by Klaus Groth (1819 - 1899)
Translation by Klaus Groth (1819 - 1899)

Ik wull, wi weern noch kleen, Jehann
Language: Plattdeutsch 
Ik wull, wi weern noch kleen, Jehann,
  Do weer de Welt so grot!
Wi seten op den Steen, Jehann,
  Weest noch? bi Nawers Sot.
    An Heben seil de stille Maan,
    Wi segen, wa he leep,
    Un snacken, wa de Himmel hoch
    Un wa de Sot wul deep.

Weest noch, wa still dat weer, Jehann?
  Dar röhr keen Blatt an Bom.
So is dat nu ni mehr, Jehann,
  As höchstens noch in Drom.
    Och ne, wenn do de Scheper sung,
    Alleen, int wide Feld:
    Ni wahr, Jehann? dat weer en Ton!
    De eenzige op de Welt.

Mitünner inne Schummerntid
  Denn ward mi so to Mod,
Denn löppt mit langs den Rügg so hitt,
  As domals bi den Sot.
    Denn dreih ik mi so hasti um,
    As weer ik nich alleen:
    Doch Allens, wat ik finn, Jehann,
    Dat is - ik sta un ween.

About the headline (FAQ)

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Settings in other languages, adaptations, or excerpts:

  • Also set in German (Deutsch), a translation by Klaus Groth (1819 - 1899) , "Mein Johann" ; composed by Friedrich Ernst Arnold Werner Nolopp, Eduard Seuffert.

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

Text added to the website: 2009-11-14 00:00:00
Last modified: 2014-06-16 10:03:27
Line count: 24
Word count: 142

Mein Johann
Language: German (Deutsch)  after the Plattdeutsch 
Ich wollt, wir wären noch klein1, Johann,
  Da war die Welt so groß!
Wir saßen auf dem Stein, Johann,
  Weißt noch? bei Nachbars Sot2.
    Am Himmel3 segelte der stille Mond,
    Wir beobachteten4 wie er lief,
    Und sprachen5, wie der Himmel hoch
    Und wie der Sot wohl tief.

Weißt noch, wie still es war, Johann?
  Da bebte6 kein Blatt am Baum.
So ist es nun nicht mehr, Johann,
  Als höchstens noch im Traum.
    O nein, wenn dann der Schäfer sang --
    Allein -- im weiten Feld --
    Nicht wahr Johann? Das war ein Ton --
    Der einzige7 auf der Welt.

Mitunter in der Dämmerungszeit,
  Dann wird mir so zu Muth,
Dann überläuft es mich so heiß
  Wie damals bei dem Sot.
    Dann wende ich mich, so hastig,
    Als wär' ich nicht allein8.
    Doch Alles, was ich entdecke, Johann,
    Ist -- ich steh und weine. 

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The following are intertextual notes found in Quickborn:
1 Kinder.
2 Brunnen.
3 heben, hoher Himmel
4 (sahen).
5 snacken ist nicht schwatzen.
6 rührte, regte sich.
7 und schönste.
8 Als müßtest du da sein oder eben kommen.

Authorship

Based on

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

Text added to the website: 2011-08-26 00:00:00
Last modified: 2014-06-16 10:03:26
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Word count: 138