[Zehn] Lieder und Gesänge für vierstimmigen Männerchor, Heft 1

Song Cycle by Friedrich Lanz

Word count: 574

1. Sängerspruch [sung text not yet checked]

Vom Rhein bis zu der Rhone Strand
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  • by Anonymous / Unidentified Author

2. Nun fangen die Weiden zu blühen an [sung text not yet checked]

Nun fangen die Weiden zu blühen an,
  Jauchze, mein Herz! 
Schon zwitschert ein Vögelein dann und wann, 
  Jauchze, mein Herz! 
Und ist's auch der holde Frühling noch nicht 
Mit dem schönen Grün und den Blüthen licht, 
  Wer weiß, über Nacht
  Kommt er mit Macht,
  Und bald mit all seiner Lust und Pracht,
Jauchze nur, jauchze, jauchze mein Herz! 

Weiß rauschen die Bächlein hinab in's Thal,
  Jauchze, mein Herz! 
Viel muthiger lacht schon der Sonne Strahl, 
  Jauchze, mein Herz! 
Und liegt auch noch in den Furchen der Schnee,
Und thäte der Reif dem Frühling noch weh, 
  Wer weiß, über Nacht
  Kommt er mit Macht,
  Und bald mit all seiner Lust und Pracht,
Jauchze, nur jauchze, jauchze mein Herz! 

Fürwahr, schon spürt' ich ein Lüftchen lau, 
  Jauchze, mein Herz! 
Am Borde gar nicket ein Blümchen schlau,
  Jauchze, mein Herz! 
Und schwimmt auch noch auf den Seeen das Eis,
Und wartet der Frühling noch kluger Weis,
  Wer weiß, über Nacht 
  Kommt er mit Macht, 
  Und bald mit all seiner Lust und Pracht,
Jauchze nur, jauchze, jauchze mein Herz!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser. 1842-1874, Basel: Benno Schwabe Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 13-14.


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Herbstlied [sung text not yet checked]

Der Herbst senkt seine Flügel
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  • by Anonymous / Unidentified Author

4. O Herzlieb wärst ein Röslein fein [sung text not yet checked]

O Herzlieb wärst ein Röslein fein
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  • by Anonymous / Unidentified Author

5. Wanderlied [sung text not yet checked]

[Vom Grund]1 bis zu den Gipfeln,
So weit man sehen kann,
Jetzt blüht's in allen Wipfeln,
Nun geht das Wandern an:

Die Quellen von den Klüften,
Die Ström' auf grünem Plan,
Die Lerchen hoch in Lüften,
[Der Dichter]2 frisch voran.

Und die im Tal verderben
In trüber Sorgen Haft,
[Er möcht sie alle]3 werben
Zu dieser Wanderschaft.

Und von den Bergen nieder
Erschallt sein [Lied]4 ins Tal,
Und die zerstreuten Brüder
[Faßt Heimweh]5 allzumal.

Da wird die Welt so munter
Und nimmt die Reiseschuh,
[Sein]6 Liebchen mittendrunter
[Die nickt ihm]7 heimlich zu.

Und über Felsenwände
Und auf dem grünen Plan
Das wirrt und jauchzt ohn Ende --
Nun geht das Wandern an!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Confirmed with Joseph Freiherrn von Eichendorff, Gedichte, Berlin, Verlag von M. Simion, 1841, page 4.

1 Kretschmar: "Vom Grunde" ; Rietz: "Von Grund"; further changes for Kretschmar and Rietz may exist that are not noted above.
2 Mendelssohn: "Die ziehen"
3 Mendelssohn: "Die will der Frühling"
4 Mendelssohn: "Ruf"
5 Mendelssohn: "Sie hören's"
6 Mendelssohn: "das"
7 Mendelssohn: "sie nickt uns"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Lau Kanen [Guest Editor] , Sharon Krebs [Guest Editor]

6. Nach dunkler Zeit [sung text not yet checked]

Du bist die alte Sonne noch
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  • by Anonymous / Unidentified Author

7. O Schweizerland, wie bist du schön [sung text not yet checked]

O Schweizerland, wie bist du so schön
mit deinen Seen, deinen Höh'n!
O herbes Weh', o harte Buß',
wenn einer von dir scheiden muss!
Leb wohl, leb wohl, vom Felsenrand
sei dir mein letzter Gruß gesandt,
mein liebes, teures Schweizerland!

In Freud' und Not 
bleib' treu ich dir bis in den Tod.
Mein Schweizerland, wie lachst so hold
mir zu du noch im Abendgold;
wie klingt das Horn von Berg und Tal,
leb wohl, leb wohl zum letzten Mal,
mein liebes, teures Schweizerland!

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Researcher for this text: Johann Winkler

8. Vöglein's Abschied [sung text not yet checked]

Der Herbstwind braust mit kaltem Hauch
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  • by Anonymous / Unidentified Author

9. Frühling [sung text not yet checked]

Es ist ein schönes, reiches Leben,
Der Frühling und die Jugendzeit,
Ein trunken Nehmen, selig Geben
Von Licht und Duft und Lied und Leid.

Ich stürze mich mit hellem Auge
In dieses Werdens süße Lust,
Und wie ich Geist und Licht einsauge,
Wachst ahnend mir die hohe Brust,

Und aus des Herzens weichen Schollen,
Mit unerschöpfter Lebenskraft:
Steigt neue Lieb' und neues Wollen
Und legt den Geist in süße Hast!

Und was mich schmerzt ist langst zerronnen
Im linden, warmen Himmelsstrahl,
Die Jugend ist zurück gewonnen,
Sie dringt in mich aus Berg und Thal.

So sitz' ich an der Brunnenstube,
Der quellenden Unendlichkeit,
Wie rieselt's frisch zur kühlen Grube,
Wie wird das Herz so weit, so weit! 

Authorship

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

10. Grabgesang [sung text not yet checked]

Da unten ist [Friede]1 im dunkeln Haus,
Da schlummert der Müde, da ruht er aus.
Und schlief er im Schimmer des Abends ein,
Es wecket ihn nimmer der Frühe Schein!

[Wen aber]2 gemieden ersehnte Ruh',
Hier schließt er zum Frieden sein Auge zu:
[Wer nächtliche]3 Stunden [im Gram]4 durchwacht,
[Tief]5 schläft er da unten in [stiller]6 Nacht.

Da borgt nicht die Hülle des [Traumes]7 der Schmerz,
Auf ewig nun stille steht [hier]8 das Herz.
Mag's toben da oben und stürmen sehr,
Was kümmert das Toben den Schläfer mehr!

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Confirmed with Grubenklänge: Eine Liedersammlung für Bergleute, bergmännische Sänger-Chöre und Freunde des bergmännischen Gesanges, herausgegeben von der Gewerkschaft der Zeche Wiesche bei Mülheim a. d. Ruhr, Zweite Auflage, Verlag von F. H. Nieten, 1840, page 269.

1 Kloß: "Frieden"
2 Kloß, Reger: "Den hier einst"
3 Kloß, Reger: "Der schmerzliche"
4 Kloß, Reger: "in Not"
5 Kloß, Reger: "still"
6 Kloß, Reger: "tiefer"
7 Kloß, Reger: "Traums"
8 Reger: "nun"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Bertram Kottmann , Johann Winkler