by Carl Gärtner (1821 - 1875)

Die Herzen ruhn, die Blumen schlafen
Language: German (Deutsch) 
Die Herzen ruhn, die Blumen schlafen
Fromm in der sel'gen Sternennacht.
In meines Herzens stillem Hafen
Hält treue Liebe rastlos Wacht. 
Dir möcht' ich es so gerne klagen,
Was mich so froh, so elend macht,
Und dir's in deinen Schlummer sagen:
"Du bist mein Traum in stiller Nacht!" 

Du ahnest nicht mein treues Lieben
Um dich, du holde, süße Maid. 
Ist mir auf Erden nichts geblieben,
Bist du doch meine Seligkeit.
Neigst du auch nicht dein Haupt hernieder
In seiner Locken süsse Pracht,
Dir tönet fort das Lied der Lieder:
"Du bist mein Traum in stiller Nacht!" 

Und ruft das Leben trüb und trüber
Mich fort zum ersten Kampf hinein,
Dann geh' ich einmal noch vorüber
An deinem Kammerfensterlein.
Blick' dann nur einmal freundlich nieder
In's Auge, das für dich nur wacht,
Und lausche still dem Lied der Lieder:
"Du bist mein Traum in stiller Nacht!"  

H. Langer sets stanzas 1-2

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Confirmed with Gedichte, Breslau: F. E. C. Leuckart, 1862. Appears in Lieder, pages 35 - 36.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull

Text added to the website: 2019-03-20 00:00:00
Last modified: 2019-03-20 15:45:21
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