The LiederNet Archive
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Zwölf Lieder für eine Singstimme mit Pianofortebegleitung

Word count: 744

Song Cycle by (Johann Gottfried) Heinrich Bellermann (1832 - 1903)

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1. Lied [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG ENG FRE

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission


Goldne Brücken seien
Alle Lieder mir,
Drauf die Liebe wandelt,
[Süßes]1 Kind, zu dir!

Und des Traumes Flügel
Soll in Lust und Schmerz,
Jede Nacht mich tragen
An dein treues Herz.


Bruch: "trautes, trautes"

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

2. Abendlied

Language: German (Deutsch)

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  • by Anonymous / Unidentified Author

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Waldeinsamkeit
 . . . . . . . . . .

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3. Sehnsucht [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): CAT DUT ENG FRE

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Verlangen", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , no title, copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Nostalgie", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission


Was zieht mir das Herz so?
Was zieht mich hinaus?
Und windet und schraubt mich
[Aus]1 Zimmer und Haus?
Wie dort sich die Wolken
[Um]2 Felsen verziehn!
Da möcht' ich hinüber,
Da möcht' ich wohl hin!

Nun wiegt sich der Raben
Geselliger Flug;
Ich mische mich drunter
Und folge dem Zug.
Und Berg und Gemäuer
Umfittigen wir;
Sie weilet da drunten;
Ich spähe nach ihr.

Da kommt sie und wandelt;
Ich eile sobald
Ein singender Vogel
[Zum buschigen]3 Wald.
Sie weilet und horchet
Und lächelt mit sich:
"Er singet so lieblich
Und singt es an mich."

Die scheidende Sonne
[Verguldet]4 die Höhn;
Die sinnende Schöne
Sie läßt es [geschehn]5.
Sie wandelt am Bache
Die Wiesen entlang,
Und finster und finstrer
Umschlingt sich der Gang;

Auf einmal erschein' ich
Ein blinkender Stern.
"Was glänzet da droben,
So nah und so fern?"
Und hast du mit Staunen
Das Leuchten erblickt;
Ich lieg dir zu Füßen,
Da bin ich beglückt!


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Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Erster Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cottaschen Buchhandlung, 1827, pages 99-100, and with Taschenbuch auf das Jahr 1804, Herausgegeben von Wieland und Goethe, Tübingen, in der Cotta'schen Buchhandlung, pages 117-119.

1 Goethe's 1827 edition: "An's"
2 Schubert: "Am"
3 Goethe (1804 and 1806 editions): "Zum buschichten", Goethe (Wien 1810 edition): "Zum buschigten", Schubert: "Im buschigten"
4 Beethoven, Schubert: "vergüldet"
5 Schubert: "geschehen"

Submitted by Emily Ezust [Administrator] and Peter Rastl [Guest Editor]

4. Der Einsiedler [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT ENG FRE ITA

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De eenzaat", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Come, comfort of the world, you still night", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Le solitaire", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Vieni , notte silenziosa", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission


[Komm]1, Trost der Welt, du stille Nacht!
Wie steigst du von den Bergen sacht,
Die Lüfte alle schlafen,
Ein Schiffer nur noch, wandermüd',
Singt übers Meer sein Abendlied
Zu Gottes Lob im Hafen.

Die Jahre wie die Wolken gehn
Und lassen mich hier einsam stehn,
Die Welt hat mich vergessen,
Da tratst du wunderbar zu mir,
Wenn ich beim Waldesrauschen hier
Gedankenvoll gesessen.

O Trost der Welt, du stille Nacht!
Der Tag hat mich so [müd']2 gemacht,
Das weite Meer schon dunkelt,
Laß ausruhn mich von Lust und Not,
Bis daß das ew'ge Morgenrot
Den stillen Wald durchfunkelt.


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1 von Wilm: "Komme"; further changes may exist not shown above.
2 Reinthaler: "trüb"

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

5. An Suleika [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

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Lieb' um Liebe, Stund' um Stunde,
Wort um Worte und Blick um Blick;
Kuß um Kuß vom treusten Munde,
Hauch um Hauch und Glück um Glück
So am Abend, so am Morgen!
Doch du fühlst an meinen Liedern
Immer noch geheime Sorgen;
Jussuphs Reize möcht ich borgen,
Deine Schönheit zu erwidern.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

6. Sonnenschein

Language: German (Deutsch)

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  • by Anonymous / Unidentified Author

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Im grünen Grase
 . . . . . . . . . .

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7. An Lina [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): FRE

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission


Liebchen, kommen diese Lieder
Jemals wieder dir zur Hand,
Sitze beim Klaviere nieder,
Wo der Freund sonst bei dir stand.

Laß die Saiten rasch erklingen
Und dann sieh ins Buch hinein;
Nur nicht lesen! immer singen!
Und ein jedes Blatt ist dein.

Ach, wie traurig sieht in Lettern,
Schwarz auf weiß, das Lied mich an,
Das aus deinem Mund vergöttern,
Das ein Herz zerreißen kann!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

8. An die Waldvögel

Language: German (Deutsch)

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  • by Anonymous / Unidentified Author

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Konnt' ich sonst auch schwingen
 . . . . . . . . . .

