Es geht bei gedämpfter Trommel Klang; Wie weit noch die Stätte! der Weg wie lang! O wär' er zur Ruh und alles vorbei! Ich glaub', es bricht mir das Herz entzwei! Ich hab' in der Welt nur ihn geliebt, Nur ihn, dem jetzt man den Tod doch gibt. Bei klingendem Spiele wird paradiert; Dazu bin auch ich kommandiert. Nun schaut er auf zum letzten Mal In Gottes Sonne [freudigen]1 Strahl, -- Nun binden sie ihm die Augen zu -- Dir schenke Gott die ewige Ruh'. Es haben [die]2 Neun wohl angelegt, Acht Kugeln haben vorbei gefegt; Sie [zitterten]3 Alle vor Jammer und Schmerz -- Ich aber, ich traf ihn mitten [in's]4 Herz.
2 Balladen für Bass und Pianoforte , opus 18
by Bernhard Ernst Scholz (1835 - 1916)
Translations available for the entire opus: ENG
1. Der Deserteur  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Text Authorship:
- by Adelbert von Chamisso (1781 - 1838), "Der Soldat", appears in Lieder und lyrisch epische Gedichte, in Nach dem Dänischen von Andersen, no. 3
Based on:
- a text in Danish (Dansk) by Hans Christian Andersen (1805 - 1875), "Soldaten", written 1830, appears in Digte
See other settings of this text.
Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2021, (re)printed on this website with kind permission
- DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De soldaat", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
- ENG English (Emily Ezust) , "He walks to the sound of a muffled drum", copyright ©
Confirmed with Gedichte von Adelbert von Chamisso, Dritte Auflage, Stuttgart, Ch. Hausmann'sche Antiquariats-Buchhandlung, 1835, page 156. Note: in this edition, "paradiert" is spelled "paradirt" and "kommandiert" is spelled "kommandirt".
1 Marschner: "freud'gen"2 Schumann: "dann"
3 Furtwängler: "zittern" (? could need double-checking)
4 Schumann: "in das"
2. Die Vätergruft  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Es [ging]1 wohl über die Heide Zur alten Kapell' empor Ein Greis in Waffengeschmeide Und trat in den [dunkeln]2 Chor. Die Särge seiner Ahnen [Standen der]3 Hall' entlang, Aus der Tiefe thät ihn mahnen Ein wunderbarer Gesang. »Wohl hab' ich [euer Grüßen]4, Ihr Heldengeister, gehört; Eure Reihe soll ich schließen. Heil mir! ich bin es wert!« Es stand an kühler Stätte Ein Sarg noch ungefüllt; Den nahm er zum Ruhebette, Zum Pfühle nahm er den Schild. Die Hände thät er falten Aufs Schwert und [schlummert']5 ein; Die Geisterlaute verhallten, Da mocht' es gar stille sein.
Text Authorship:
- by Johann Ludwig Uhland (1787 - 1862), "Die Vätergruft", written 1805, appears in Balladen und Romanzen
See other settings of this text.
Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English [singable] (Arthur Westbrook) , "The ancestral tomb"
- FRE French (Français) (Jacques L'oiseleur des Longchamps) , "Crypte des ancêtres", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Uhlands ausgewählte Gedichte, Fünfte Auflage, Stuttgart, Verlag der J. G. Cotta'schen Buchhandlung, 1891, pages 17-18
Note: modernized spelling would change "thät" to "tät"
1 Liszt, Stöhr: "schritt"2 Stöhr: "dunklen"
3 Stöhr: "Standen die"; Wallnöfer: "Sie standen der"
4 Stöhr: "eure Grüße"
5 Cornelius, Liszt, Stöhr: "schlummerte"