One dull, dreary day in November 'twas, the morning we departed. The wind tore all the leaves from the trees: My journey through Germany'd started.
Ein Wanderer durch Deutschland, nach Heines Wintermärchen (A Wanderer through DEUTSCHLAND after Heine's Wintermärchen), op. 72
Song Cycle by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949)
1. At the border (Sung Text)
Note: this is a multi-text setting
Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), stanza 1 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 1
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Researcher for this page: Leonard LehrmanThe French and the Russians control the land, the waves are ruled by Britain, Leaving us the realm of the air and of dreams -- and that's where we best fit in.
Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), stanza 6 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 7
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Researcher for this page: Leonard LehrmanMy friends, I hereby bid of you a song that's new and inspiring A Paradise right here on earth that everyone's desiring!
Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), stanza 7 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 1
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Researcher for this page: Leonard LehrmanWhile up above you could hear a little trilling and singing wren, Here down below to inspect my bags came the Prussian customsmen. Through everything sniffing, rifling around in trousers, shirts and underwear A-looking for jewelry, lace, and especially forbidden books! "What is that there!?" You fools, sticking your nose in my bags, just what do you think I'm hiding? All of the contraband that I have lies here in my head residing! Here you'll find jewels so finely made, and lace that a Belgian can't bring you, And if I start to unpack the rest, you'll find it will tickle and sting you! And many a book I've here in my head! Contagious, you'll discover -- My head is a dangerous carrier from which you never recover!
Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), stanzas 1-4,6 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 2, first published 1881
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Researcher for this page: Leonard Lehrman1. An der Grenze [sung text not yet checked]
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Im traurigen Monat November wars, Die Tage wurden trüber, Der Wind riß von den Bäumen das Laub, Da reist ich nach Deutschland hinüber. Und als ich an die Grenze kam, Da fühlt ich ein stärkeres Klopfen In meiner Brust, ich glaube sogar Die Augen begunnen zu tropfen. Und als ich die deutsche Sprache vernahm, Da ward mir seltsam zu Mute; Ich meinte nicht anders, als ob das Herz Recht angenehm verblute. Ein kleines Harfenmädchen sang. Sie sang mit wahrem Gefühle Und falscher Stimme, doch ward ich sehr Gerühret von ihrem Spiele. Sie sang das alte Entsagungslied, Das Eiapopeia vom Himmel, Womit man einlullt, wenn es greint, Das Volk, den großen Lümmel. Ich kenne die Weise, ich kenne den Text, Ich kenn auch die Herren Verfasser; Ich weiß, sie tranken heimlich Wein Und predigten öffentlich Wasser. Ein neues Lied, ein besseres Lied, O Freunde, will ich Euch dichten! Wir wollen hier auf Erden schon Das Himmelreich errichten. Wir wollen auf Erden glücklich sein, Und wollen nicht mehr darben; Verschlemmen soll nicht der faule Bauch Was fleißige Hände erwarben. Es wächst hienieden Brot genug Für alle Menschenkinder, Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust, Und Zuckererbsen nicht minder. Ja, Zuckererbsen für jedermann, Sobald die Schoten platzen! Den Himmel überlassen wir Den Engeln und den Spatzen. Und wachsen uns Flügel nach dem Tod, So wollen wir Euch besuchen Dort oben, und wir, wir essen mit Euch Die seligsten Torten und Kuchen. Ein neues Lied, ein besseres Lied, Es klingt wie Flöten und Geigen! Das Miserere ist vorbei, Die Sterbeglocken schweigen. Die Jungfer Europa ist verlobt Mit dem schönen Genusse Der Freiheit, sie liegen einander im Arm, Und schwelgen im ersten Kusse. Und fehlt der Pfaffensegen dabei, Die Ehe wird gültig nicht minder Es lebe Bräutigam und Braut, Und ihre zukünftigen Kinder! Ein Hochzeitskarren ist mein Lied, Das bessere, das neue! In meiner Seele gehen auf Die Sterne der höchsten Weihe Begeisterte Sterne, sie lodern wild, Zerfließen in Flammenbächen Ich fühle mich wunderbar erstarkt, Ich könnte Eichen zerbrechen! Seit ich auf deutsche Erde trat, Durchströmen mich Zaubersäfte Der Riese hat wieder die Mutter berührt, Und es wuchsen im neu die Kräfte.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 1
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- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanza 1 [an adaptation]
- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanza 7 [an adaptation]
Ich ging nach Haus und schlief als ob Die Engel gewiegt mich hätten. Man ruht in deutschen Betten so weich, Denn das sind Federbetten. Wie sehnt' ich mich oft nach der Süßigkeit Des vaterländischen Pfühles, Wenn ich auf harten Matratzen lag, In der schlaflosen Nacht des Exiles! Man schläft sehr gut und träumt auch gut In unseren Federbetten. Hier fühlt die deutsche Seele sich frey Von allen Erdenketten. Sie fühlt sich frey und schwingt sich empor Zu den höchsten Himmelsräumen. O deutsche Seele, wie stolz ist dein Flug In deinen nächtlichen Träumen! Die Götter erbleichen wenn du nah'st! Du hast auf deinen Wegen Gar manches Sternlein ausgeputzt Mit deinen Flügelschlägen! Franzosen und Russen gehört das Land, Das Meer gehört den Britten, Wir aber besitzen im Luftreich' des Traums Die Herrschaft unbestritten. Hier üben wir die Hegemonie, Hier sind wir unzerstückelt; Die andern Völker haben sich Auf platter Erde entwickelt. - - Und als ich einschlief, da träumte mir, Ich schlenderte wieder im hellen Mondschein die hallenden Straßen entlang, In dem alterthümlichen Cöllen. Und hinter mir ging wieder einher Mein schwarzer, vermummter Begleiter. Ich war so müde, mir brachen die Knie, Doch immer gingen wir weiter. Wir gingen weiter. Mein Herz in der Brust War klaffend aufgeschnitten, Und aus der Herzenswunde hervor Die rothen Tropfen glitten. Ich tauchte manchmal die Finger hinein, Und manchmal ist es geschehen, Daß ich die Hausthürpfosten bestrich Mit dem Blut im Vorübergehen. Und jedesmal wenn ich ein Haus Bezeichnet in solcher Weise, Ein Sterbeglöckchen erscholl fernher, Wehmüthig wimmernd und leise. Am Himmel aber erblich der Mond, Er wurde immer trüber; Gleich schwarzen Rossen jagten an ihm Die wilden Wolken vorüber. Und immer ging hinter mir einher Mit seinem verborgenen Beile Die dunkle Gestalt - so wanderten wir Wohl eine gute Weile. Wir gehen und gehen, bis wir zuletzt Wieder zum Domplatz gelangen; Weit offen standen die Pforten dort, Wir sind hineingegangen. Es herrschte im ungeheuren Raum Nur Tod und Nacht und Schweigen; Es brannten Ampeln hie und da, Um die Dunkelheit recht zu zeigen. Ich wandelte lange den Pfeilern entlang Und hörte nur die Tritte Von meinem Begleiter, er folgte mir Auch hier bey jedem Schritte. Wir kamen