by Rudolph Baumbach (1840 - 1905)
Das Veilchen
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Language: German (Deutsch)
Our translations: ENG
Ging ein Mägdlein durch die Au, Blumen schauten weiss und blau Aus dem grünen Bett. An des Gartens Zaungeheg Hart am vielbetretnen Weg Stand ein Violet. Sprach die Schöne weich und sanft: "Veilchen an der Strasse Ranft Thust mir herzlich leid, Bist im Unkraut halb versteckt, Und mit Strassenstaub bedeckt Ist dein blaues Kleid. Kommt des Müllers bunte Kuh, Die am Raine grast, herzu, Ist's um dich gescheh'n. Ketten soll dich meine Hand, Sollst an meines Hutes Band Duften und vergeh'n." Und das kleine Veilchen spricht: "Sorge dich, o Mägdlein, nicht, Was mein Schicksal sei. Ob mich eine Kuh zerzupft, Ob ein Gänschen ab mich rupft, Ist mir einerlei."
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Confirmed with Rudolf Baumbach, Spielmannslieder, Leipzig: Verlag von A. G. Liebeskind, 1883, page 26-27.
Text Authorship:
- by Rudolph Baumbach (1840 - 1905), "Das Veilchen", appears in Spielmannslieder [author's text checked 2 times against a primary source]
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This text was added to the website: 2012-05-29
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