Drei Lieder für 1 Singstimme mit Pianofortebegleitung

by Ladislaus Pachulski

Word count: 235

1. Frühlingszeit [sung text not yet checked]

Wenn der Frühling auf die Berge steigt
 Und im Sonnenstrahl der Schnee zerfließt,
Wenn das erste Grün am Baum sich zeigt,
 Und im Gras das erste Blümlein sprießt --
   Wenn vorbei im Thal
   Nun mit einem Mal
 Alle [Regenzeit]1 und Winterqual,
   Schallt es von den Höh'n
   Bis zum Thale weit:
   O, wie wunderschön
   Ist die Frühlingszeit!

Wenn am Gletscher heiß die Sonne leckt,
 Wenn die Quelle von den Bergen springt,
Alles rings mit jungem Grün sich deckt
 Und das [Lustgetön]2 der Wälder klingt--
   Lüfte lind und lau
   Würzt die grüne Au,
 Und der Himmel lacht so rein und blau,
   Schallt es von den Höh'n
   Bis zum Thale weit:
   O, wie wunderschön
   Ist die Frühlingszeit!

War's nicht auch zur jungen Frühlingszeit,
 Als Dein Herz sich meinem Herz erschloß?
Als von Dir, du wundersüße Maid,
 Ich den ersten langen Kuß genoß!
   Durch den Hain entlang,
   Heller Lustgesang,
 Und die Quelle von den Bergen sprang--
   Scholl es von den Höh'n
   Bis zum Thale weit:
   O, wie wunderschön
   Ist die Frühlingszeit!

Authorship

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Natalie Macfarren) , "Flow'ry May"
  • FRE French (Français) [singable] (François Nicollin)
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Quando la primavera arriva sui monti", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

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1 Mandyczewski: "Regenszeit"
2 Mandyczewski: "Luftgetön" (typo in the score?)

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

2. Im Walde [sung text not yet checked]

Was kann sich dir, du stolze Pracht
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

3. Morgenständchen  [sung text not yet checked]

Steh' auf und öffne das Fenster schnell,
Es lacht der Morgen so frisch, so hell,
Und unten im kleinen Garten
Sind Leute, die Deiner warten.1

Die Veilchen kamen über Nacht,
Hoffärtig breit sich die Tulpe macht,
Und träumend auf und nieder
Schwankt schon der blaue Flieder.1

Die [Ärmsten]2 haben keine Ruh',
[An's Fenster blicken sie immerzu]3,
Sie glauben nicht an des Lenzes Wehen,
Bis sie die holde Rose gesehen.4

Authorship

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "Morning serenade", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Gedichte von Albert Traeger, Neunte vermehrte Auflage, Leipzig, Verlag von Ernst Keil, 1873, page 114.

Note: in many older editions, the spelling of the word "Ärmsten" becomes "Aermsten", but as can be seen in how "über" becomes "Ueber" when capitalized, this is due to the printing process and not to rules of orthography, so we use "Ärmsten".

1 Taubert inserts: "Steh' auf, steh' auf, steh' auf!"
2 Taubert: "Armen"
3 Taubert: "Sie blicken an's Fenster immerzu"
4 Taubert inserts: "Holde Rose, steh' auf, steh' auf!"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]