endlich zu einem Ort, Wo funkelnde Kerzenhelle Und blitzendes Gold und Edelstein; Das war die Drey-Königs-Kapelle. Die heil'gen drey Könige jedoch, Die sonst so still dort lagen, O Wunder! sie saßen aufrecht jetzt Auf ihren Sarkophagen. Drey Todtengerippe, phantastisch geputzt, Mit Kronen auf den elenden Vergilbten Schädeln, sie trugen auch Das Zepter in knöchernen Händen. Wie Hampelmänner bewegten sie Die längstverstorbenen Knochen; Die haben nach Moder und zugleich Nach Weihrauchduft gerochen. Der Eine bewegte sogar den Mund Und hielt eine Rede, sehr lange; Er setzte mir auseinander warum Er meinen Respekt verlange. Zuerst weil er ein Todter sey, Und zweitens weil er ein König, Und drittens weil er ein Heil'ger sey, - Das alles rührte mich wenig. Ich gab ihm zur Antwort lachenden Muths: Vergebens ist deine Bemühung! Ich sehe, daß du der Vergangenheit Gehörst in jeder Beziehung. Fort! fort von hier! im tiefen Grab, Ist Eure natürliche Stelle. Das Leben nimmt jetzt in Beschlag Die Schätze dieser Kapelle. Der Zukunft fröhliche Cavallerie Soll hier im Dome hausen. Und weicht Ihr nicht willig, so brauch ich Gewalt, Und laß' Euch mit Kolben lausen! So sprach ich und ich drehte mich um, Da sah ich furchtbar blinken Des stummen Begleiters furchtbares Beil - Und er verstand mein Winken. Er nahte sich, und mit dem Beil Zerschmetterte er die armen Skelette des Aberglaubens, er schlug Sie nieder ohn' Erbarmen. Es dröhnte der Hiebe Wiederhall Aus allen Gewölben, entsetzlich, - Blutströme schossen aus meiner Brust, Und ich erwachte plötzlich.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 7
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- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanza 6 [an adaptation]
Im traurigen Monat November wars, Die Tage wurden trüber, Der Wind riß von den Bäumen das Laub, Da reist ich nach Deutschland hinüber. Und als ich an die Grenze kam, Da fühlt ich ein stärkeres Klopfen In meiner Brust, ich glaube sogar Die Augen begunnen zu tropfen. Und als ich die deutsche Sprache vernahm, Da ward mir seltsam zu Mute; Ich meinte nicht anders, als ob das Herz Recht angenehm verblute. Ein kleines Harfenmädchen sang. Sie sang mit wahrem Gefühle Und falscher Stimme, doch ward ich sehr Gerühret von ihrem Spiele. Sie sang das alte Entsagungslied, Das Eiapopeia vom Himmel, Womit man einlullt, wenn es greint, Das Volk, den großen Lümmel. Ich kenne die Weise, ich kenne den Text, Ich kenn auch die Herren Verfasser; Ich weiß, sie tranken heimlich Wein Und predigten öffentlich Wasser. Ein neues Lied, ein besseres Lied, O Freunde, will ich Euch dichten! Wir wollen hier auf Erden schon Das Himmelreich errichten. Wir wollen auf Erden glücklich sein, Und wollen nicht mehr darben; Verschlemmen soll nicht der faule Bauch Was fleißige Hände erwarben. Es wächst hienieden Brot genug Für alle Menschenkinder, Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust, Und Zuckererbsen nicht minder. Ja, Zuckererbsen für jedermann, Sobald die Schoten platzen! Den Himmel überlassen wir Den Engeln und den Spatzen. Und wachsen uns Flügel nach dem Tod, So wollen wir Euch besuchen Dort oben, und wir, wir essen mit Euch Die seligsten Torten und Kuchen. Ein neues Lied, ein besseres Lied, Es klingt wie Flöten und Geigen! Das Miserere ist vorbei, Die Sterbeglocken schweigen. Die Jungfer Europa ist verlobt Mit dem schönen Genusse Der Freiheit, sie liegen einander im Arm, Und schwelgen im ersten Kusse. Und fehlt der Pfaffensegen dabei, Die Ehe wird gültig nicht minder Es lebe Bräutigam und Braut, Und ihre zukünftigen Kinder! Ein Hochzeitskarren ist mein Lied, Das bessere, das neue! In meiner Seele gehen auf Die Sterne der höchsten Weihe Begeisterte Sterne, sie lodern wild, Zerfließen in Flammenbächen Ich fühle mich wunderbar erstarkt, Ich könnte Eichen zerbrechen! Seit ich auf deutsche Erde trat, Durchströmen mich Zaubersäfte Der Riese hat wieder die Mutter berührt, Und es wuchsen im neu die Kräfte.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 1
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- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanza 1 [an adaptation]
- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanza 7 [an adaptation]
Während die Kleine von Himmelslust Getrillert und musiciret, Ward von den preußischen Douanièrs Mein Koffer visitiret. Beschnüffelten alles, kramten herum In Hemden, Hosen, Schnupftüchern; Sie suchten nach Spitzen, nach Bijouterien, Auch nach verbotenen Büchern. Ihr Thoren, die Ihr im Koffer sucht! Hier werdet Ihr nichts entdecken! Die Contrebande, die mit mir reist, Die hab' ich im Kopfe stecken. Hier hab' ich Spitzen, die feiner sind Als die von Brüssel und Mecheln, Und pack' ich einst meine Spitzen aus, Sie werden Euch sticheln und hecheln. Im Kopfe trage ich Bijouterien, Der Zukunft Krondiamanten, Die Tempelkleinodien des neuen Gotts, Des großen Unbekannten. Und viele Bücher trag' ich im Kopf! Ich darf es Euch versichern, Mein Kopf ist ein zwitscherndes Vogelnest Von konfiszirlichen Büchern. Glaubt mir, in Satans Bibliothek Kann es nicht schlimmere geben; Sie sind gefährlicher noch als die Von Hoffmann von Fallersleben! - Ein Passagier, der neben mir stand, Bemerkte mir, ich hätte Jetzt vor mir den preußischen Zollverein, Die große Douanenkette. "Der Zollverein" - bemerkte er - "Wird unser Volksthum begründen, Er wird das zersplitterte Vaterland Zu einem Ganzen verbinden. "Er giebt die äußere Einheit uns, Die sogenannt materielle; Die geistige Einheit giebt uns die Censur, Die wahrhaft ideelle - "Sie giebt die innere Einheit uns, Die Einheit im Denken und Sinnen; Ein einiges Deutschland thut uns Noth, Einig nach Außen und Innen."
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 2, first published 1881
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- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanzas 1-4,6 [an adaptation]
2. Cologne (Sung Text)
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And as the Rhine Bridge hove in view, darkness descended; 'twas soon night, As then flowing by I saw Father Rhine a-gleaming through the moonlight.
Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), stanza 1 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 5
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Researcher for this page: Leonard LehrmanThe stony-faced houses staring at me as if with an air of myst'ry Seemed longing to tell me legends and tales of holy Cologne and its hist'ry. The winds when they blow still wake the thoughts of burnt books and men. Hear their moaning! The people sang and the church bells rang, a Kyrie eleison intoning. Folly and evil had full reign like dogs for whom there's nothing sacred. Today's direct descendant's the same: Righteous religious hatred.
Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), stanzas 5, 8-9 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 4
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Researcher for this page: Leonard LehrmanI bored around an hour or so until, bored, and, yes, estranged, such Great Prussian soldiers are still on show: Things really haven't changed much.
Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), stanza 4 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 3
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Researcher for this page: Leonard Lehrman2. Köln [sung text not yet checked]
Note: this is a multi-text setting
Und als ich an die Rheinbrück kam, Wohl an die Hafenschanze, Da sah ich fließen den Vater Rhein Im stillen Mondenglanze. Sey mir gegrüßt, mein Vater Rhein, Wie ist es mir ergangen? Ich habe oft an dich gedacht, Mit Sehnsucht und Verlangen. So sprach ich, da hört' ich im Wasser tief Gar seltsam grämliche Töne, Wie Hüsteln eines alten Manns, Ein Brümmeln und weiches Gestöhne: "Willkommen, mein Junge, das ist mir lieb, Daß du mich nicht vergessen; Seit dreizehn Jahren sah ich dich nicht, Mir ging es schlecht unterdessen. "Zu Biberich hab' ich Steine verschluckt, Wahrhaftig, sie schmeckten nicht lecker! Doch schwerer liegen im Magen mir Die Verse von Niklas Becker. "Er hat mich besungen, als ob ich noch Die reinste Jungfer wäre, Die sich von niemand rauben läßt Das Kränzlein ihrer Ehre. "Wenn ich es höre, das dumme Lied, Dann möcht ich mir zerraufen Den weißen Bart, ich möchte fürwahr Mich in mir selbst ersaufen! "Daß ich keine reine Jungfer bin, Die Franzosen wissen es besser, Sie haben mit meinem Wasser so oft Vermischt ihr Siegergewässer. "Das dumme Lied und der dumme Kerl! Er hat mich schmählich blamiret, Gewissermaßen hat er mich auch Politisch kompromittiret. "Denn kehren jetzt die Franzosen zurück, So muß ich vor ihnen erröthen, Ich, der um ihre Rückkehr so oft Mit Thränen zum Himmel gebeten. "Ich habe sie immer so lieb gehabt, Die lieben kleinen Französchen - Singen und springen sie noch wie sonst? Tragen noch weiße Höschen? "Ich möchte sie gerne wiedersehn, Doch fürcht' ich die Persifflage, Von wegen des verwünschten Lieds, Von wegen der Blamage. "Der Alphred de Müsset, der Gassenbub, Der kommt an ihrer Spitze Vielleicht als Tambour, und trommelt mir vor All seine schlechten Witze." So klagte der arme Vater Rhein, Konnt sich nicht zufrieden geben. Ich sprach zu ihm manch tröstendes Wort, Um ihm das Herz zu heben: O, fürchte nicht, mein Vater Rhein, Den spöttelnden Scherz der Franzosen; Sie sind die alten Franzosen nicht mehr, Auch tragen sie andere Hosen. Die Hosen sind roth und nicht mehr weiß, Sie haben auch andere Knöpfe, Sie singen nicht mehr, sie springen nicht mehr, Sie senken nachdenklich die Köpfe. Sie philosophiren und sprechen jetzt Von Kant, von Fischte und Hegel, Sie rauchen Tabak, sie trinken Bier, Und manche schieben auch Kegel. Sie werden Philister ganz wie wir Und treiben es endlich noch ärger; Sie sind keine Voltairianer mehr, Sie werden Hengstenberger. Der Alphred de Müsset, das ist wahr, Ist noch ein Gassenjunge; Doch fürchte nichts, wir fesseln ihm Die schändliche Spötterzunge. Und trommelt er dir einen schlechten Witz, So pfeifen wir ihm einen schlimmern, Wir pfeifen ihm vor was ihm passirt Bei schönen Frauenzimmern. Gieb dich zufrieden, Vater Rhein, Denk' nicht an schlechte Lieder, Ein besseres Lied vernimmst du bald - Leb wohl, wir sehen uns wieder.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 5
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanza 1 [an adaptation]
Zu Cöllen kam ich spät Abends an, Da hörte ich rauschen den Rheinfluß, Da fächelte mich schon deutsche Luft, Da fühlt' ich ihren Einfluß -- Auf meinen Appetit. Ich aß Dort Eierkuchen mit Schinken, Und da er sehr gesalzen war Mußt ich auch Rheinwein trinken. Der Rheinwein glänzt noch immer wie Gold Im grünen Römerglase, Und trinkst du etwelche Schoppen zu viel, So steigt er dir in die Nase. In die Nase steigt ein Prickeln so süß, Man kann sich vor Wonne nicht lassen! Es trieb mich hinaus in die dämmernde Nacht, In die wiederhallenden Gassen. Die steinernen Häuser schauten mich an, Als wollten sie mir berichten Legenden aus altverschollener Zeit, Der heilgen Stadt Cöllen Geschichten. Ja, hier hat einst die Clerisey Ihr frommes Wesen getrieben, Hier haben die Dunkelmänner geherrscht, Die Ulrich von Hutten beschrieben. Der Cancan des Mittelalters ward hier Getanzt von Nonnen und Mönchen; Hier schrieb Hochstraaten, der Menzel von Cölln, Die giftgen Denunziaziönchen. Die Flamme des Scheiterhaufens hat hier Bücher und Menschen verschlungen; Die Glocken wurden geläutet dabei Und Kyrie Eleison gesungen. Dummheit und Bosheit buhlten hier Gleich Hunden auf freier Gasse; Die Enkelbrut erkennt man noch heut An ihrem Glaubenshasse. -- Doch siehe! dort im Mondenschein Den kolossalen Gesellen! Er ragt verteufelt schwarz empor, Das ist der Dom von Cöllen. Er sollte des Geistes Bastille sein, Und die listigen Römlinge dachten: In diesem Riesenkerker wird Die deutsche Vernunft verschmachten! Da kam der Luther, und er hat Sein großes "Halt!" gesprochen - Seit jenem Tage blieb der Bau Des Domes unterbrochen. Er ward nicht vollendet -- und das ist gut. Denn eben die Nichtvollendung Macht ihn zum Denkmahl von Deutschlands Kraft Und protestantischer Sendung. Ihr armen Schelme vom Domverein, Ihr wollt mit schwachen Händen Fortsetzen das unterbrochene Werk, Und die alte Zwingburg vollenden! Oh thörichter Wahn! Vergebens wird Geschüttelt der Klingelbeutel, Gebettelt bei Ketzern und Juden sogar; Ist alles fruchtlos und eitel. Vergebens wird der große Franz Lißt Zum Besten des Doms musiziren, Und ein talentvoller König wird Vergebens deklamiren! Er wird nicht vollendet, der Köllner Dom, Obgleich die Narren in Schwaben Zu seinem Fortbau ein ganzes Schiff Voll Steine gesendet haben. Er wird nicht vollendet, trotz allem Geschrey Der Raben und der Eulen, Die, alterthümlich gesinnt, so gern In hohen Kirchthürmen weilen. Ja, kommen wird die Zeit sogar Wo man, statt ihn zu vollenden, Die inneren Räume zu einem Stall Für Pferde wird verwenden. "Und wird der Dom ein Pferdestall, Was sollen wir dann beginnen Mit den heil'gen drey Kön'gen, die da ruhn Im Tabernakel da drinnen?" So höre ich fragen. Doch brauchen wir uns In unserer Zeit zu geniren? Die heil'gen drey Kön'ge aus Morgenland, Sie können wo anders logiren. Folgt meinem Rath und steckt sie hinein In jene drey Körbe von Eisen, Die hoch zu Münster hängen am Thurm, Der Sankt Lamberti geheißen. Fehlt etwa einer vom Triumvirat, So nehmt einen anderen Menschen, Ersetzt den König des Morgenlands Durch einen abendländschen.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 4
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- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanzas 5, 8-9 [an adaptation]
Zu Aachen, im alten Dome, liegt Carolus Magnus begraben. (Man muß ihn nicht verwechseln mit Karl Mayer, der lebt in Schwaben.) Ich möchte nicht tot und begraben sein Als Kaiser zu Aachen im Dome; Weit lieber lebt' ich als kleinster Poet Zu Stukkert am Neckarstrome. Zu Aachen langweilen sich auf der Straß' Die Hunde, sie flehn untertänig: «Gib uns einen Fußtritt, o Fremdling, das wird Vielleicht uns zerstreuen ein wenig.» Ich bin in diesem langweil'gen Nest Ein Stündchen herumgeschlendert. Sah wieder preußisches Militär, Hat sich nicht sehr verändert. Es sind die grauen Mäntel noch Mit dem hohen, roten Kragen - (Das Rot bedeutet Franzosenblut, Sang Körner in früheren Tagen.) Noch immer das hölzern pedantische Volk, Noch immer ein rechter Winkel In jeder Bewegung, und im Gesicht Der eingefrorene Dünkel. Sie stelzen noch immer so steif herum, So kerzengerade geschniegelt, Als hätten sie verschluckt den Stock, Womit man sie einst geprügelt. Ja, ganz verschwand die Fuchtel nie, Sie tragen sie jetzt im Innern; Das trauliche Du wird immer noch An das alte Er erinnern. Der lange Schnurrbart ist eigentlich nur Des Zopftums neuere Phase: Der Zopf, der ehmals hinten hing, Der hängt jetzt unter der Nase. Nicht übel gefiel mir das neue Kostüm Der Reuter, das muß ich loben, Besonders die Pickelhaube, den Helm Mit der stählernen Spitze nach oben. Das ist so rittertümlich und mahnt An der Vorzeit holde Romantik, An die Burgfrau Johanna von Montfaucon, An den Freiherrn Fouqué, Uhland, Tieck. Das mahnt an das Mittelalter so schön, An Edelknechte und Knappen, Die in dem Herzen getragen die Treu Und auf dem Hintern ein Wappen. Das mahnt an Kreuzzug und Turnei, An Minne und frommes Dienen, An die ungedruckte Glaubenszeit, Wo noch keine Zeitung erschienen. Ja, ja, der Helm gefällt mir, er zeugt Vom allerhöchsten Witze! Ein königlicher Einfall war's! Es fehlt nicht die Pointe, die Spitze! Nur fürcht ich, wenn ein Gewitter entsteht, Zieht leicht so eine Spitze Herab auf euer romantisches Haupt Des Himmels modernste Blitze! - - Zu Aachen, auf dem Posthausschild, Sah ich den Vogel wieder, Der mir so tief verhaßt! Voll Gift Schaute er auf mich nieder. Du häßlicher Vogel, wirst du einst Mir in die Hände fallen, So rupfe ich dir die Federn aus Und hacke dir ab die Krallen. Du sollst mir dann, in luft'ger Höh', Auf einer Stange sitzen, Und ich rufe zum lustigen Schießen herbei Die rheinischen Vogelschützen. Wer mir den Vogel herunterschießt, Mit Zepter und Krone belehn ich Den wackern Mann! Wir blasen Tusch Und rufen: «Es lebe der König!»
