Liedercyklus für 1 Singstimme mit Pianofortebegleitung

Song Cycle by Gerhard Haase

Word count: 190

1. Ständchen  [sung text not yet checked]

Was wecken aus dem Schlummer mich
  Für süße Klänge doch?
O Mutter, sieh! wer mag es sein,
  In später Stunde noch?

"Ich höre nichts, ich sehe nichts,
  O schlummre fort so lind!
Man bringt dir keine Ständchen jetzt,
  Du armes, krankes Kind!"

Es ist nicht irdische Musik,
  Was mich so freudig macht;
Mich rufen Engel mit Gesang,
  O Mutter, gute Nacht!

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "The serenade", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "La sérénade", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Uhland, Ludwig, Gedichte, Stuttgart, 1815.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Die Orgel [sung text not yet checked]

"Noch einmal spielt die Orgel mir,
Mein alter Nachbarsmann!
Versucht es, ob ihr frommer Schall
Mein Herz erquicken kann!"

Die Kranke bat, der Nachbar spielt,
So spielt' er nie vorher,
So rein, so herrlich, nein! er kennt
Sein eigen Spiel nicht mehr.

Es ist ein fremder, sel'ger Klang,
Der seiner Hand entbebt,
Er hält mit Grauen ein, da war
Der Freundin Geist entschwebt.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "The organ", copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "L'orgue", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Uhlands Werke, Erster Teil, Gedichte, herausgegeben von Adalbert Silbermann, Berlin, Leipzig, Wien, Stuttgart: Deutsches Verlagshaus Bong & Co., [no year], page 141


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Die Drossel [sung text not yet checked]

"Ich will ja nicht [zum]1 Garten gehn,
Will liegen sommerlang,
[Hört' ich die lust'ge]2 Drossel nur,
Die in dem Busche sang."
 
Man fängt dem Kind die Drossel ein,
Im Käfig sitzt sie dort,
Doch singen will sie nicht und hängt
Ihr Köpfchen immerfort.
 
Noch einmal blickt das Kind nach ihr
Mit bittendem Gesicht,
Da schlägt die Drossel schön und hell,
Da glänzt sein Aug' und bricht.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "The thrush", copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "La grive", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Confirmed with Uhlands Werke, Erster Teil, Gedichte, herausgegeben von Adalbert Silbermann, Berlin, Leipzig, Wien, Stuttgart: Deutsches Verlagshaus Bong & Co., [no year], page 142

1 Strauss: "in"
2 Strauss: "Hör' ich die liebe"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]