Ein schöner Stern geht auf in meiner Nacht, Ein Stern, der süßen Trost herniederlacht Und neues Leben mir verspricht -- O, lüge nicht! Gleichwie das Meer dem Mond entgegenschwillt, So flutet meine Seele, [froh]1 und wild, Empor zu deinem [holden]2 Licht -- O, lüge nicht!
Sechs Lieder für Sopran (oder Tenor) mit Pianoforte , opus 10
by Johann Heinrich Stuckenschmidt (1819 - 1870)
1. O lüge nicht!  [sung text not yet checked]
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Neue Gedichte, in Verschiedene, in Katharina, no. 1
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Edgar Alfred Bowring) , appears in The Poems of Heine Complete, first published 1861
- ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission
- FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with: Heinrich Heine’s sämtliche Werke in vier Bänden, herausgegeben von Otto F. Lachmann, Erster Band, Leipzig: Druck und Verlag von Philipp Reclam jun, [1887], page 288.
1 Franz: "hoch"2 Franz: "milden"
2. Abendglocken  [sung text not yet checked]
Wie ein Grüßen, wie ein Singen Geht mir's innig durch's Gemüt, Nah und fern die Glocken klingen Und der Tag ist nun verblüht. Doch in meiner Brust tief innen Blühet weiter Duft und Glanz, Daß ich dein mit allen Sinnen, Dein nur bin, ich fühl es ganz. Fühl' es ganz, geliebte Seele, Wie dein Odem mich erfüllt, Und der Schmerz ob manchem Fehle Tief in golden Ruh sich hüllt. Schlafen gangen sind die Triebe, Rastlos wilden Schaffens Drang, Nur die Sehnsucht und die Liebe Wecken kosend meinen Sang. Wecken meines Herzens Glocken All zu seeligem Geläut, Und sie tönen, und sie locken, Bald verhallend, bald erneut. Ach daß sie ein Echo fänden, Drüben über Strom und Wald, Klingend mir’s zurück zu senden, Daß mein Singen nicht verhallt! Abendglocken in der Seele, Abendglocken rings im All -- Nun zur Ruh! Mein Sang erzähle Dir von mir mit leisen Hall. Meiner Töne Nachen bringe Schaukelnd dich zum Traumesport, Ach, dann träumst du seelge Dinge, Träume, träume seelig fort!
Text Authorship:
- by Otto Roquette (1824 - 1896), "Abendglocken", appears in Liederbuch
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- ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Otto Roquette, Liederbuch, Stuttgart und Tübingen: J.G. Cotta’scher Verlag, 1852, pages 69-70
3. Das alte Wort  [sung text not yet checked]
Du schönes Herz, dir möcht' ein Wort ich sagen, Das Alles spricht, Das all mein goldnes Glück sollt' in sich tragen -- Und find' es nicht! Ein alter Ton, ein altes Wort, Der liebe Spruch an jedem Ort Er bleibt auch meiner Seele Hort: Ich liebe dich! Es giebt kein Klang dir all den Himmelssegen In süßerm Ton, Er ist ein Maienblick, ein Sonnenregen, Der Lipp entflohn! Du schönes Herz, sieh lächelnd her, Mein Mund hegt [fremden]1 Wunsch nicht mehr, Es sagt's das Herz, drum spricht auch er: Ich liebe dich!
Text Authorship:
- by Otto Roquette (1824 - 1896), "Das alte Wort ", appears in Liederbuch, first published 1852
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- ENG English (Sharon Krebs) , "The old word", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Otto Roquette, Liederbuch, Stuttgart und Tübingen: J. G. Cotta'scher Verlag, 1852. page 53.
1 Gumbert: "andern"4. Der Glückliche  [sung text not yet checked]
Ich hab' ein Liebchen lieb recht von Herzen, Hellfrische Augen hat's wie zwei Kerzen, Und wo sie spielend streifen das Feld, Ach, wie so lustig glänzet die Welt! Wie in der Waldnacht [zwischen den Schlüften]1 Plötzlich die Täler sonnig sich klüften, Funkeln die Ströme, rauscht himmelwärts Blühende Wildnis - so ist mein Herz! Wie vom [Gebirge]2 ins Meer zu schauen, Wie wenn der Seefalk, hangend im Blauen, Zuruft der dämmernden [Erd']3, wo sie blieb? - So unermesslich ist rechte Lieb'!
Text Authorship:
- by Joseph Karl Benedikt, Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857), "Der Glückliche", appears in Gedichte, in 4. Frühling und Liebe
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- CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Felicitat d'amor", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
- DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
- ENG English (Emily Ezust) , "Happiness in love", copyright ©
- FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Bonheur de l'amour", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
- ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Felicità d'amore", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
1 Rezniček: "zwischen Schlüften"
2 Zöllner: "Gebirg'"
3 Rezniček: "Erde"
5. Willkommene Ruhe  [sung text not yet checked]
Das Meer ist still, die Stürme schlafen, Der Himmel ist so sternenklar; Am [Anker]1 ruht im sichern Hafen Das Schiff geboren vor Gefahr. So laß auch mich nach Kampf und Schmerzen An deiner Brust vor [Anker]1 gehen, Und [blick']2 ich auf von deinem Herzen, Den Himmel dir im Auge sehn.
Text Authorship:
- by Julius Karl Reinhold Sturm (1816 - 1896), "Willkommne Ruhe"
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View original text (without footnotes)1 Vesque von Püttlingen: "Unter"
2 Vesque von Püttlingen: "blickt'"
6. O Blätter, dürre Blätter  [sung text not yet checked]
[O]1 Blätter, dürre Blätter! Wie trauert ihr so sehr! Als ihr noch gabet grünen Schein -- Da war mein lieber Schatz noch mein, Den hab' ich nimmermehr. O Blätter, dürre Blätter! Ihr habt ihn oft gesehn, [Wie]2 er [mir Treu versprochen]3 hat - Ach! kann [denn]4 Liebe wie ein Blatt In einem Jahr vergehn? O Blätter, dürre Blätter! Es war ein falscher Knab'; Euch klag' ich es, ihr schweiget still, Weil ich sonst niemand sagen will, Wie lieb' ich ihn noch hab'!
Text Authorship:
- by (Karl) Ludwig Pfau (1821 - 1894), no title, appears in Gedichte [1847], in 3. Lieder und Stimmen, in Mädchenlieder, no. 11
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- ENG English (Emily Ezust) , "O leaves, withered leaves", copyright ©
1 Stiehl: "Ihr"; Worms: "Ach" - further changes for both may exist not noted.
2 Zemlinsky: "Wann"
3 Hiller: "so heiss geküsst mich"
4 Zemlinsky: "die"