Lieder nach Texten von Heinrich Heine

Song Cycle by Alexander Rapoport

Word count: 0

1. In mein gar zu dunkles Leben [sung text not yet checked]

In mein gar zu dunkles Leben
Strahlte einst ein süßes Bild;
Nun das süße Bild erblichen,
Bin ich gänzlich nachtumhüllt.

Wenn die Kinder sind im Dunkeln,
Wird beklommen ihr Gemüt,
Und um ihre Angst zu bannen,
Singen sie ein lautes Lied.

Ich, ein tolles Kind, ich singe
Jetzo in der Dunkelheit;
[Klingt]1 das Lied auch nicht ergötzlich,
Hat's mich doch von Angst befreit.

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1 Heine's earlier version has "Ist" here.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Der Wind zieht seine Hosen an [sung text not yet checked]

Der Wind zieht seine Hosen an,
Die weißen Wasserhosen!
Er peitscht die Wellen, so stark er kann,
Die heulen und brausen und tosen.

Aus dunkler Höh, mit wilder Macht,
Die Regengüsse träufen;
Es ist, als wollt die alte Nacht
Das alte Meer ersäufen.

An den Mastbaum klammert die [Möwe]1 sich
Mit [heiserem Schrillen]2 und Schreien;
Sie flattert und will gar ängstiglich
Ein Unglück prophezeien.

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1 White spells it "Möve"
2 White: "heis'ren Schrill'n"
Note: The White score has a typo in the last line: "prophezeihen"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Mein süßes Lieb, wenn du im Grab [sung text not yet checked]

Mein süßes Lieb, wenn du im Grab,
Im dunkeln Grab wirst liegen,
Dann will ich steigen zu dir hinab,
Und will mich an dich schmiegen.

Ich küsse, [umschlinge und]1  presse dich wild,
Du Stille, du Kalte, du Bleiche!
Ich jauchze, ich zittre, ich weine mild,
Ich werde selber zur Leiche.

Die Toten stehn auf, die Mitternacht ruft,
Sie tanzen im luftigen Schwarme;
Wir beide bleiben in der Gruft,
Ich liege in deinem Arme.

Die Toten stehn auf, der Tag des Gerichts
Ruft sie zu Qual und Vergnügen;
Wir beide bekümmern uns um nichts,
Und bleiben umschlungen liegen.

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Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 136.

1 Hetsch: "umschlinge, ich"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Pierre Mathé [Guest Editor]