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 3
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- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanza 4 [an adaptation]
3. Eastward
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Cologne we left at a quarter to eight
. . . . . . . . . .
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Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), stanza 1 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 9
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Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), stanzas 1-2 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 10
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3. Ostwärts [sung text not yet checked]
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Von Cöllen war ich drei Viertel auf Acht Des Morgens fortgereiset; Wir kamen nach Hagen schon gegen Drey, Da wird zu Mittag gespeiset. Der Tisch war gedeckt. Hier fand ich ganz Die altgermanische Küche. Sey mir gegrüßt, mein Sauerkraut, Holdselig sind deine Gerüche! Gestofte Kastanien im grünen Kohl! So aß ich sie einst bei der Mutter! Ihr heimischen Stockfische seid mir gegrüßt! Wie schwimmt Ihr klug in der Butter! Jedwedem fühlenden Herzen bleibt Das Vaterland ewig theuer - Ich liebe auch recht braun geschmort Die Bücklinge und Eyer. Wie jauchzten die Würste im spritzelnden Fett! Die Krammetsvögel, die frommen Gebratenen Englein mit Apfelmuß, Sie zwitscherten mir: Willkommen! Willkommen, Landsmann, - zwitscherten sie - Bist lange ausgeblieben, Hast dich mit fremdem Gevögel so lang In der Fremde herumgetrieben! Es stand auf dem Tische eine Gans, Ein stilles, gemüthliches Wesen. Sie hat vielleicht mich einst geliebt, Als wir beide noch jung gewesen. Sie blickte mich an so bedeutungsvoll, So innig, so treu, so wehe! Besaß eine schöne Seele gewiß, Doch war das Fleisch sehr zähe. Auch einen Schweinskopf trug man auf In einer zinnernen Schüssel; Noch immer schmückt man den Schweinen bei uns Mit Lorbeerblättern den Rüssel.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 9
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- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanza 1 [an adaptation]
Dicht hinter Hagen ward es Nacht, Und ich fühlte in den Gedärmen Ein seltsames Frösteln. Ich konnte mich erst Zu Unna, im Wirthshaus, erwärmen. Ein hübsches Mädchen fand ich dort, Die schenkte mir freundlich den Punsch ein; Wie gelbe Seide das Lockenhaar, Die Augen sanft wie Mondschein. Den lispelnd westphälischen Accent Vernahm ich mit Wollust wieder. Viel süße Erinnerung dampfte der Punsch, Ich dachte der lieben Brüder, Der lieben Westphalen womit ich so oft In Göttingen getrunken, Bis wir gerührt einander an's Herz Und unter die Tische gesunken! Ich habe sie immer so lieb gehabt, Die lieben, guten Westphalen, Ein Volk so fest, so sicher, so treu, Ganz ohne Gleißen und Prahlen. Wie standen sie prächtig auf der Mensur, Mit ihren Löwenherzen! Es fielen so grade, so ehrlich gemeint, Die Quarten und die Terzen. Sie fechten gut, sie trinken gut, Und wenn sie die Hand dir reichen, Zum Freundschaftsbündniß, dann weinen sie; Sind sentimentale Eichen. Der Himmel erhalte dich, wackres Volk, Er segne deine Saaten, Bewahre dich vor Krieg und Ruhm, Vor Helden und Heldenthaten. Er schenke deinen Söhnen stets Ein sehr gelindes Examen, Und deine Töchter bringe er hübsch Unter die Haube - Amen!
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 10
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- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanzas 1-2 [an adaptation]
- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanza 8 [an adaptation]
4. The wolves
Continuing at night, the coach bumped along
. . . . . . . . . .
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Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), stanzas 1-9,12-14 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 12
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4. Mit den Wölfen  [sung text not yet checked]
Im nächtlichen Walde humpelt dahin
Die Chaise. Da kracht es plötzlich -
Ein Rad ging los. Wir halten still.
Das ist nicht sehr ergötzlich.
Der Postillon steigt ab und eilt
In's Dorf, und ich verweile
Um Mitternacht allein im Wald.
Ringsum ertönt ein Geheule.
Das sind die Wölfe, die heulen so wild,
Mit ausgehungerten Stimmen.
Wie Lichter in der Dunkelheit
Die feurigen Augen glimmen.
Sie hörten von meiner Ankunft gewiß,
Die Bestien, und mir zu Ehre
Illuminirten sie den Wald,
Und singen sie ihre Chöre.
Das ist ein Ständchen, ich merke es jetzt,
Ich soll gefeyert werden!
Ich warf mich gleich in Positur
Und sprach mit gerührten Gebehrden:
"Mitwölfe! Ich bin glücklich heut
In Eurer Mitte zu weilen,
Wo so viel edle Gemüther mir
Mit Liebe entgegenheulen.
"Was ich in diesem Augenblick
Empfinde, ist unermeßlich;
Ach! diese schöne Stunde bleibt
Mir ewig unvergeßlich.
"Ich danke Euch für das Vertraun,
Womit Ihr mich beehret,
Und das Ihr in jeder Prüfungszeit
Durch treue Beweise bewähret.
"Mitwölfe! Ihr zweifeltet nie an mir,
Ihr ließet Euch nicht fangen
Von Schelmen, die Euch gesagt, ich sey
Zu den Hunden übergegangen,
[ ... ]
"Ich bin kein Schaaf, ich bin kein Hund,
Kein Hofrath und kein Schellfisch -
Ich bin ein Wolf geblieben, mein Herz
Und meine Zähne sind wölfisch.
