12 Lieder für vierstimmigen Männergesang

Song Cycle by Eduard Lassen (1830 - 1904)

Word count: 689

1. Der Himmel im Thal [sung text not yet checked]

  Der Himmel [da]1 oben, der freut mich sehr,
Möcht gern einmal hinauf;
Doch schloß kein Engel mir bisher
Dazu die Pforten auf.
So sucht' ich denn auf Erden hier
Mit offner Thür' einen andern dafür:
Das ist im Thal das Försterhaus,
Da geh ich täglich ein und aus,
  Du Himmel im Thal,
Sei gegrüßt, sei gegrüßt viel tausendmal!

  Der Himmel da oben, der ist gar schön,
Doch glänzt er fast zu hell,
Und wenn die Sonne muß untergehn,
Kommt schwarz die Nacht zur Stell'.
Zu dunkel ist mir die schwarze Nacht,
Die grüne Nacht, das ist eine Pracht!
Die Waldesnacht, das ist meine Freud',
Da bin ich genesen von allem Leid!
  In grüner Nacht
  Du Himmel im Thal,
Sei gegrüßt, sei gegrüßt viel tausendmal!

  Am Himmel da oben flimmern zwar
Viel Sterne licht und schön;
Mein Himmel da unten hat nur ein Paar
Tief dunkel anzusehn;
Doch wenn sie blinken in grüner Nacht,
Der Sonne Pracht nicht heller lacht;
Und blinken sie einem in's Herz hinein,
Da kann man aus Erden schon selig sein,
  Ihr dunkeln Stern'
  In grüner Nacht,
  Du Himmel im Thal,
Seid gegrüßt, seid gegrüßt viel tausendmal!

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1 Witt: "dort"; further changes may exist not shown above.

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2. Mein Herz ist am Rheine [sung text not yet checked]

Mein Herz ist am Rheine, im heimischen Land!
Mein Herz ist am Rhein, wo die Wiege mir stand,
Wo die Jugend mir liegt, wo die Freunde mir blühn,
Wo die Liebste mein denket mit wonnigem Glühn,
O, wo ich geschwelget in Liedern und Wein:
Wo ich bin, wo ich gehe, mein Herz ist am Rhein!

Dich grüß ich, du breiter, grüngoldiger Strom,
Euch Schlösser und Dörfer und Städte und Dom,
Ihr goldenen Saaten im schwellenden Thal,
Dich Rebengebirge im sonnigen Strahl,
Euch, Wälder und Schluchten, dich, Felsengestein,
Wo ich bin, wo ich gehe, mein Herz ist am Rhein!

Dich grüß ich, o Leben, mit sehnender Brust,
Beim Liede, beim Weine, beim Tanze die Lust,
Dich grüß ich, o theures, o wackres Geschlecht,
Die Frauen so wonnig, die Männer so recht!
Eu'r Streben, eu'r Leben, o mög' es gedeihn:
Wo ich bin, wo ich gehe, mein Herz ist am Rhein! 

Mein Herz ist am Rheine, im heimischen Land!
Mein Herz ist am Rhein, wo die Wiege mir stand,
Wo die Jugend mir liegt, wo die Freunde mir blülm,
Wo die Liebste mein denket mit wonnigem Glühn!
O möget ihr immer dieselben mir sein!
Wo ich bin, wo ich gehe, mein Herz ist am Rhein!

Authorship

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Confirmed with Dichtungen eines Rheinischen Poeten, Band 1: Mein Herz ist am Rheine. Liederbuch von Wolfgang Müller von Königswinter, Vierte vermehrte und verbesserte Auflage, Leipzig, F. A. Brockhaus, 1871, p. 3.


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3. Stille Nacht [sung text not yet checked]

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  • by Anonymous / Unidentified Author

4. Wie gerne dir zu Füssen [sung text not yet checked]

Wie gerne dir zu Füßen
    Sing ich mein tiefstes Lied,
Indes das heil'ge Abendgold
    Durchs Bogenfenster sieht.
Im Takte wogt dein schönes Haupt,
    Dein Herz hört stille zu,
Ich aber falte die Hände
    Und singe: Wie schön bist du!

Wie gerne dir zu Füßen
    Schau' ich in dein Gesicht!
Wie Mitleid bebt es drüber hin;
    Dein Mitleid will ich nicht!
Ich weiß es wohl, du spielst mit mir,
    Und dennoch sonder Ruh'
Lieg' ich vor dir und singe,
    Singe: Wie schön bist du!

Wie gerne dir zu Füßen
    Stürb' ich in stummer Qual!
Doch lieber möcht ich springen empor
    Und küssen dich tausendmal,
Möcht' küssen dich, ja küssen dich
    Einen Tag lang immerzu
Und sinken hin und sterben
    Und singen: Wie schön bist du!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English [singable] (Anonymous/Unidentified Artist) , "How fair art thou!"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

5. Sängerpflicht [sung text not yet checked]

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  • by Anonymous / Unidentified Author

6. Zwiegesang [sung text not yet checked]

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7. Morgenwanderung [sung text not yet checked]

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8. Nacht [sung text not yet checked]

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9. Mein Lieb' ist eine rothe Ros' [sung text not yet checked]

Mein Lieb ist eine rothe Ros',
Die frisch am Stocke glüht;
[Eine rothe, rothe Ros'! mein Lieb]1
Ist wie ein süßes Lied!

Mein Lieb, so schmuck und schön du bist,
So sehr auch lieb' ich dich;
Bis daß die See verlaufen ist,
[Süße Dirne]2, lieb' ich dich!

Bis daß die See verlaufen ist,
[Und]3 der Fels zerschmilzt, mein Kind,
[Und stets, mein Lieb,]4 so lang mein Blut
In meinen Adern rinnt!

Leb' wohl, leb' wohl, mein einzig Lieb!
Leb' wohl auf kurze Zeit!
[Leb' wohl! ich kehr',]5 und wär' ich auch
Zehntausend Meilen weit!

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Based on

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • GRE Greek (Ελληνικά) [singable] (Christakis Poumbouris) , "Η π’ αγαπώ ’ν’ τριαντάφυλλο", copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

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1 Gumbert: "und eine rothe Ros', mein Lieb,"
2 Gumbert: "mein Mädchen"
3 omitted by Gumbert
4 Gumbert: "und immerdar"
5 Gumbert: "Ich kehr' zurück"

Researcher for this text: Harry Joelson

10. Ja, grüsse, Freund, mein Mädchen [sung text not yet checked]

Ja, grüsse, Freund, mein Mädchen,
Hast du zu wandern vor,
Du kömmst wohl durch ihr Städtchen,
Da wohnt sie gleich im Tor.

O Freund, da hat mein Liebchen
(Wenn ich sie nicht verlor)
Ihr kleines, feines Stübchen
Hoch über'm Brückentor.

Es trägt das schmucke Weibchen
Gescheitelt blondes Haar,
Von schwarzem Samt ein Leibchen
Mit Kanten rein und klar.

Soll nennen dir das Städtchen?
Dich kenn' ich, Bösewicht,
Du Schalk bei hübschen Mädchen!
Du grüss' sie lieber nicht!

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Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

11. Juchhe! [sung text not yet checked]

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  • by Anonymous / Unidentified Author

12. Thüringen  [sung text not yet checked]

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  • by Anonymous / Unidentified Author