by Theodor Storm (1817 - 1888)

Wohl fühl ich, wie das Leben rinnt
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG FRE
Wohl fühl ich, wie das Leben rinnt,
Und daß ich endlich scheiden muß,
Daß [endlich]1 doch das letzte Lied
Und [endlich]1 kommt der letzte Kuß.

Noch häng' ich fest an deinem Mund
[In]2 schmerzlich bangender Begier;
Du gibst der Jugend letzten [Kuß]3,
Die letzte Rose gibst du mir.

Du schenkst aus jenem Zauberkelch
Den letzten goldnen Trunk mir ein;
Du bist aus jener Märchenwelt
Mein allerletzter Abendschein.

Am Himmel steht der letzte Stern,
O halte nicht dein Herz zurück;
Zu deinen Füßen sink ich hin,
[O fühl]4, du bist mein letztes Glück!

Laß einmal noch durch meine Brust
Des vollsten Lebens Schauer wehn,
Eh seufzend in die große Nacht
Auch meine Sterne untergehn.

F. Schreker sets stanzas 1-4

About the headline (FAQ)

View original text (without footnotes)
See also Am Himmel steht der letzte Stern.

1 Schreker: "einmal"
2 Schreker: "Mit"
3 Schreker: "Gruß"
4 Schreker: "Ich fühl's"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Je sens bien comme la vie s'enfuit", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission


Researcher for this text: Peter Donderwinkel

This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 20
Word count: 113