"Ich bin ein Wolf und werde stets
Auch heulen mit den Wölfen -
Ja, zählt auf mich und helft Euch selbst,
Dann wird auch Gott Euch helfen!"
Das war die Rede, die ich hielt,
Ganz ohne Vorbereitung;
Verstümmelt hat Kolb sie abgedruckt
In der Allgemeinen Zeitung.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 12
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]5. The sun
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Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), stanzas 1-2 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 13
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5. Die Sonne  [sung text not yet checked]
Die Sonne ging auf bei Paderborn,
Mit sehr verdroßner Gebärde.
Sie treibt in der Tat ein verdrießlich Geschäft -
Beleuchten die dumme Erde!
Hat sie die eine Seite erhellt,
Und bringt sie mit strahlender Eile
Der andern ihr Licht, so verdunkelt schon
Sich jene mittlerweile.
[ ... ]
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 13
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]6. Die feste Burg  [sung text not yet checked]
Minden ist eine feste Burg,
Hat gute Wehr und Waffen!
Mit preußischen Festungen hab ich jedoch
Nicht gerne was zu schaffen.
[ ... ]
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 18
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]6. The mighty fort
Minden is a mighty fort
. . . . . . . . . .
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Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949) [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 18
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7. At the inn
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Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), stanzas 6-9 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 18
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7. Im Wirtshaus  [sung text not yet checked]
[ ... ] Im Wirtshaus ward mir noch schlimmer zumut, Das Essen wollt mir nicht schmecken. Ging schlafen sogleich, doch schlief ich nicht, Mich drückten so schwer die Decken. Es war ein breites Federbett, Gardinen von rotem Damaste, Der Himmel von verblichenem Gold, Mit einem schmutzigen Quaste. Verfluchter Quast! der die ganze Nacht Die liebe Ruhe mir raubte! Er hing mir, wie des Damokles Schwert, So drohend über dem Haupte! Schien manchmal ein Schlangenkopf zu sein, Und ich hörte ihn heimlich zischen: «Du bist und bleibst in der Festung jetzt, Du kannst nicht mehr entwischen!» [ ... ]
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 18
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]8. At mother's
And then my dear mother caught sight of me -- with shock I wondered whether she'd faint: "My little boy!" and in her joy clapped her hands together: "My little boy, it's thirteen years -- and you have gotten thinner! You must be tired and hungry too! What would you like for dinner? I've got some fish and oranges and lovely goose I've roasted." "So let's have fish and oranges and the lovely goose you've roasted. " And when my dear mother saw how I ate, it pleasured her so, my digestion. She asked me this, she asked me that, with more than one ticklish question: "My little boy! And now that you live far from home, how's it looking: Your wife, does she keep accounts for you? And how is her mending and cooking?" "O Mother dear, the fish is good. But let me be silent while eating. You don't want bones getting caught in my throat. We'd best to hold off speaking." As soon as I'd finished the fish, there came the goose that she had made me. My mother again asked me this and that -- tough questions to answer she bade me: "My little boy! What country is better to live today in? France? Or in your homeland? And in which one have the more people say in?" "O Mother dear, the oranges are good, and I'd love to continue To savor them in all their juice. But a few I shall not get into."
Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), stanzas 2-9,14 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 20
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Researcher for this page: Leonard Lehrman8. Bei der Mutter  [sung text not yet checked]
[ ... ] Und als ich zu meiner Frau Mutter kam, Erschrak sie fast vor Freude; Sie rief: "mein liebes Kind!" und schlug Zusammen die Hände beide. "Mein liebes Kind, wohl dreyzehn Jahr Verflossen unterdessen! Du wirst gewiß sehr hungrig seyn - Sag' an, was willst du essen? "Ich habe Fisch und Gänsefleisch Und schöne Apfelsinen." So gieb mir Fisch und Gänsefleisch Und schöne Apfelsinen. Und als ich aß mit großem Ap'tit, Die Mutter ward glücklich und munter, Sie frug wohl dies, sie frug wohl das, Verfängliche Fragen mitunter. "Mein liebes Kind! und wirst du auch Recht sorgsam gepflegt in der Fremde? Versteht deine Frau die Haushaltung, Und flickt sie dir Strümpfe und Hemde?" Der Fisch ist gut, lieb Mütterlein, Doch muß man ihn schweigend verzehren; Man kriegt so leicht eine Grät' in den Hals, Du darfst mich jetzt nicht stören. Und als ich den braven Fisch verzehrt, Die Gans ward aufgetragen. Die Mutter frug wieder wohl dies, wohl das, Mitunter verfängliche Fragen. "Mein liebes Kind! in welchem Land Läßt sich am besten leben? Hier oder in Frankreich? und welchem Volk Wirst du den Vorzug geben?" [ ... ] Die Apfelsinen, lieb Mütterlein, Sind gut, und mit wahrem Vergnügen Verschlucke ich den süßen Saft, Und ich lasse die Schaalen liegen.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 20
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]9. We Jews
We Jews divide into groups once more and separate into minyans In every temple and synagogue: Two Jews, three pulpits, four opinions. The young eat pork and tolerate all kinds of hanky-panky. They're democratic. The elder are rather more aristocranky.
Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), after stanzas 15-16 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 22
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Researcher for this page: Leonard Lehrman9. Wir Juden  [sung text not yet checked]
[ ... ] [Die Juden theilen sich]1 wieder ein In zwey verschiedne Partheyen; Die Alten gehn in die Synagog' Und in den Tempel die Neuen. Die Neuen essen Schweinefleisch, Zeigen sich widersetzig, Sind Demokraten; die Alten sind Vielmehr aristokrätzig. [ ... ]
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 22
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View text without footnotes1 Lehrman: "Wir Juden teilen uns"; further changes may exist not noted.
Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
10. The goddess (Sung Text)
Note: this is a multi-text setting
And when I came to the docks that night, bathed in the moonlight voluptuous, I saw this girl, a masterpiece, gorgeous, her figure sumptuous.
Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), stanza 15 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 23
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Researcher for this page: Leonard LehrmanThe goddess made me a pot of tea -- a dash of rum including; While she herself enjoyed the rum without the tea intruding. Then on my shoulder she inclined her head (the crown she wore -- she had managed thereby to have chipped it a bit), and then gently she implored me: "Do not return, but stay with us; here lovely traditions keep well, And many a quiet pleasure too -- right here, with our people. Germany is better. We look ahead without our past forsaking. We have advanced. Why, you yourself have seen progress-making. So awful Germany never was, 'spite every indecision -- Trust me: No prisoner ever starved in any German prison. 'Die Gedanken sind frei' -- and the people too are free -- almost to excesses. Restrictions come only now and then for owners of printing presses. If you could be quiet, I'd let you see how all of the pieces will fit in To form what the gods have decided, and the hand of Fate has written!" "My God! O Goddess -- " I cried, entranced -- "Show me, and let nothing delay you! Let me see Germany's future fate and I shall never betray you!"
Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), no title, stanzas 1-2,6-7,13,11,18,20 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 25
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Researcher for this page: Leonard Lehrman10. Die Göttin [sung text not yet checked]
Note: this is a multi-text setting
Als Republik war Hamburg nie So groß wie Venedig und Florenz, Doch Hamburg hat bessere Austern; man speist Die besten im Keller von Lorenz. Es war ein schöner Abend, als ich Mich hinbegab mit Campen; Wir wollten mit einander dort In Rheinwein und Austern schlampampen. Auch gute Gesellschaft fand ich dort, Mit Freude sah ich wieder Manch alten Genossen, z. B. Chaufepié, Auch manche neue Brüder. Da war der Wille, dessen Gesicht Ein Stammbuch, worin mit Hieben Die akademischen Feinde sich Recht leserlich eingeschrieben. Da war der Fucks, ein blinder Heid, Und persönlicher Feind des Jehovah, Glaubt nur an Hegel und etwa noch An die Venus des Canova. Mein Campe war Amphytrio Und lächelte vor Wonne; Sein Auge stralte Seligkeit, Wie eine verklärte Madonne. Ich aß und trank, mit gutem Ap'tit, Und dachte in meinem Gemüthe: "Der Campe ist wirklich ein großer Mann, Ist aller Verleger Blüthe. "Ein andrer Verleger hätte mich Vielleicht verhungern lassen, Der aber giebt mir zu trinken sogar; Werde ihn niemals verlassen. "Ich danke dem Schöpfer in der Höh', Der diesen Saft der Reben Erschuf, und zum Verleger mir Den Julius Campe gegeben! "Ich danke dem Schöpfer in der Höh', Der, durch sein großes Werde, Die Austern erschaffen in der See Und den Rheinwein auf der Erde! "Der auch Citronen wachsen ließ, Die Austern zu bethauen - Nun laß mich, Vater, diese Nacht Das Essen gut verdauen!" Der Rheinwein stimmt mich immer weich, Und löst jedwedes Zerwürfniß In meiner Brust, entzündet darinn Der Menschenliebe Bedürfniß. Es treibt mich aus dem Zimmer hinaus, Ich muß in den Straßen schlendern; Die Seele sucht eine Seele und späh't Nach zärtlich weißen Gewändern. In solchen Momenten zerfließe ich fast Vor Wehmuth und vor Sehnen; Die Katzen scheinen mir alle grau, Die Weiber alle Helenen. - - - Und als ich auf die Drehbahn kam, Da sah ich im Mondenschimmer Ein hehres Weib, ein wunderbar Hochbusiges Frauenzimmer. Ihr Antlitz war rund und kerngesund, Die Augen wie blaue Turkoasen, Die Wangen wie Rosen, wie Kirschen der Mund, Auch etwas röthlich die Nase. Ihr Haupt bedeckte eine Mütz' Von weißem gesteiftem Linnen, Gefältelt wie eine Mauerkron', Mit Thürmchen und zackigen Zinnen. Sie trug eine weiße Tunika, Bis an die Waden reichend. Und welche Waden! Das Fußgestell Zwey dorischen Säulen gleichend. Die weltlichste Natürlichkeit Konnt man in den Zügen lesen; Doch das übermenschliche Hintertheil Verrieth ein höheres Wesen. Sie trat zu mir heran und sprach: "Willkommen an der Elbe, Nach dreyzehnjähr'ger Abwesenheit - Ich sehe du bist noch derselbe! "Du suchst die schönen Seelen vielleicht, Die dir so oft begegen't Und mit dir geschwärmt die Nacht hindurch, In dieser schönen Gegend. "Das Leben verschlang sie, das Ungethüm, Die hundertköpfige Hyder'; Du findest nicht die alte Zeit Und die Zeitgenössinnen wieder! "Du findest die holden Blumen nicht mehr, Die das junge Herz vergöttert; Hier blühten sie - jetzt sind sie verwelkt, Und der Sturm hat sie entblättert. "Verwelkt, entblättert, zertreten sogar Von rohen Schicksalsfüßen - Mein Freund, das ist auf Erden das Loos Von allem Schönen und Süßen!" Wer bist du? - rief ich - du schaust mich an Wie'n Traum aus alten Zeiten - Wo wohnst du, großes Frauenbild? Und darf ich dich begleiten? Da lächelte das Weib und sprach: "Du irrst dich, ich bin eine feine, Anständ'ge, moralische Person; Du irrst dich, ich bin nicht so Eine. "Ich bin nicht so eine kleine Mamsell, So eine welsche Lorettinn - Denn wisse: ich bin Hammonia, Hamburgs beschützende Göttinn! "Du stutzest und erschreckst sogar, Du sonst so muthiger Sänger! Willst du mich noch begleiten jetzt? Wohlan, so zög're nicht länger." Ich aber lachte laut und rief: Ich folge auf der Stelle - Schreit' du voran, ich folge dir, Und ging' es in die Hölle!
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 23
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanza 15 [an adaptation]
Die Göttin hat mir Thee gekocht Und Rum hineingegossen; Sie selber aber hat den Rum Ganz ohne Thee genossen. An meine Schulter lehnte sie Ihr Haupt (die Mauerkrone, Die Mütze, ward etwas zerknittert davon) Und sie sprach mit sanftem Tone: "Ich dachte manchmal mit Schrecken dran, Daß du in dem sittenlosen Paris so ganz ohne Aufsicht lebst, Bei jenen frivolen Franzosen. "Du schlenderst dort herum, und hast Nicht mahl an deiner Seite Einen treuen deutschen Verleger, der dich Als Mentor warne und leite. "Und die Verführung ist dort so groß, Dort giebt es so viele Sylphiden, Die ungesund, und gar zu leicht Verliert man den Seelenfrieden. "Geh' nicht zurück und bleib' bei uns; Hier herrschen noch Zucht und Sitte, Und manches stille Vergnügen blüht Auch hier, in unserer Mitte. "Bleib' bei uns in Deutschland, es wird dir hier Jetzt besser als eh'mals munden; Wir schreiten fort, du hast gewiß Den Fortschritt selbst gefunden. "Auch die Censur ist nicht mehr streng, Hoffmann wird älter und milder, Und streicht nicht mehr mit Jugendzorn Dir deine Reisebilder. "Du selbst bist älter und milder jetzt, Wirst dich in manches schicken, Und wirst sogar die Vergangenheit In besserem Lichte erblicken. "Ja, daß es uns früher so schrecklich ging, In Deutschland, ist Uebertreibung; Man konnte entrinnen der Knechtschaft, wie einst In Rom, durch Selbstentleibung. "Gedankenfreiheit genoß das Volk, Sie war für die großen Massen, Beschränkung traf nur die g'ringe Zahl Derjen'gen, die drucken lassen. "Gesetzlose Willkür herrschte nie, Dem schlimmsten Demagogen Ward niemals ohne Urtheilspruch Die Staatskokarde entzogen. "So übel war es in Deutschland nie, Trotz aller Zeitbedrängniß - Glaub' mir, verhungert ist nie ein Mensch In einem deutschen Gefängniß. "Es blühte in der Vergangenheit So manche schöne Erscheinung Des Glaubens und der Gemüthlichkeit; Jetzt herrscht nur Zweifel, Verneinung. "Die praktische äußere Freiheit wird einst Das Ideal vertilgen, Das wir im Busen getragen - es war So rein wie der Traum der Liljen! Auch unsre schöne Poesie Erlischt, sie ist schon ein wenig Erloschen; mit andern Königen stirbt Auch Freiligraths Mohrenkönig. "Der Enkel wird essen und trinken genug, Doch nicht in beschaulicher Stille; Es poltert heran ein Spektakelstück, Zu Ende geht die Idylle. "O, könntest du schweigen, ich würde dir Das Buch des Schicksals entsiegeln, Ich ließe dir spätere Zeiten seh'n In meinen Zauberspiegeln. "Was ich den sterblichen Menschen nie Gezeigt, ich möcht' es dir zeigen: Die Zukunft deines Vaterlands - Doch ach! du kannst nicht schweigen!" Mein Gott, o Göttin! - rief ich entzückt - Das wäre mein größtes Vergnügen, Laß mich das künftige Deutschland sehn - Ich bin ein Mann und verschwiegen. Ich will dir schwören jeden Eid, Den du nur magst begehren, Mein Schweigen zu verbürgen dir - Sag an, wie soll ich schwören? Doch jene erwiederte: "Schwöre mir In Vater Abrahams Weise, Wie er Eliesern schwören ließ, Als dieser sich gab auf die Reise. "Heb' auf das Gewand und lege die Hand Hier unten an meine Hüften, Und schwöre mir Verschwiegenheit In Reden und in Schriften!" Ein feierlicher Moment! Ich war Wie angeweht vom Hauche Der Vorzeit, als ich schwur den Eid, Nach uraltem Erzväterbrauche. Ich hob das Gewand der Göttin auf, Und legte an ihre Hüften Die Hand, gelobend Verschwiegenheit In Reden und in Schriften.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 25
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , no title, stanzas 1-2,6-7,13,11,18,20 [an adaptation]
11. Das Versprechen
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Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), appears in Deutschland. Ein Wintermärchen
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11. The promise
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Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949) [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), appears in Deutschland. Ein Wintermärchen [text unavailable]
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12. What she revealed (Sung Text)
Note: this is a multi-text setting
What she reveal'd I cannot relate: The vow of silence I owed her Allows me to report but this: O God! God, what an odor! The mem'ry revolts me even now the more I'm dwelling upon it More it disgusts me -- almost like a mix of cabbage, coal and vomit. Here come all the servants on horseback, too, with torches and bands a-playing. They're dancing in time to the music now -- all jumping and hopping and swaying. In shiny, bright uniforms the diplomatic corps of nations Convey their greetings -- reservèdly -- and send their congratulations. The Senate comes, both the great and the wise, old masters of obfuscation. The mayor even has turned up and offered his own oration.
Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), stanzas 11-12,22,24,23 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 26
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Researcher for this page: Leonard LehrmanAll that took place upon that night -- both singly and all together -- I'll tell you all another time in balmy summer weather. That creature of old, hypocrisy, God help us, now is dying. Expiring into the grave, at last in death he's truly lying.
Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), stanzas 1-2 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 27
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Researcher for this page: Leonard Lehrman(Duet) May heaven protect you all, able folk, from pestilence and famine, From war, and would-be heroes too take care that you do examine --
Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), stanza 8 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 10
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Researcher for this page: Leonard LehrmanMy friends, don't be offended now, but take the advice I'm giving: All honor due to the poets who're dead, but don't forget the living.
Text Authorship:
- by Leonard J[ordan] Lehrman (b. 1949), stanza 14 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 27
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Researcher for this page: Leonard Lehrman12. Was ich gesehn [sung text not yet checked]
Note: this is a multi-text setting
Die Wangen der Göttinn glühten so roth, (Ich glaube, in die Krone Stieg ihr der Rum) und sie sprach zu mir In sehr wehmüthigem Tone: "Ich werde alt. Geboren bin ich Am Tage von Hamburgs Begründung. Die Mutter war Schellfischköniginn Hier an der Elbe Mündung. "Mein Vater war ein großer Monarch, Carolus Magnus geheißen, Er war noch mächt'ger und klüger sogar Als Friedrich der Große von Preußen. "Der Stuhl ist zu Aachen, auf welchem er Am Tage der Krönung ruhte; Den Stuhl worauf er saß in der Nacht, Den erbte die Mutter, die gute. "Die Mutter hinterließ ihn mir, Ein Möbel von scheinlosem Aeußern, Doch böte mir Rothschild all' sein Geld, Ich würde ihn nicht veräußern. "Siehst du, dort in dem Winkel steht Ein alter Sessel, zerrissen Das Leder der Lehne, von Mottenfraß Zernagt das Polsterkissen. "Doch gehe hin und hebe auf Das Kissen von dem Sessel, Du schaust eine runde Oeffnung dann, Darunter einen Kessel - "Das ist ein Zauberkessel worin Die magischen Kräfte brauen, Und steckst du in die Ründung den Kopf, So wirst du die Zukunft schauen - "Die Zukunft Deutschlands erblickst du hier, Gleich wogenden Phantasmen, Doch schaudre nicht, wenn aus dem Wust Aufsteigen die Miasmen!" Sie sprach's und lachte sonderbar, Ich aber ließ mich nicht schrecken, Neugierig eilte ich den Kopf In die furchtbare Ründung zu stecken. Was ich gesehn, verrathe ich nicht, Ich habe zu schweigen versprochen, Erlaubt ist mir zu sagen kaum, O Gott! was ich gerochen! - - - Ich denke mit Widerwillen noch An jene schnöden, verfluchten Vorspielgerüche, das schien ein Gemisch Von altem Kohl und Juchten. Entsetzlich waren die Düfte, o Gott! Die sich nachher erhuben; Es war als fegte man den Mist Aus sechs und dreißig Gruben. - - - Ich weiß wohl was Saint-Just gesagt Weiland im Wohlfahrtsausschuß: Man heile die große Krankheit nicht Mit Rosenöl und Moschus - Doch dieser deutsche Zukunftsduft Mocht alles überragen Was meine Nase je geahnt - Ich konnt es nicht länger ertragen - - - Mir schwanden die Sinne, und als ich aufschlug Die Augen, saß ich an der Seite Der Göttin noch immer, es lehnte mein Haupt An ihre Brust, die breite. Es blitzte ihr Blick, es glühte ihr Mund, Es zuckten die Nüstern der Nase, Bachantisch umschlang sie den Dichter und sang Mit schauerlich wilder Extase: "Bleib bei mir in Hamburg, ich liebe dich, Wir wollen trinken und essen Den Wein und die Austern der Gegenwart, Und die dunkle Zukunft vergessen. "Den Deckel darauf! damit uns nicht Der Mißduft die Freude vertrübet - Ich liebe dich, wie je ein Weib Einen deutschen Poeten geliebet! "Ich küsse dich, und ich fühle wie mich Dein Genius begeistert; Es hat ein wunderbarer Rausch Sich meiner Seele bemeistert. "Mir ist, als ob ich auf der Straß' Die Nachtwächter singen hörte - Es sind Hymeneen, Hochzeitmusik, Mein süßer Lustgefährte! "Jetzt kommen die reitenden Diener auch, Mit üppig lodernden Fackeln, Sie tanzen ehrbar den Fackeltanz, Sie springen und hüpfen und wackeln. "Es kommt der hoch- und wohlweise Senat, Es kommen die Oberalten; Der Bürgermeister räuspert sich Und will eine Rede halten. "In glänzender Uniform erscheint Das Corps der Diplomaten; Sie gratuliren mit Vorbehalt Im Namen der Nachbarstaaten. "Es kommt die geistliche Deputazion, Rabiner und Pastöre - Doch ach! da kommt der Hoffmann auch Mit seiner Censorscheere! "Die Scheere klirrt in seiner Hand, Es rückt der wilde Geselle Dir auf den Leib - Er schneidet in's Fleisch - Es war die beste Stelle."
