Drei Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte

Song Cycle by Ernst Tschiderer (1830 - 1916)

Word count: 379

1. Mädchenaug! strahlender Schimmer! [sung text not yet checked]

Mädchenaug'! Mädchenaug'!
Strahlender Schimmer!
Unter den Wimpern vor
Schelmisch zu mir empor
Funkle nicht immer.
Dein Blick in meinem brennt,
Meiner von deinem trennt
Nun sich und nimmer.
Ich schau' durchs Fensterlein
Dir in das Herz hinein,
Bald tret' ich selber ein,
Mädchenaug'! Mädchenaug'!

Mädchenmund! Mädchenmund!
Lockend wie Trauben!
Lächelst so minniglich,
Inniglich! sinniglich,
Mußt nun dran glauben,
Daß ich dich küssen muß,
Tausend und einen Kuß
Will ich dir rauben.
Sieh! so umschling' ich dich,
Und so bezwing' ich dich,
Ach! und so küß' ich dich,
Mädchenmund! Mädchemmmd!

Mädchenherz! Mädchenherz!
Laß dich bekehren!
Daß ich dich liebe heiß,
Nichts Andres will und weiß,
Kannst du mir's wehren?
Wie du mich wieder liebst,
Mir dich zu eigen giebst, .
Soll ich's dich lehren?
Bis mir dein Mund verspricht:
Liebster, dich laß' ich nicht!
Nützt dir kein Sträuben nicht,
Mädchenherz! Mädchenherz!

Authorship

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Ständchen [sung text not yet checked]

[Hüttelein]1,
   Still und klein,
   Blinke sanft im Sternenschein,
   Weißt du auch, was du verschließest?
   Wenn du dir es stehlen ließest,
   Könnt' ich nimmer gut dir seyn,
   Hüttelein,
   Schließ dich fein,
   Laß mir keinen Dieb hinein.
Hüttelein,
   Still und klein,
   Sprich, was meint dein Mägdelein?
   Ob es hundert auch begehrten,
   Kanns ja doch nur einem werden;
   Ach wer soll der eine seyn?
   Hüttelein,
   Schließ dich fein;
   Kann ich nicht der eine sein?
Hüttelein.
   Still und klein,
   Droben ist ihr Kämmerlein;
   Wo sie ruht in süßem Schlummer,
   Ferne von ihr Leid und Kummer!
   Wieg' in sanften Traum sie ein.
   Hüttelein,
   Schließ dich fein,
   Schlössest du doch mich auch ein!

Authorship

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Confirmed with Friedrich Rückert, Gesammelte Gedichte, Dritter Band, Erlangen, Carl Heyder, 1837, pages 41-42.

1 J. Boie: "Hüttlein"; further changes may exist not shown above.

Researcher for this text: Harry Joelson

3. Gondoliera [sung text not yet checked]

O komm zu mir, wenn durch die Nacht
Wandelt das Sternenheer,
Dann schwebt mit uns in Mondespracht
Die Gondel übers Meer.
Die Luft ist weich wie [Liebesscherz]1,
Sanft spielt der goldne Schein,
Die [Zither]2 klingt und zieht dein Herz
Mit in die Lust hinein.
O komm zu mir, wenn durch die Nacht
Wandelt das Sternenheer,
Dann schwebt mit uns in Mondespracht
Die Gondel übers Meer.

[Das ist für Liebende die Stund',
Liebchen, wie ich und du;
So friedlich [blaut]3 des Himmels Rund,
Es schläft das Meer in Ruh.]4
Und wie es schläft, [da]5 sagt der [Blick]6,
Was [keine]7 Zunge spricht,
[Die Lippe]8 zieht sich nicht zurück,
[Und wehrt dem Kusse nicht.]9
O komm zu mir, wenn durch die Nacht
Wandelt das Sternenheer,
Dann schwebt mit uns in Mondespracht
Die Gondel übers Meer.

Authorship

Based on

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , "Gondola song", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Barcarolle", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Gianni Franceschi) , "Gondoliera", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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1 Grimm: "Liebesschmerz" [sic]
2 Hensel: "Cither"
3 Grimm: "ruht"
4 Schumann:
Dies ist für sel'ge Lieb' die Stund,
Liebchen, o komm und schau,
so friedlich strahlt des Himmels Rund,
es schläft des Meeres Blau.
5 Schumann: "so"
6 Grimm: "Mund"
7 Grimm, Hensel, Schumann, Raff: "nie die"
8 Schumann: "Das Auge"
9 Schumann: "zurück die Seele nicht"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]