Lieder für eine Singstimme mit Klavier

by Adalbert (Béla) Laszky (1867 - 1935)

Word count: 202

18. Sie hatten sich beide so herzlich lieb [sung text not yet checked]

Sie hatten sich Beide so herzlich lieb,
Spitzbübin war sie, er war ein Dieb.
Wenn [er Schelmenstreiche]1 machte,
[Sie warf sich aufs Bett]2 und lachte.

Der Tag verging in Freud' und Lust,
Des Nachts lag sie an seiner Brust.
Als man ins Gefängnis ihn brachte,
Sie stand am Fenster und lachte.

Er ließ ihr sagen: «O komm zu mir,
Ich sehne mich so sehr nach dir,
Ich rufe nach dir, ich schmachte» --
Sie schüttelt' das Haupt und lachte.

Um Sechse des Morgens ward er gehenkt,
Um Sieben ward er ins Grab gesenkt;
Sie aber schon um Achte
Trank rothen Wein und lachte.

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  • ENG English [singable] (Peter Palmer) , "A woman", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

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Note: in Schreiter's setting, the singer sings laughter after each stanza.
1 Schreiter: "Schelmenstreiche er"
2 Schreiter: "Warf sie auf's Bett sich"

Researcher for this text: John Versmoren

19. Am Teetisch [sung text not yet checked]

Sie saßen und tranken am Teetisch
Und sprachen von Liebe viel.
Die Herren, die waren ästhetisch,
Die Damen von zartem Gefühl.

Die Liebe muß sein platonisch,
Der dürre Hofrat sprach.
Die Hofrätin lächelt ironisch,
und dennoch seufzte sie: Ach!

Der Domherr öffnet den Mund weit:
Die Liebe sei nicht zu roh,
Sie schadet sonst der Gesundheit
Das Fräulein lispelt: Wie so?

Die Gräfin spricht wehmütig:
Die Liebe ist ein Passion!
Und präsentieret gütig
Die Tasse dem Herrn Baron.

Am Tische war noch ein Plätzchen,
Mein Liebchen, da hast du gefehlt.
Du hättest so hübsch, mein Schätzchen,
Von deiner Liebe erzählt.

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Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 154.


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Pierre Mathé [Guest Editor]

103. Heine-Denkmal [sung text not yet checked]

Hamburg, du schöne Stadt
 . . . . . . . . . .

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