Translation by Georg Friedrich Daumer (1800 - 1875)

Nicht düstre, Theosoph, so tief!
Language: German (Deutsch)  after the Persian (Farsi) 
Nicht düstre, Theosoph, so tief!
Nicht blicke, Moralist, so scheel!
Wir möchten gerne selig sein,
Und dieses ist ja wohl kein Fehl.

Hinschmachtend in der Wüste Sand
Gleichwie die Kinder Israel,
Schrei'n wir zu Gott um Labungen,
Und dieses ist ja wohl kein Fehl.

Was kümmert uns der Tuba-Baum,
Und was der Engel Gabriel?
Wir suchen einer Schenke Tür',
Und dieses ist ja wohl kein Fehl.

Wir lieben unsern alten Wirt
Und haben deß auch keinen Hehl;
Wir fliehen alle Heuchelei,
Und dieses ist ja wohl kein Fehl.

Nicht Menschenblut vergießen wir
Auf wilden Hasses Wutbefehl;
Der Rebe Blut genießen wir,
Und dieses ist ja wohl kein Fehl.

Wir öffnen unsern Busenschrein
Der Liebe köstliches Juwel
Mit vollen Händen auszustreu'n,
Und dieses ist ja wohl kein Fehl.

Wir preisen unser süßes Herz
Vierzeilig oder im Gasel;
Dem Holden ist der Dichter hold,
Und dieses ist ja wohl kein Fehl.

Du trage keuchend jede Last,
Dem Esel gleich und dem Kameel!
Wir schütteln unsre Bürden ab,
Und dieses ist ja wohl kein Fehl.

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Authorship

Based on

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

This text was added to the website: 2007-12-03
Line count: 32
Word count: 172