by Ferdinand Braun (1812 - 1854)

Frühlingslied
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): DUT ENG FRE
Das Körnlein springt,
Der Vogel singt,
Der Frühling ist gekommen;
Es rinnt der Quell,
Der Bach fließt hell,
Das Fischlein kommt geschwommen.

Und überall
Ist froher Schall,
Es regt sich voller Freude,
Denn Wonn und Lust
Füllt jede Brust,
Das Gräslein auf der Heide.

Die Biene summt,
die Hornis brummt,
Die Spinne drehet Netze;
Versteckt sie sitzt,
Ihr Auge blitzt,
Sie sinnt auf Raub und Hetze.

Und Mücklein fliegt,
Im Netze liegt
Es, eh es sich's versehen;
Und denkt es noch:
"Wie kam es doch?"
Ist's schon um es geschehen.

Verborgen, Kind,
Viel Netze sind
Hier um, dort um gehangen;
Man schaut und schaut,
Und traut und traut,
Und liegt im Netz gefangen.

First published in the Deutscher Musenalmanach für 1850, page 107


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Lentelied", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , "Spring song", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Chant de printemps", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission


Researcher for this text: Ted Perry

This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 30
Word count: 113