassen, 
Sie kehrt sich ab, und kehrt mir nie zurück.

About the headline (FAQ)

Confirmed with Mörike, Eduard Friedrich. Gesammelte Schriften, Erster Band, G. J. Göschen'sche Verlagshandlung, 1878, page 137.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Peter Palmer) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission


Researcher for this text: Bruno W. Häuptli

This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 14
Word count: 102