Dämmerung

Set by Hans Gál (1890 - 1987), "Dämmerung", op. 70 no. 5 (1955), published 1956, first performed 1956 [ SATB soli, mixed chorus (boys, SATB), and orchestra ], from Lebenskreise, no. 5, Alkor Edition, Kassel  [sung text checked 1 time]

Note: this setting is made up of several separate texts.


Wo bist du? trunken dämmert die Seele mir
  [Von all deiner]1 Wonne; denn eben ist's,
    Daß ich gelauscht, wie goldner Töne
      Voll der entzückende Sonnenjüngling

Sein Abendlied auf himmlischer Leier spielt';
  Es tönten rings die Wälder und Hügel nach.
    Doch fern ist er zu frommen Völkern,
      Die ihn noch ehren, hinweggegangen.

Authorship

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  • ENG English (John H. Campbell) , "Where are you? Drunkenly my soul awakens", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Où es-tu ?", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Stéphane Goldet) (Pierre de Rosamel) , "Coucher de soleil", copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Friedrich Hölderlin, Sämtliche Gedichte und Hyperion, Frankfurt am Main: Insel Verlag, 1999, page 203.

1 Cornelius: "nach allen deinen"; Apostel, Greif, Hauer: "Von aller deiner"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]


[Theilen kann ich euch nicht dieser Seele Gefühl.
Fühlen kann ich euch nicht Allen ganzes Gefühl.
Wer, wer wendet dem Flehn sein Ohr,
Dem bittenden Auge den Blick?

Sieh! Er blinket herauf, Gad, der freundliche Stern.
Sei mein Herr du, mein Gott! Gnädig winkt er mir zu! 
Bleib! Bleib! Wendst du dein Auge weg?
Wie? Liebt' ich ihn, der sich verbirgt?]1

Sei gesegnet, o Mond! Führer du des Gestirns,
Sei mein Herr du, mein Gott! Du beleuchtest den Weg.
Laß! laß nicht in der Finsternis
Mich irren mit irrendem Volk.

Sonn', dir glühenden, weiht sich das glühende Herz.
Sei mein Herr du, mein Gott! Leit', allsehende, mich.
Steigst auch du hinab, Herrliche !
Tief hüllt mich Finsternis ein.

Hebe, liebendes Herz, dem Erschaffenden dich!
Sei mein Herr du, mein Gott! du allliebender, du,
Der die Sonne, den Mond und die Stern'
Schuf, Erde und Himmel und mich.

Authorship

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1 omitted by Gál.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]


Einen vergänglichen Tag lebt' ich und wuchs mit den Meinen,
  Eins um's andere schon schläft mir und fliehet dahin.
Doch ihr Schlafenden wacht am Herzen mir, in verwandter
  Seele ruhet von euch mir das entfliehende Bild.
Und lebendiger lebt ihr dort, wo des göttlichen Geistes
  Freude die Alternden all, alle die Toten verjüngt.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "The deceased", copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Friedrich Hölderlin, Sämtliche Gedichte und Hyperion, Frankfurt am Main: Insel Verlag, 1999, page 279.


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]


Immer enger, leise, leise
Ziehen sich die Lebenskreise,
Schwindet hin, was prahlt und prunkt,
Schwindet Hoffen, Hassen, Lieben,
Uns ist nichts in Sicht geblieben
Als der letzte dunkle Punkt.

Authorship

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "Ending", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]