Liebeslust und Leid. Lieder-Cyklus für 1 Singstimme mit Pianoforte

Song Cycle by Victor Hollaender (1866 - 1940)

Word count: 396

1. Frühlingslied [sung text not yet checked]

Der Schnee zerrinnt,
Der Mai beginnt,
[Die]1 Blüten keimen 
[Auf]2 Gartenbäumen,
Und Vogelschall
Tönt überall.

Pflückt einen Kranz,
Und haltet Tanz
Auf grünen Auen, 
Ihr schönen Frauen, 
Wo [junge]3 Main 
Uns Kühlung streun.

Wer weiß, wie bald
Die Klocke schallt,
Da wir des Maien 
Uns nicht mehr freuen:
Wer weiß, wie bald
Die Klocke schallt!

Drum werdet froh! 
Gott will es so,
Der uns dies Leben
Zur Lust gegeben! 
Genießt der Zeit, 
Die Gott verleiht!

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Malcolm Wren) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Si scioglie la neve", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Gedichte von Ludewig Heinrich Christoph Hölty. Besorgt durch seine Freunde Friederich Leopold Grafen zu Stolberg und Johann Heinrich Voß. Hamburg, bei Carl Ernst Bohn. 1783, pages 65-66; and with Gedichte von Ludewig Heinrich Christoph Hölty. Neu besorgt und vermehrt von Johann Heinrich Voss. Hamburg, bei Carl Ernst Bohn. 1804, pages 166-167.

This is Hölty's poem in its version posthumously printed in the editions edited by Voß. Hölty's original version differs in several verses (see below).

Note: Modern spelling would change "Klocke" to "Glocke".

1 Mendelssohn: "Und"
2 Hölty (1804 edition), and Schubert: "Den"
3 Mendelssohn: "grüne"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Peter Rastl [Guest Editor]

2. Liebesjodler [sung text not yet checked]

Wann der Himmel blaut
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

3. Nichts Schöneres [sung text not yet checked]

Als ich zuerst dich hab' gesehn,
Wie du so lieblich warst, so schön,
Da fiel's mein Lebtag mir nicht ein,
Daß noch was Schönres sollte sein,
Als in dein liebes Augenpaar
[Hinein zu schauen]1 immerdar.

Da hab' ich denn so lang' geschaut,
Bis du geworden meine Braut;
Und wieder fiel es mir nicht ein,
Daß noch was Schön'res könnte sein,
Als so an deinem rothen Mund
Sich satt zu küssen alle Stund.

Da hab' ich denn so lang' geküßt,
Bis du mein Weibchen worden bist;
Und kann nun wohl versichert sein,
Daß [gar nichts Schöneres]2 kann sein,
Als wie mit seinem lieben Weib
Zu sein so ganz ein' Seel, und Leib!

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Niets mooiers", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Nothing more lovely", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Rien de plus adorable", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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First published in Deutscher Musenalmanach auf das Jahr 1836, page 155.
1 modern form: "Hineinzuschauen"
2 Schumann: "noch was Schönres nicht"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Vergissmeinnicht [sung text not yet checked]

Waldbächlein fließt durch kühlen Grund
mit heimlichem Geflüster.
Es murmelt leis, als spräch' sein Mund
von Wald und Waldesdüster.
 
Ein Blümlein steht am Ufer dicht,
umspielet von der Welle.
Es klingt sein Gruß "Vergiß mein nicht"
"Vergiß mich nicht, Geselle".
 
Denn als ich einst vom Liebchen fort
mußt pilgern in die Weite,
hat sie gegeben mir dies Wort
zum Trost mit als Geleite.
 
Und wenn ich nun solch Blümchen seh'
so hold zu meinen Füßen,
da meint mein Herz in stillem Weh,
mein Liebchen ließ mich grüßen.

Authorship

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Researcher for this text: Brigitta Grünbauer

5. In der Ferne  [sung text not yet checked]

Jetzt wird sie wohl [im]1 Garten gehen,
Der blüht und glüht im [Sonnenlicht]2,
Und in [die]3 Ferne wird sie spähen,
Mich, aber, ach! mich sieht sie nicht.
 
Und [eine]4 Rose wird sie brechen
Mit stummer Wehmut im Gesicht,
Und meinen Namen wird sie sprechen.
Ich aber, ach! ich hör' es nicht!

Authorship

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "A la llunyania", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission

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1 Zemlinsky: "in dem"
2 Zemlinsky: "Sommerlicht"
3 Zemlinsky: "der"
4 Zemlinsky: "die"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

6. Ich glaubte, die Schwalbe träumte schon [sung text not yet checked]

Ich glaubte, die Schwalbe träumte schon
Vom theuren Nest;
Ich glaubte, die Lerche dachte schon
An's Liederfest;
Ich glaubte, die Blüthen küßte schon
Ein junger West;
Ich glaubte, ich hielte dich liebend schon
Auf ewig fest!
 
Wie wurdet ihr winterlich über Nacht,
Ihr Lüfte lind!
Wie Knospen und Blüthen über Nacht
Erfroren sind!
Wie die Lerche verlernte über Nacht
Ihr Lied geschwind!
Und wie du vergessen hast über Nacht
Dein armes Kind!

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Note: according to Lawrence Snyder in German Poetry in Song, Fallen Leaf Press, 1995, Holstein attributes this text to Hugo Staacke. Unless "Hugo Staacke" is found to be a pseudonym of Karl Beck, this is a confirmed misattribution.

Researcher for this text: Harry Joelson