by Johann Ludwig Tieck (1773 - 1853)

Im Windsgeräusch, in stiller Nacht
Language: German (Deutsch) 
Im Windsgeräusch, in stiller Nacht
Geht dort ein Wandersmann,
Er seufzt und weint und schleicht so sacht
Und ruft die Sterne an:
"Mein Busen pocht, mein Herz ist schwer,
In stiller Einsamkeit,
Mir unbekannt, wohin, woher,
Durchwandl' ich Freud und Leid;
Ihr kleinen goldnen Sterne,
Ihr bleibt mir ewig ferne,
Ferne, ferne,
Und ach! ich vertraut' Euch so gerne!"

Da klingt es plötzlich um ihn her,
Und heller wird die Nacht,
Schon fühlt er nicht sein Herz so schwer,
Er dünkt sich neu erwacht:
"O Mensch, Du bist uns fern und nah,
Doch einsam bist Du nicht,
Vertrau' uns nur, Dein Auge sah
Oft unser stilles Licht.
Wir kleinen goldnen Sterne
Sind Dir nicht ewig ferne;
Gerne, gerne,
Gedenken ja Deiner die Sterne."

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Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

Text added to the website: 2005-10-28 00:00:00
Last modified: 2014-06-16 10:02:15
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