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 26
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- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanzas 11-12,22,24,23 [an adaptation]
Was sich in jener Wundernacht Des weitern zugetragen, Erzähl' ich Euch einandermahl, In warmen Sommertagen. Das alte Geschlecht der Heucheley Verschwindet Gott sey Dank heut, Es sinkt allmählig in's Grab, es stirbt An seiner Lügenkrankheit. Es wächst heran ein neues Geschlecht, Ganz ohne Schminke und Sünden, Mit freien Gedanken, mit freier Lust - Dem werde ich Alles verkünden. Schon knospet die Jugend, welche versteht Des Dichters Stolz und Güte, Und sich an seinem Herzen wärmt, An seinem Sonnengemüthe. Mein Herz ist liebend wie das Licht, Und rein und keusch wie das Feuer; Die edelsten Grazien haben gestimmt Die Saiten meiner Leyer. Es ist dieselbe Leyer, die einst Mein Vater ließ ertönen, Der selige Herr Aristophanes, Der Liebling der Kamönen. Es ist die Leyer, worauf er einst Den Paisteteros besungen, Der um die Basileia gefreyt, Mit ihr sich emporgeschwungen. Im letzten Capitel hab' ich versucht Ein bischen nachzuahmen Den Schluß der "Vögel", die sind gewiß Das beste von Vaters Dramen. Die "Frösche" sind auch vortrefflich. Man giebt In deutscher Uebersetzung Sie jetzt auf der Bühne von Berlin, Zu königlicher Ergetzung. Der König liebt das Stück. Das zeugt Von gutem antiquen Geschmacke; Den Alten amüsirte weit mehr Modernes Froschgequacke. Der König liebt das Stück. Jedoch Wär' noch der Autor am Leben, Ich riethe ihm nicht sich in Person Nach Preußen zu begeben. Dem wirklichen Aristophanes, Dem ginge es schlecht, dem Armen; Wir würden ihn bald begleitet sehn Mit Chören von Gensd'armen. Der Pöbel bekäm' die Erlaubniß bald Zu schimpfen statt zu wedeln; Die Polizei erhielte Befehl Zu fahnden auf den Edeln. O König! Ich meine es gut mit dir, Und will einen Rath dir geben: Die todten Dichter, verehre sie nur, Doch schone die da leben. Beleid'ge lebendige Dichter nicht, Sie haben Flammen und Waffen, Die furchtbarer sind als Jovis Blitz, Den ja der Poet erschaffen. Beleid'ge die Götter, die alten und neu'n, Des ganzen Olymps Gelichter, Und den höchsten Jehovah obendrein - Beleid'ge nur nicht den Dichter! Die Götter bestrafen freilich sehr hart Des Menschen Missethaten, Das Höllenfeuer ist ziemlich heiß, Dort muß man schmoren und braten - Doch Heilige giebt es, die aus der Glut Losbeten den Sünder; durch Spenden An Kirchen und Seelenmessen wird Erworben ein hohes Verwenden. Und am Ende der Tage kommt Christus herab Und bricht die Pforten der Hölle; Und hält er auch ein strenges Gericht, Entschlüpfen wird mancher Geselle. Doch giebt es Höllen aus deren Haft Unmöglich jede Befreiung; Hier hilft kein Beten, ohnmächtig ist hier Des Welterlösers Verzeihung. Kennst du die Hölle des Dante nicht, Die schrecklichen Terzetten? Wen da der Dichter hineingesperrt, Den kann kein Gott mehr retten - Kein Gott, kein Heiland, erlöst ihn je Aus diesen singenden Flammen! Nimm dich in Acht, daß wir dich nicht Zu solcher Hölle verdammen.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 27
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanzas 1-2 [an adaptation]
- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanza 14 [an adaptation]
Dicht hinter Hagen ward es Nacht, Und ich fühlte in den Gedärmen Ein seltsames Frösteln. Ich konnte mich erst Zu Unna, im Wirthshaus, erwärmen. Ein hübsches Mädchen fand ich dort, Die schenkte mir freundlich den Punsch ein; Wie gelbe Seide das Lockenhaar, Die Augen sanft wie Mondschein. Den lispelnd westphälischen Accent Vernahm ich mit Wollust wieder. Viel süße Erinnerung dampfte der Punsch, Ich dachte der lieben Brüder, Der lieben Westphalen womit ich so oft In Göttingen getrunken, Bis wir gerührt einander an's Herz Und unter die Tische gesunken! Ich habe sie immer so lieb gehabt, Die lieben, guten Westphalen, Ein Volk so fest, so sicher, so treu, Ganz ohne Gleißen und Prahlen. Wie standen sie prächtig auf der Mensur, Mit ihren Löwenherzen! Es fielen so grade, so ehrlich gemeint, Die Quarten und die Terzen. Sie fechten gut, sie trinken gut, Und wenn sie die Hand dir reichen, Zum Freundschaftsbündniß, dann weinen sie; Sind sentimentale Eichen. Der Himmel erhalte dich, wackres Volk, Er segne deine Saaten, Bewahre dich vor Krieg und Ruhm, Vor Helden und Heldenthaten. Er schenke deinen Söhnen stets Ein sehr gelindes Examen, Und deine Töchter bringe er hübsch Unter die Haube - Amen!
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- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 10
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanzas 1-2 [an adaptation]
- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanza 8 [an adaptation]
Was sich in jener Wundernacht Des weitern zugetragen, Erzähl' ich Euch einandermahl, In warmen Sommertagen. Das alte Geschlecht der Heucheley Verschwindet Gott sey Dank heut, Es sinkt allmählig in's Grab, es stirbt An seiner Lügenkrankheit. Es wächst heran ein neues Geschlecht, Ganz ohne Schminke und Sünden, Mit freien Gedanken, mit freier Lust - Dem werde ich Alles verkünden. Schon knospet die Jugend, welche versteht Des Dichters Stolz und Güte, Und sich an seinem Herzen wärmt, An seinem Sonnengemüthe. Mein Herz ist liebend wie das Licht, Und rein und keusch wie das Feuer; Die edelsten Grazien haben gestimmt Die Saiten meiner Leyer. Es ist dieselbe Leyer, die einst Mein Vater ließ ertönen, Der selige Herr Aristophanes, Der Liebling der Kamönen. Es ist die Leyer, worauf er einst Den Paisteteros besungen, Der um die Basileia gefreyt, Mit ihr sich emporgeschwungen. Im letzten Capitel hab' ich versucht Ein bischen nachzuahmen Den Schluß der "Vögel", die sind gewiß Das beste von Vaters Dramen. Die "Frösche" sind auch vortrefflich. Man giebt In deutscher Uebersetzung Sie jetzt auf der Bühne von Berlin, Zu königlicher Ergetzung. Der König liebt das Stück. Das zeugt Von gutem antiquen Geschmacke; Den Alten amüsirte weit mehr Modernes Froschgequacke. Der König liebt das Stück. Jedoch Wär' noch der Autor am Leben, Ich riethe ihm nicht sich in Person Nach Preußen zu begeben. Dem wirklichen Aristophanes, Dem ginge es schlecht, dem Armen; Wir würden ihn bald begleitet sehn Mit Chören von Gensd'armen. Der Pöbel bekäm' die Erlaubniß bald Zu schimpfen statt zu wedeln; Die Polizei erhielte Befehl Zu fahnden auf den Edeln. O König! Ich meine es gut mit dir, Und will einen Rath dir geben: Die todten Dichter, verehre sie nur, Doch schone die da leben. Beleid'ge lebendige Dichter nicht, Sie haben Flammen und Waffen, Die furchtbarer sind als Jovis Blitz, Den ja der Poet erschaffen. Beleid'ge die Götter, die alten und neu'n, Des ganzen Olymps Gelichter, Und den höchsten Jehovah obendrein - Beleid'ge nur nicht den Dichter! Die Götter bestrafen freilich sehr hart Des Menschen Missethaten, Das Höllenfeuer ist ziemlich heiß, Dort muß man schmoren und braten - Doch Heilige giebt es, die aus der Glut Losbeten den Sünder; durch Spenden An Kirchen und Seelenmessen wird Erworben ein hohes Verwenden. Und am Ende der Tage kommt Christus herab Und bricht die Pforten der Hölle; Und hält er auch ein strenges Gericht, Entschlüpfen wird mancher Geselle. Doch giebt es Höllen aus deren Haft Unmöglich jede Befreiung; Hier hilft kein Beten, ohnmächtig ist hier Des Welterlösers Verzeihung. Kennst du die Hölle des Dante nicht, Die schrecklichen Terzetten? Wen da der Dichter hineingesperrt, Den kann kein Gott mehr retten - Kein Gott, kein Heiland, erlöst ihn je Aus diesen singenden Flammen! Nimm dich in Acht, daß wir dich nicht Zu solcher Hölle verdammen.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Deutschland. Ein Wintermärchen, no. 27
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- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanzas 1-2 [an adaptation]
- ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , stanza 14 [an adaptation]