Sieben Lieder für 1 Singstimme mit Pianofortebegleitung

Song Cycle by Paul Pfitzner (1858 - ?)

Word count: 689

1. Der fahrende Musikant [sung text not yet checked]

[Das]1 Waldhorn an der Seite,
Mein klingendes Geleite,
So fahr' ich in die Weite
Und blas' von Ort zu Ort.
Ich bin zu spät geboren:
Ich poch' an allen Thoren,
Ich läut' an allen Ohren --
Doch ist das Glück schon fort.

Mein Höslein blieb am Dorne,
Mein Schuh klafft hint und vorne,
Doch prunk' ich mit dem Horne,
Das gibt gar slotten Glanz.
Den Mantel muß ich missen,
Mein Röcklein ist zerrissen,
Mein Hütlein ist verschlissen --
Mein Mut ist aber ganz.

So wandr' ich ohne Sorgen 
Weltein am lichten Morgen,
Und will der Wirt nicht borgen,
Blas' ich ein' Aria.
Und blas' ich immer frecher,
Flugs füllt sie mir den Becher,
Die Freundin aller Zecher,
Die edle Musika.

Authorship

See other settings of this text.

View original text (without footnotes)
1 Rudolf Hoffmann: "Mein"; further changes may exist not noted.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Treulos verliess das Glück mich bald [sung text not yet checked]

Treulos verliess das Glück mich bald
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

3. Lenznacht [sung text not yet checked]

Der leise zitternde Abendwind 
Streicht hin über Klee und Mohn;
Du kommst, wenn die Schatten gesunken sind,
Und die Lichter des Tages entflohn,

Wenn nachtblau, wie Dein Aug' über mir 
Die dämmernde Lenznacht webt,
Wenn um Halme und Gräser der Haide hier 
Nachtfalter und Glühwurm schwebt.

Die Sonne sank -- durch Gestrüpp und Dorn 
Der Fuß des Harrenden streicht,
Über Wald und Feld das Silberhorn 
Des Mondes am Himmel steigt.

Wie die Nacht so still und die Welt so weit,
Ein Rauschen ferne verhallt;
Nur der Habicht schreit in der Einsamkeit,
Und tief erschauert der Wald.

Und wieder ein Rauschen! Dein Fuß war's nicht;
Was täuschte des Lauschenden Ohr?
Ein Hirsch trat drüben im Mondenlicht 
Aus Waldesschatten hervor.

Wie die Nacht so still; doch mit stürmendem Schlag 
Ruft das Herz nach Dir, die Du mein;
O komm, Du wandelst die Nacht zum Tag,
Und löse des Harrenden Pein! 

Authorship

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Horch auf, du träumender Tannenforst [sung text not yet checked]

Horch auf, du träumender Tannenforst!
Horcht auf, ihr blühenden Hecken!
Du Specht am Stamm, du Falk im Horst,
Ihr Rehe in euren Verstecken!
Du grüner Eidechs auf dem Stein,
Du Eichhorn in den Zweigen:
Das schönste Mädel landaus, landein,
Das gab sich mir zu eigen! 

Der eine brachte ihr Blumen dar,
Mit seidnen Bändern umschlungen,
Ein andrer Steine und Perlen gar,
Ein dritter hat sie besungen.
Da kam ein fahrender Gesell,
Nicht hat er Geschmeide geboten,
Er hat ihr geschaut in die Äuglein hell,
Geküßt ihre Lippen, die roten.

Erst hat sie geweint,
Dann hat sie gedroht,
Am Ende mich fest umschlungen;
Es hat der sehnenden Minne Not
Ihr Herz zu meinem gezwungen.
Und wäre des Reiches Herrlichkeit
Vom Kaiser als Tausch mir beschieden,
Ich spräche: "Herr Kaiser, Ihr tut mir leid!
Geht weiter, Herr Kaiser, in Frieden!"

Nun rausche lauter, du Wasserfall!
Stimm' ein in meine Freude!
Schwingt eure Glocken und Glöckchen all',
Ihr bunten Blumen der Heide!
Singt eure schönsten Melodien,
Ihr Finken in den Zweigen!
Das schönste Mädel landaus, landein,
Das gab sich mir zu eigen!

Authorship

See other settings of this text.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

5. Wiedersehen [sung text not yet checked]

So bist du's wirklich, holdes Leben?
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Authorship

6. Neig', schöne Knospe, dich zu mir [sung text not yet checked]

Neig' [schöne]1 Knospe, dich zu mir,
Und was ich bitte das tu' mir!
Ich will dich [pflegen und]2 halten;
[Du sollst bei mir erwarmen
Und sollst in meinen Armen
Zur]3 Blume dich entfalten.

Authorship

Based on

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English [singable] (Constance Bache) , "Bend, opening blossom"
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)
1 Quilter: "schön' "
2 M. Hauptmann: "pflegen, will dich"
3 M. Hauptmann: "Bei mir sollst du erwarmen, in meinen Armen;/ Bei mir sollst du zur"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

7. Müller, hab' Acht [sung text not yet checked]

  Müller hab' Acht, 
Acht auf den Waizen, die Gerste, das Korn,
Acht auf das Mehl in den Säcken! 
Ackermaus hinten und Wassermaus vorn
Gierig die Mäuler sich lecken,
Wühlen zum Speicher sich Stollen und Schacht.
  Müller hab' Acht! 

  Müller hab' Acht,
Fischotter lauert am Mühlenwehr,
Gleitet behend in die Wellen,
Macht dir den Hälter von Karpfen leer,
Stiehlt dir die bunten Forellen,
Selber der Hecht wird umgebracht.
  Müller hab' Acht! 

  Müller hab' Acht,
Acht auf den Acker, ich rathe dir's wohl,
Soll sich das Grünzeug entwickeln! 
Lampe der Hase ergötzt sich am Kohl
Nebst zwei frechen Karnickeln.
Schau, wie er spitzt wie er Männchen macht.
  Müller hab' Acht! 

  Müller hab' Acht,
Acht auf den duftenden rothlichen Klee 
Dort an der Bergeshalde! 
Schau, wie lüstern das braune Reh 
Äugt aus dem dämmernden Walde, 
Wie es hervorzieht leise und sacht.
  Müller hab' Acht! 

  Müller hab' Acht,
Acht auf die Tauben im Taubenschlag,
Acht auf die Hühner im Stalle;
Reinecke schlüpft durch Hecken und Hag,
Hinze leckt sich die Kralle,
Marder und Iltis morden bei Nacht.
  Müller hab' Acht! 

Müller hab' Acht,
Lockt in der Nacht ein Stimmchen mild 
Hinter dem Flieder, dem dichten,
Springt über'n Zaun dir ein Edelwild,
Nascht von verbotenen Früchten.
Mond verkriecht sich, es flüstert, es lacht -- 
  Müller hab' Acht!

Authorship

See other settings of this text.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]