Sechs Lieder

Song Cycle by Eduard Lassen (1830 - 1904)

Word count: 0

1. Klage nicht [sung text not yet checked]

Klage nicht, betrübtes Kind,
Klage nicht um's junge Leben,
Manche süße Lust verrinnt,
Doch manch Leid auch wird sie geben.

Ist der Tag so schön erwacht
Mit der Morgenröthe ferne:
Klage nicht, es hat die Nacht
Einen Himmel auch und Sterne.

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Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

2. Das Ständchen [sung text not yet checked]

Auf die Dächer zwischen blassen
Wolken [schaut]1 der Mond herfür,
Ein Student dort auf den Gassen
Singt vor seiner Liebsten Tür.

Und die Brunnen rauschen wieder
Durch die stille Einsamkeit,
Und der Wald vom Berge nieder,
Wie in alter, schöner Zeit.

So in meinen jungen Tagen
Hab ich manche Sommernacht
Auch die Laute hier geschlagen
Und manch lust'ges Lied erdacht.

Aber von der stillen Schwelle
Trugen sie mein Lieb zur Ruh,
Und du, fröhlicher Geselle,
Singe, sing nur immer zu!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "La serenata", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "The serenade", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "La sérénade", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Stéphane Goldet) (Pierre de Rosamel) , "La sérénade", copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "La serenata", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

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1 Korngold: "scheint"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Harfenklänge [sung text not yet checked]

Eine Harfe ist mein Herz,  
Sängerharfe, voll und rein,  
Die in Liebes Lust und Schmerz 
Tönt für dich, für dich allein. 

Leise flüsternd, mächtig rauschend, 
Wie dein Athem sie durchweht, 
Deinen Winken selig lauschend,   
Andachtsvoll, wie zum Gebet.  

Mögst der Harfe dich erbarmen, 
Die das Schönste, dich, besingt, 
Laß sie ruh'n in deinen Armen, 
Bis die letzte Saite springt.

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Confirmed with Gedichte von Richard Pohl, Weimar: Landes-Industrie-Comptoir, 1859, page 11.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

4. Abendlandschaft [sung text not yet checked]

Der Hirt blast seine Weise, 
Von fern ein Schuß noch fällt, 
Die Wälder rauschen leise 
Und Ströme tief im Feld. 

Nur hinter jenem Hügel 
Noch spielt der Abendschein - 
O hätt ich, hätt ich Flügel,
Zu fliegen da hinein!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Evening landscape", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Paysage vespéral", copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Joseph Freiherrn von Eichendorff, Gedichte, Berlin, Verlag von M. Simion, 1841, page 220.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

5. O wär' ich du! [sung text not yet checked]

[Ha! wär']1 ich du, mein Falke du,
Von luft'gen Fittigen getragen!
Ich flog' am Tag der Sonne zu,
Zog' Abends aus zum Streit und Jagen!

Ich wohnt' im steilsten Felsgestein,
Inmitten grüner Wälder Rauschen,
Mit meinem Lieb so ganz allein, --
Und könnte Keiner uns belauschen! 

Authorship

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1 Lassen: "O wär' "; further changes may exist not noted above.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

6. Abschied [sung text not yet checked]

Die Stunde naht, [da]1 ich von Dir mich wende,
Mein Herz erzittert in der Trennung Weh',
Sein schönster Traum geht schon so früh zu Ende,
Wie soll ich leben, wenn ich Dich nicht seh'?!

Ihr sel'gen Tage, die so schnell zerflossen,
Nichts zaubert wieder euren Reiz hervor:
Ach, jede Freude, fern von Dir genossen,
Ist eine Rose, die den Duft verlor.

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1 Lassen: "wo"; further changes may exist not noted above.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]