Sechs Lieder für gemischten Chor

by Oskar Dittrich

Word count: 414

1. Des Sängers Lebensgruss [sung text not yet checked]

Gar fröhlich tret ich in die Welt
Und grüß den lichten Tag.
Mit Sang und Liedern reich bestellt,
Sagt, was mir fehlen mag?

Viel Menschen schleichen matt und träg
Ins kalte Grab hinein,
Doch fröhlich geht des Sängers Weg
Durch lauter Frühlingsschein. 

Mit Liebestönen wach ich auf,
Sie quellen sanft heran,
Die Sonne hoch am Himmel rauf
Trifft mich beim Singen an.

Nicht ruh ich, wenn der Tag verglüht,
Greif in die Saiten ein,
Und grüße noch mit stillem Lied
Des Abends Dämmerschein. 

Und frisch hinauf und frisch hinein,
Durchs Lebens Nacht und Tag,
Auf daß mich Freiheit, Lieb und Wein
Gar treu begleiten mag.

Ein freier Sinn in Lust und Weh
Schwelgt gern in Sang und Reim,
Und sag ich einst der Welt ade,
Zieh ich in Liedern ein. 

Authorship

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2. Ein Lied aus frischer Kehle [sung text not yet checked]

Nun schmückt mit vollen Händen
  Der Frühling rings die Welt,
Nun blüht's an allen Enden
  Und grünt's in Wald und Feld.

Da wallt, mit weißen Segeln
  Geblümt, der grüne Strom; 
In schlanken Blumenkegeln
  Gen Himmel strebt der Dom.

Wie strahlt das Prachtgebäude,
  Wie sonnig glänzt der Rhein!
Jetzt muß ja wohl die Freude
  In Allen mächtig sein.

Nun schlägt auch unsre Seele 
  In vollen Blüthen aus,
Ein Lied aus frischer Kehle
  Erfüllt mit Klang das Haus.

Authorship

Confirmed with Gesammelte Gedichte von Hermann Grieben, Heilbronn, Verlag von Gebr. Henninger, 1875, page 118.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Wanderlied [sung text not yet checked]

Von dem Berge durch die Wiesen
 . . . . . . . . . .

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Authorship

4. Frühlingsnacht [sung text not yet checked]

[Über'n]1 Garten durch die Lüfte
Hört' ich Wandervögel ziehn,
Das bedeutet Frühlingsdüfte,
Unten fängt's schon an zu blühn.

Jauchzen möcht' ich, möchte weinen,
Ist mir's doch, als könnt's nicht sein!
[Alte]2 Wunder wieder scheinen
Mit dem [Mondesglanz]3 herein.

Und der Mond, die Sterne sagen's,
Und im [Träumen]4 rauscht's der Hain,
Und die Nachtigallen schlagen's:
Sie ist deine! Sie ist dein!

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Nit de primavera", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Lentenacht", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , no title, copyright ©
  • ENG English [singable] (Shula Keller) , "Spring night", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Nuit de printemps", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • HEB Hebrew (עברית) (Max Mader) , "ליל אביב", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • IRI Irish (Gaelic) [singable] (Gabriel Rosenstock) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Notte di primavera", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • NOR Norwegian (Bokmål) (Marianne Beate Kielland) , "Vårnatt", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • POR Portuguese (Português) (Elke Beatriz Riedel) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Diego S. Loyola) , "Noche de Primavera", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission

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1 or "Über'm". Both versions are common in the literature. Gumbert and Sternberg use this, according to Hofmeister; further changes may exist not noted above.
2 Schumann, Dover score: "Alle" (however, often sung as "Alte")
3 Jensen: "Mondenglanz"
4 Jensen, Schumann: "Traume"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

5. Abschied [sung text not yet checked]

Ade, du mein geliebtes Thal
 . . . . . . . . . .

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Authorship

6. Abendlied [sung text not yet checked]

Es ist [so]1 still geworden,
Verrauscht des Abends Wehn,
Nun hört man aller Orten
Der Engel Füße gehn,
Rings in die [Thale]1 senket
Sich Finsterniß mit Macht --
Wirf ab, Herz, was dich kränket
Und was dir bange macht!

Es ruht die Welt im Schweigen, 
Ihr Tosen ist vorbei,
Stumm ihrer Freude Reigen
Und stumm ihr Schmerzenschrei.
Hat Rosen sie geschenket,
Hat Dornen sie gebracht --
Wirf ab, Herz, was dich kränket
Und was dir bange macht! 

Und hast du heut gefehlet, 
O schaue nicht zurück;
Empfinde dich beseelet 
Von freier Gnade Glück.
Auch des Verirrten denket 
Der Hirt auf hoher Wacht --
Wirf ab, Herz, was dich kranket 
Und was dir bange macht! 

Nun stehn im Himmelskreise
Die Stern' in Majestät;
In gleichem festem Gleise
Der goldne Wagen geht.
Und gleich den Sternen lenket
Er deinen Weg durch Nacht --
Wirf ab, Herz, was dich kränket,
Und was dir bange macht!

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Avondlied", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , "Evening song", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Chant du soir", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)
Confirmed wtih Gedichte von Gottfried Kinkel, Erster Band, Siebente Auflage, Stuttgart, Verlag der J. F. Cotta'schen Buchhandlung, 1872, pages 191-192.

1 Blumner: "nun" (Musikalien-catalog von Heinrichshofen's Verlag in Magdeburg); further changes may exist not shown above.
2 Schumann: "Tiefe"

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