Spielmannslied
Language: German (Deutsch) 
Drei Rosen gab sie mir, drei Küsse –
Sie sprach von Lieb’ und ew’ger Treu,
Es blühten Flieder und Narcisse,
Die Grillen sangen fern im Heu.

Und eh’ die Rosen welk im Grase,
Und eh’ [verrauscht]1 die Junizeit,
Da hatten Eltern und Fraubase
[Dem reichen Manne sie]2 gefreit.

Und Tags darauf lag mir zu Füßen
Die Heimatstadt im Abendstrahl,
Die Rosen warf als letztes Grüßen
Hinunter ich ins tiefe Thal,

Doch die drei Küsse gab ich weiter,
Und ward ein Spielmann wohlbekannt,
Der fideln geht, bald ernst, bald heiter,
Von Thür zu Thür, von Land zu Land.

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Confirmed with Dichtungen von Prinz Emil von Schönaich-Carolath, G.J. Göschen’sche Verlagshandlung, Leipzig, 1903, page 232.

1 Marx: "vorbei"
2 Marx: "sie einem reichen Mann"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Ferdinando Albeggiani , Sharon Krebs [Guest Editor]

Text added to the website: 2008-10-27 00:00:00
Last modified: 2017-02-28 20:42:24
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