by Klaus Groth (1819 - 1899)

Abendfrieden
Language: German (Deutsch) 
Es will die Welt mir scheinen,
Als läge sie im Traum,
Man hört nicht lachen, weinen,
Still ist sie, wie ein Baum.

Nur säuselt's hin und wieder;
So spricht ein Kind im Schlaf,
Das sind die Wiegenlieder
Für Küh' und stille Schaf'.'

Nun liegt das Dorf im Dunkeln
Und Nebel rings umher,
Man hört nur leises Munkeln,
Als käm's von Menschen her.

Man hört das Vieh im Grase,
Wie stille ist es hier!
Sogar der scheue Hase
Schläft vor den Füßen mir,

Das ist der Himmelsfrieden,
Ohn' Lärm und Streit und Spott,
S'ist Betenszeit hinieden --
Hör' mich, du frommer Gott!

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

Text added to the website: 2011-07-17 00:00:00
Last modified: 2014-06-16 10:04:28
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Word count: 100