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9. Schön-Rohtraut [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT ENG FRE

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Mooie Rohtraut", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Charles James Pearson) , "Pretty Rohtraut", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Stéphane Goldet) (Pierre de Rosamel) , "Belle Rohtraut", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission


Wie heißt König [Ringangs]1 Töchterlein?
  Rohtraut, Schön-Rohtraut.
Was tut sie denn den ganzen Tag,
Da sie wohl nicht spinnen und nähen mag?
  Tut fischen und jagen.
O, daß ich doch ihr Jäger wär'!
Fischen and Jagen freu'te mich sehr.
  -- Schweig' stille, mein Herze!

Und über eine kleine Weil',
  Rohtraut, Schön-Rohtraut,
So dient der Knab' auf Ringangs Schloß
[In]2 Jägertracht und hat ein Roß,
  Mit Rohtraut zu jagen.
O, daß ich doch ein Königssohn wär'!
Rohtraut, Schön-Rohtraut lieb' ich so [sehr]3.
  -- Schweig' stille, mein Herze!

Einstmals sie ruh'ten am Eichenbaum,
  [Da lacht]4 Schön-Rohtraut:
Was siehst [mich]5 an so wunniglich?
Wenn du das Herz hast, [küsse]6 mich!
  Ach! erschrak der Knabe!
Doch [denket]7 er: mir ist's vergunnt,
Und küssset Schön-Rohtraut auf den Mund.
  -- Schweig' stille, mein Herze!

Darauf sie ritten schweigend heim,
  Rohtraut, Schön-Rohtraut;
Es jauchzt der Knab' in seinem Sinn:
Und würdst du heute Kaiserin,
  Mich [sollt's]8 nicht kränken:
Ihr tausend Blätter im Walde wißt,
Ich hab' Schön-Rohtrauts Mund geküßt!
  -- Schweig' stille, mein Herze.


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1 Rheinberger: "Ringans"
2 Distler, Rheinberger, Schumann: "In der"
3 Blech: "wahr"
4 Blech: "Rohtraut,"
5 Distler, Rheinberger, Schumann, Smyth: "du mich"
6 Blech: "so küsse"
7 Rheinberger: "denkt"
8 Rheinberger: "soll's"

Submitted by Charles James Pearson

10. Gute Nacht [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): CAT FRE

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Bona nit", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Bonne nuit", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission


Die Höh'n und Wälder [schon]1 steigen
Immer tiefer in's Abendgold;
Ein Vöglein [frägt]2 in den Zweigen
Ob es Liebchen grüssen sollt'?

O Vöglein, du hast dich betrogen,
Sie wohnet nicht mehr im Tal,
Schwing' auf dich zum Himmelsbogen,
Grüss' sie droben zum letztenmal.


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1 omitted by Zemlinsky.
2 Franz: "fragt" (typo?)

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

11. Nachts [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): CZE ENG FRE ITA

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  • ENG English (Emily Ezust) , "I wander through the quiet night", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Je me promenais par une nuit silencieuse", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Di notte", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission


Ich [wandre]1 durch die stille Nacht,
Da schleicht der Mond so heimlich sacht
Oft aus der dunklen Wolkenhülle,
Und hin und her im Tal,
Erwacht die Nachtigall
[Dann]2 wieder alles grau und stille.

O wunderbarer Nachtgesang,
Von fern im Land der Ströme Gang,
Leis Schauern in den [dunkeln]3 Bäumen --
Wirrst die Gedanken mir,
Mein irres Singen hier 
Ist wie ein Rufen nur aus Träumen.


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First published in the appendices to the novellas Taugenichts and Marmorbild, 1826 in the cycle Nachtbilder (no. 1)
1 Curschmann, E. Taubert: "wandle"; further changes may exist not shown above for Taubert
2 Curschmann: "Nun"
3 Busch, Fibich, Gund: "dunklen"

Submitted by Emily Ezust [Administrator] and Melanie Trumbull

12. Was will die einsame Träne [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): CAT DUT DUT ENG ENG ENG ENG ENG FRE FRE FRE HUN ITA

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  • CAT Catalan (Català) (Marta Garcia Cadena) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Jos. Van de Vijver) , "Eenzame traan"
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Wat wil het eenzame traantje?", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "What does this solitary tear mean?", copyright ©
  • ENG English (Emma Lazarus) , appears in Poems and Ballads of Heinrich Heine, first published 1881
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Que veut cette larme solitaire", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Cosa vuole questa lacrima solitaria?", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission


Was will die einsame Träne?
Sie trübt mir ja den Blick.
Sie blieb aus alten Zeiten
In meinem Auge zurück.

Sie hatte viel leuchtende Schwestern,
Die alle zerflossen sind,
Mit meinen Qualen und Freuden
Zerflossen in Nacht und Wind.

Wie Nebel sind auch zerflossen
Die blauen Sternelein,
Die mir [jene]1 Freuden und Qualen
Gelächelt ins Herz hinein.

Ach, meine Liebe selber
Zerfloß wie eitel Hauch!
Du alte, einsame Träne,
Zerfließe jetzunder auch!


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1 Cornelius: "die"

Submitted by Emily Ezust [Administrator] and Sharon Krebs [Guest Editor]

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     - Emily Ezust

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