Drei Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte , opus 116

by Algernon Bennet Langton Ashton (1859 - 1937)

1. Trockene Blumen [sung text not yet checked]

Ihr Blümlein alle,
Die sie mir gab,
Euch soll man legen
Mit mir in's Grab.

Wie seht ihr alle
Mich an so weh,
Als ob ihr wüßtet,
Wie mir gescheh'?

Ihr Blümlein alle,
Wie welk, wie blaß?
Ihr Blümlein alle,
Wovon so naß?

Ach, Thränen machen
Nicht maiengrün,
Machen todte Liebe
Nicht wieder blühn.

Und Lenz wird kommen,
Und Winter wird gehn,
Und Blümlein werden
Im Grase stehn,

Und Blümlein liegen
In meinem Grab,
Die Blümlein alle,
Die sie mir gab.

Und wenn sie wandelt
Am Hügel vorbei,
Und denkt im Herzen:
Der meint' es treu!

Dann Blümlein alle,
Heraus, heraus!
Der Mai ist kommen,
Der Winter ist aus.

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Flors seques", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Droge bloemen", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , no title, copyright ©
  • ENG English [singable] (Yuxin (Sheila) Zhang) , "Withered flowers", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • FIN Finnish (Suomi) (Erkki Pullinen) , "Kuihtuneet kukkaset", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Fleurs séchées", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • GRE Greek (Ελληνικά) (Athanasios Papaisiou) , "Ξεραμένα λουλούδια", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Fiori appassiti", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • KOR Korean (한국어/조선말) [singable] (곽명규 Myung-Kew Kwack) , "시든 꽃", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • POR Portuguese (Português) (Caê Vieira) , copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten. Herausgegeben von Wilhelm Müller. Erstes Bändchen. Zweite Auflage. Deßau 1826. Bei Christian Georg Ackermann, pages 41-42; and with Sieben und siebzig Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten. Herausgegeben von Wilhelm Müller. Dessau, 1821. Bei Christian Georg Ackermann, pages 43-44.

First published in a slightly different version in Der Gesellschafter oder Blätter für Geist und Herz. Herausgegeben von F. W. Gubitz. Zweiter Jahrgang. Berlin, 1818. In der Maurerschen Buchhandlung. Sonnabend den 6. Juni. 90stes Blatt, page 357.


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Peter Rastl [Guest Editor]

2. Die Kapelle [sung text not yet checked]

Droben stehet die Kapelle,
Schauet still ins Tal hinab,
Drunten [singt]1 bei Wies' und Quelle
Froh und hell der Hirtenknab'.

Traurig tönt das Glöcklein nieder,
Schauerlich der Leichenchor;
Stille sind die frohen Lieder,
Und der Knabe lauscht empor.

Droben bringt man sie zu Grabe,
Die sich freuten in dem Tal.
Hirtenknabe, Hirtenknabe!
Dir auch singt man dort einmal.

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2021, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De kapel", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) (Corien Sleeswijk) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "The Chapel", copyright ©
  • FIN Finnish (Suomi) (Erkki Pullinen) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "La chapelle", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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1 Blodek: "sitzt"

Researcher for this text: Jakob Kellner

3. Der Gefangene [sung text not yet checked]

Zwei alte hohe Burgen
Glänzen im Sonnenschein
Einander gegenüber,
[Inmitten]1 fließt der Rhein.

Gefangen in der einen
Härmt sich ein Rittersmann,
Daß er nicht in die andre
Zu seiner Liebsten kann.

Die Stromfluth hört er rauschen
Mit ruhelosem Schlag,
Die Wellen kommen, gehen
Gleichförmig Tag für Tag!

Er rüttelt an dem Gitter,
Die Stäbe weichen nicht;
Er möcht' die Pforte sprengen,
Allein kein Riegel bricht.

Da nimmt die werthe Cither
Er wieder von der Wand,
In der er Lust im Glücke
Und Trost im Leiden fand.

So sitzt er auf dem Lager
Schwermüthig, seufzt und wacht;
Dann greift er in die Saiten,
Singt einsam in die Nacht.

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1 Randhartinger: "Dazwischen"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Johann Winkler